Vitodens 222-f Bedienungsanleitung

Vitodens 222-f Bedienungsanleitung

Der Vitodens 222-F ist laut Titelblatt ein „Gas-Brennwertkompaktgerät mit 3,5-Zoll-Schwarz/Weiß-Display“ in Erdgas- und Flüssiggas-Ausführung; der Leistungsbereich des Typs B2TF reicht von 2,5 bis 32 kW (S. 1).

Die Produktinformation (S. 9) zählt als eingebaute Komponenten einen modulierenden MatriX-Plus-Brenner, einen Trinkwasser-Ladespeicher mit 100 l Inhalt, eine Hydraulik mit 3-Wege-Umschaltventil und drehzahlgeregelter Hocheffizienz-Umwälzpumpe, eine Regelung für witterungsgeführten Betrieb sowie ein Membran-Druckausdehnungsgefäß mit 18 l Inhalt auf; die Heizfläche ist eine Inox-Radial-Heizfläche. Bestimmt ist das Gerät laut S. 9 ausschließlich für die Erwärmung von Heizwasser in Trinkwasserqualität in geschlossenen Heizungssystemen.

Für die Einrichtung des WLAN-Betriebs ist ein integriertes WLAN-Kommunikationsmodul eingebaut, das die Inbetriebnahme mit der ViStart-App, die Verbindung mit der ViCare-App und die Anbindung an die digitale Servicezentrale Vitoguide unterstützt (S. 35).

Einordnung für den Support: Das vorliegende Heft ist die Fachkraft-Anleitung. Der Anlagenbetreiber erhält laut S. 60 die Bedienungsanleitung vom Ersteller der Anlage und wird in die Bedienung eingewiesen.

Merkmale laut Handbuch

MerkmalAngabe im HandbuchSeite
TypB2TF, 2,5 bis 32 kWS. 1
BauartGas-Heizkessel, Bauart B und C, Kategorie II2N3PS. 119
Brennermodulierender MatriX-Plus-Brenner für Erdgas und FlüssiggasS. 9
Trinkwasser-LadespeicherInhalt 100 lS. 9
Hydraulik3-Wege-Umschaltventil und drehzahlgeregelte Hocheffizienz-UmwälzpumpeS. 9
Regelungwitterungsgeführter BetriebS. 9
DruckausdehnungsgefäßMembran-Druckausdehnungsgefäß, 18 l InhaltS. 9
Kommunikationintegriertes WLAN-Kommunikationsmodul (ViStart-App, ViCare-App, Vitoguide)S. 35
Schutzartraumluftunabhängig IP X4, raumluftabhängig IP X0, jeweils gemäß EN 60529S. 119

Montage und Anschlüsse: Was die Serviceanleitung vorschreibt

Die Montagevorbereitung und der Montageablauf stehen auf S. 11-28. Für den gas- und wasserseitigen Anschluss ist laut S. 12 ein als Zubehör lieferbares Anschluss-Set zu verwenden; die Sicherheitsein- richtungen sind nach den gültigen Landesvorschriften zu installieren.

Montage-Grundlagen

  • Einbringen: Gerät nicht auf Front oder Seitenwände ablegen oder belasten; Heizkessel beim Einbringen möglichst auf Palette belassen. (S. 11)
  • Nische: Bei Einbau in Nischen die Zugänglichkeit gewährleisten (empfohlener Wandabstand 100 mm); andernfalls Netzschalter und elektrische Anschlüsse umbauen. (S. 11)
  • Rohrleitungen: Um Geräteschäden zu vermeiden, alle Rohrleitungen last- und momentfrei anschließen. (S. 12)
  • Typenschild: Das Typenschild ist im Gerät auf dem Kapselblech angebracht; das Zusatztypenschild muss vom Schornsteinfeger einsehbar außen am Gerät kleben. (S. 16)
  • Kondensat-Siphon: Vor Inbetriebnahme den Siphon unbedingt mit Wasser füllen; mindestens 0,3 l Wasser in den Abgasanschluss füllen. Bei Frostgefahr erst unmittelbar vor der Inbetriebnahme füllen. (S. 18)
  • Abgas-Mehrfachbelegung: Laufen mehrere Vitodens an einem gemeinsamen Abgassystem, ist an jedem Heizkessel eine Rückströmsicherung (Zubehör) in den Abgasanschluss und in den Mischkanal des Brenners einzubauen. (S. 19)

Gasanschluss

  • Dichtheitsprüfung: Dichtheit aller gasseitigen Anschlüsse prüfen, auch geräteintern; Gasaustritt führt zu Explosionsgefahr. (S. 20)
  • Lecksuchmittel: Zur Dichtheitsprüfung nur geeignete und zugelassene Lecksuchmittel (EN 14291) und Geräte verwenden; Rückstände nach der Prüfung entfernen. (S. 20)
  • Prüfdruck: Max. Prüfüberdruck 150 mbar (15 kPa); bei höherem Druck für die Lecksuche Heizkessel und Gaskombiregler von der Hauptleitung trennen. (S. 20)
  • Flüssiggas: Bei Einbau des Heizkessels unter Erdgleiche wird ein externes Sicherheitsmagnetventil empfohlen; zum Anschluss ist eine Erweiterung EM-EA1 (Zubehör) erforderlich. (S. 20)

Elektrischer Anschluss

  • Absicherung: Absicherung max. 16 A; Netzanschluss und Schutzmaßnahmen nach IEC 60364-4-41, den VDE-Vorschriften und den Anschlussbedingungen des örtlichen Verteilnetzbetreibers ausführen. (S. 26)
  • Trennvorrichtung: In der Netzanschlussleitung ist eine allpolige Trennvorrichtung der Überspannungs- kategorie III vorzusehen; zusätzlich wird eine allstromsensitive Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (FI Klasse B) empfohlen. (S. 26)
  • WLAN-Empfang: Den Abstand zwischen Wärmeerzeuger und WLAN-Router so gering wie möglich wählen, um eine gute WLAN-Verbindung sicherzustellen. (S. 27)

Erstinbetriebnahme: Befüllen, Entlüften, Gasdruck prüfen

Kapitel 4 des Hefts listet auf S. 29-30 die Arbeitsschritte für Erstinbetriebnahme, Inspektion und Wartung mit Seitenzahlen auf. Die Erstinbetriebnahme läuft über den Inbetriebnahme-Assistenten: Gasabsperrhahn öffnen, Netzschalter einschalten, dann dem Assistenten folgen (S. 31); nach Ablauf des Assistenten sind Anschluss und Funktion der Aktoren über den Aktorentest zu prüfen (S. 31).

Anschlussdruck (Fließdruck) laut Handbuch

Anschlussdruck ErdgasAnschlussdruck FlüssiggasMaßnahme laut HandbuchSeite
< 20 mbar (2,0 kPa)< 50 mbar (5,0 kPa)Keine Inbetriebnahme vornehmen. Gasversorgungsunternehmen (GVU) bzw. Flüssiggaslieferanten benachrichtigen.S. 41
20 – 25 mbar (2,0 – 2,5 kPa)50 – 57,5 mbar (5,0 – 5,75 kPa)Heizkessel in Betrieb nehmen.S. 41
> 25 mbar (2,5 kPa)> 57,5 mbar (5,75 kPa)Separaten Gasdruckregler der Anlage vorschalten; Vordruck auf 20 mbar bei Erdgas und 50 mbar bei Flüssiggas einstellen. GVU bzw. Flüssiggaslieferanten benachrichtigen.S. 41

Befüllen und Entlüften

  • Anlagendruck: Heizungsanlage an Kesselfüll- und Entleerungshahn füllen; Mindestanlagendruck > 1,0 bar (0,1 MPa). Der Zeiger am Manometer muss sich im grünen Bereich befinden. (S. 37)
  • Befüllfunktion: Die Befüllfunktion endet nach 20 min automatisch oder durch Tippen auf OK. (S. 37)
  • Anlage entlüften: Prüfen, ob die Entlüftungsschraube am Schnellentlüfter der Heizkreispumpe offen ist; Entlüftungsfunktion aktivieren und anschließend den Druck über die Systemübersicht im Display prüfen. (S. 38)
  • Entlüftungsprogramm: Im Entlüftungsprogramm wird 20 min lang die Umwälzpumpe je 30 s abwechselnd ein- und ausgeschaltet; der Brenner ist während des Entlüftungsprogramms ausgeschaltet. (S. 108)

Gasdruck und Abgas-Zuluft-System

  • Anschlussdruck messen: Zur Messung des Anschlussdrucks geeignete Messgeräte mit einer Auflösung von mindestens 0,1 mbar (0,01 kPa) verwenden; Messwert ins Protokoll aufnehmen. (S. 41)
  • AZ-System (Ringspaltmessung): Vereinfachte Dichtheitsprüfung bei gemeinsam geprüften Abgas-Zuluft-Systemen: CO2-Konzentration in der Verbrennungsluft im Ringspalt messen. Unter 0,2 % CO2 beziehungs- weise über 20,6 % O2 gilt die Abgasleitung als ausreichend dicht. (S. 45)

Meldungen und Fehlercodes

Bei einer Störung erscheint im Display „Brennerstörung“ oder „Aktive Meldung“ (S. 79). Die Meldungen werden an der Bedieneinheit aufgerufen und quittiert; die vorhandenen Störungsmeldungen sind abhängig von der Geräteausstattung (S. 82: „Störungsmeldungen abhängig von Geräteausstattung“).

Das Heft enthält eine Störungsmeldungen-Tabelle mit 121 Störungscodes von F.5 bis F.549 (S. 82-98) mit den Spalten „Verhalten der Anlage“, „Störungsursache“ und „Maßnahme“. Nachfolgend das vollständige Verzeichnis; die Spalte „Verhalten“ ist zeilenweise aus der Tabelle des Hefts zusammengesetzt, Ursache und Maßnahme stehen im PDF an der verlinkten Seite.

Dazu kommen die „Weitere Meldungen“ auf S. 98-99: Wartungsmeldungen (P.), Statusmeldungen (S.), Warnungsmeldungen (A.) und Informationen (I.). Eine Meldungshistorie speichert die letzten 10 aufgetretenen Störungen und Wartungsmeldungen (S. 80).

Wichtig für die Einordnung: Dieses Heft ist die Fachkraft-Serviceanleitung und enthält keine Anwender-Bedienkapitel (Heizen und Absenken einstellen, Warmwassertemperatur, Urlaubsschaltung); die Bedienungsanleitung für den Anlagenbetreiber ist ein separates Dokument, das laut S. 60 vom Ersteller der Anlage zu übergeben ist. Statuscodes im Stil „0H“ führt das Heft nicht aus.

Störungsmeldungen: alle 121 Störungscodes laut Handbuch

Störungscode im DisplayVerhalten der Anlage (laut Handbuch)Seite
F.5Volumenstrom wird nicht überwacht. Anlage läuft mit Ersatzwert im normalen Betrieb weiter.S. 82
F.7Keine TrinkwassererwärmungS. 82
F.8Keine TrinkwassererwärmungS. 82
F.11Keine solare Trinkwassererwärmung oder HeizungsunterstützungS. 82
F.12Keine solare TrinkwassererwärmungS. 82
F.13Regelt nach 0 °C Außentemperatur.S. 82
F.14Regelt nach 0 °C Außentemperatur.S. 83
F.15Keine solare Trinkwassererwärmung oder HeizungsunterstützungS. 83
F.16Keine solare Trinkwassererwärmung oder HeizungsunterstützungS. 83
F.29Regelt ohne Vorlauftemperatursensor hydraulische Weiche.S. 83
F.30Regelt ohne Vorlauftemperatursensor hydraulische Weiche.S. 83
F.49Brenner auf StörungS. 83
F.50Brenner auf StörungS. 83
F.57Regelbetrieb ohne RaumeinflussS. 83
F.58Regelbetrieb ohne RaumeinflussS. 83
F.59Brenner blockiertS. 83
F.62Brenner auf StörungS. 84
F.63Brenner auf StörungS. 84
F.67Brenner auf StörungS. 84
F.68Brenner auf StörungS. 84
F.69Brenner auf StörungS. 85
F.70Brenner auf StörungS. 85
F.71Brenner auf StörungS. 85
F.72Brenner auf StörungS. 85
F.73Brenner auf StörungS. 85
F.74Brenner blockiert. Interne Umwälzpumpe aus. Keine Raumbeheizung und keine Trinkwassererwärmung.S. 85
F.77Brenner auf StörungS. 85
F.89Keine Raumbeheizung und keine TrinkwassererwärmungS. 85
F.91Funktion der betroffenen Erweiterung im NotbetriebS. 85
F.92Funktion des betroffenen Elektronikmoduls im NotbetriebS. 86
F.94Funktion des betroffenen Elektronikmoduls im Notbetrieb. Keine solare Heizungsunterstützung.S. 86
F.100Funktion der am PlusBus angeschlossenen Elektronikmodule außer FunktionS. 86
F.104Abhängig von Konfigurierung Erweiterung EM-EA1 (Elektronikmodul DIO)S. 86
F.142Brenner auf StörungS. 86
F.160Brenner auf StörungS. 86
F.161Brenner auf StörungS. 86
F.163Brenner auf StörungS. 87
F.182Keine TrinkwassererwärmungS. 87
F.183Keine TrinkwassererwärmungS. 87
F.184Brenner auf StörungS. 87
F.185Brenner auf StörungS. 87
F.299Uhrzeit/Datum falschS. 87
F.342Keine Raumbeheizung, keine WarmwasserbereitungS. 87
F.345Brenner blockiert, automatische Freigabe nach Geräteabkühlung. Selbstständiger Wiederanlauf.S. 88
F.346Brenner auf StörungS. 88
F.348Brenner auf StörungS. 88
F.349Brenner auf StörungS. 88
F.350, F.351Brenner auf StörungS. 88
F.352Brenner auf StörungS. 89
F.353Brennerabschaltung mit Wiederanlauf bei bestehender AnforderungS. 89
F.354Brenner auf StörungS. 89
F.355Brenner auf StörungS. 89
F.357Brenner auf StörungS. 89
F.359Brenner auf StörungS. 90
F.361Brenner auf StörungS. 90
F.366, F.367Brenner auf StörungS. 90
F.369Brenner auf StörungS. 90
F.370Brenner auf StörungS. 90
F.372Brenner auf StörungS. 91
F.373Brenner auf StörungS. 91
F.377Brenner auf StörungS. 91
F.378Brenner auf StörungS. 91
F.379Brenner auf StörungS. 92
F.380Brenner auf StörungS. 92
F.381Brenner auf StörungS. 92
F.382Brenner auf StörungS. 92
F.383Brenner auf StörungS. 92
F.384Brenner auf StörungS. 92
F.385Brenner auf StörungS. 92
F.386Brenner auf StörungS. 92
F.387Brenner auf StörungS. 92
F.388Brenner auf StörungS. 93
F.395Brenner auf StörungS. 93
F.396Brenner auf StörungS. 93
F.399Brenner auf StörungS. 93
F.400Brenner auf StörungS. 93
F.401Brenner auf StörungS. 93
F.402Brenner auf StörungS. 93
F.403Brenner auf StörungS. 93
F.404Brenner auf StörungS. 93
F.405Brenner auf StörungS. 93
F.406, F.408Brenner auf StörungS. 93
F.410Brenner auf StörungS. 93
F.416Brenner blockiertS. 93
F.417, F.418Brenner auf StörungS. 93
F.425Anlage im Regelbetrieb, Bilanzierung außer BetriebS. 93
F.430Regelbetrieb nach Sollwerten des WärmeerzeugersS. 94
F.446Brenner auf StörungS. 94
F.447, F.448Brenner auf StörungS. 94
F.449, F.450Brenner auf StörungS. 94
F.451, F.452Brenner auf StörungS. 94
F.453Brenner auf StörungS. 94
F.454Brenner auf StörungS. 94
F.455Brenner auf StörungS. 94
F.456Brenner auf StörungS. 94
F.457Brenner auf StörungS. 94
F.463Brenner auf StörungS. 94
F.464Brenner auf StörungS. 95
F.467Brenner auf StörungS. 95
F.468Brenner auf StörungS. 96
F.471Keine WärmeanforderungS. 96
F.473Keine WärmeanforderungS. 96
F.474Brenner auf StörungS. 96
F.517Regelbetrieb, Fernbedienung ohne FunktionS. 96
F.527Brenner auf StörungS. 96
F.528Brenner auf StörungS. 96
F.530Solarfunktion eingeschränktS. 97
F.540Brenner auf StörungS. 97
F.544Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb.S. 97
F.545Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb.S. 97
F.546Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb.S. 97
F.547Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb.S. 97
F.548Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb.S. 98
F.549Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb.S. 98

Weitere Meldungen: Bedeutung laut Handbuch

Meldung im DisplayGruppeBedeutung laut HandbuchSeite
P.1WartungsmeldungWartung nach Zeitintervall steht bevor.S. 98
P.4WartungsmeldungHeizwasser nachfüllen.S. 98
P.8WartungsmeldungWartung nach Brennerbetriebsstunden steht bevor.S. 98
S.60StatusmeldungSommerbetrieb aktiv (Sparfunktion Außentemperatur)S. 98
S.74StatusmeldungHeizunterdrückung HeizenS. 98
S.75StatusmeldungTrinkwasserzirkulationspumpe aktivS. 98
S.94StatusmeldungKeine Anforderung externe Aufschaltung Heizkreis 1S. 98
S.95StatusmeldungKeine Anforderung externe Aufschaltung Heizkreis 2S. 98
S.96StatusmeldungKeine Anforderung externe Aufschaltung Heizkreis 3S. 98
A.11WarnungsmeldungAnlagendruck hat den Normalbereich unterschritten.S. 98
A.12WarnungsmeldungBatterie der Echtzeituhr entladen.S. 98
A.18WarnungsmeldungMöglicher Kondenswasserstau in der WärmezelleS. 99
A.20WarnungsmeldungServiceintervall konnte nicht aktiviert werden.S. 99
A.21WarnungsmeldungAnlagendruck hat den Maximaldruck überschritten.S. 99
I.56InformationExtern Anfordern aktivS. 99
I.57InformationExtern Sperren aktivS. 99
I.59InformationParameter wurden wiederhergestellt (Parametersatz wurde auf Elektronikmodul BCU geflasht).S. 99

Störungsbaum: Symptom, Prüfung, Maßnahme

Der Baum folgt den Kapiteln „Störungsbehebung“ (S. 79-99) und „Diagnose und Serviceabfragen“ (S. 76-77) des Hefts; die Prüfschritte stammen aus den angegebenen Handbuchstellen.

Display zeigt „Brennerstörung“ oder „Aktive Meldung“

  1. Meldung aufrufen: An der Bedieneinheit „Details“ wählen, falls Brennerstörungen vorliegen, sonst „Aktive Meldung“; unter „Fehler“ alle Störungsmeldungen anzeigen. Bedeutung der Störungscodes: Tabelle „Störungsmeldungen“ ab S. 82. (S. 79)
  2. Quittieren: Störungsanzeige über „Quittieren“ quittieren; auch Wartungsmeldungen werden quittiert. (S. 79)
  3. Wiederholung beachten: Falls eine quittierte Störung nicht behoben wird, erscheint die Störungsmeldung am nächsten Tag um 7:00 Uhr erneut und die Sammelstörmeldeeinrichtung wird wieder eingeschaltet. (S. 79)

„Verbindungsfehler“ im Display

  1. Verbindung prüfen: Verbindungsleitung und Stecker zwischen Zentral-Elektronikmodul HMU und Bedieneinheit HMI prüfen. (S. 79)

Störungscode F.5 – Volumenstrom wird nicht überwacht

  1. Sensorleitung prüfen: Stecker 33/X6 und Leitung zwischen Feuerungsautomat BCU und Volumenstromsensor prüfen. (S. 82)
  2. Spannungspegel messen: Spannungspegel prüfen, ob 5 V an Stecker 33, Pin 1 und 2 anliegen. (S. 82)
  3. Gerät neu starten: Netzschalter des Gas-Brennwertgeräts aus- und wieder einschalten. (S. 82)

Störungscode F.345 – Brenner blockiert, automatische Freigabe nach Geräteabkühlung

  1. Wärmeabnahme sicherstellen: Für ausreichende Wärmeabnahme sorgen; Füllstand der Heizungsanlage prüfen. (S. 88)

„Störung Teilnehm. …“ im Display

  1. Teilnehmer prüfen: Bei Störungen der Teilnehmern wird „Störung Teilnehm. …“ angezeigt; bei der Fehlersuche unbedingt die Teilnehmernummer der Komponente beachten und die angezeigte Komponente prüfen. (S. 98, S. 79)

Häufige Fragen

Wo finde ich die gespeicherten Störungen im Gerät?

Die letzten 10 aufgetretenen Störungen (auch behobene) und Wartungsmeldungen werden gespeichert und sind nach Aktualität geordnet über die Meldungshistorie abrufbar.

  1. Taste und OK gleichzeitig ca. 4 s lang drücken und loslassen.
  2. „Meldungshistorie“ wählen.
  3. OK tippen.
  4. Kategorie wählen: „Störungen“, „Wartungen“, „Status“, „Warnungen“ oder „Informationen“.

Quelle im Handbuch: S. 80

Was bedeutet die Meldung P.1 im Display?

P.1 ist eine Wartungsmeldung: Wartung nach Zeitintervall steht bevor. Wartungsmeldungen werden zusammen mit den Störungen quittiert und lassen sich nach durchgeführter Wartung im Service-Menü zurücksetzen.

  1. Taste und OK gleichzeitig ca. 4 s lang drücken und loslassen.
  2. „Wartungsmeldungen zurücksetzen“ wählen.
  3. OK tippen.

Quelle im Handbuch: S. 98, S. 79, S. 60

Wie hoch muss der Anlagendruck mindestens sein?

Beim Füllen gilt laut Handbuch ein Mindestanlagendruck von > 1,0 bar (0,1 MPa); der Zeiger am Manometer muss sich im grünen Bereich befinden.

  1. Befüllschlauch an Kesselfüll- und Entleerungshahn A im Heizungsvorlauf anschließen.
  2. Heizungsanlage füllen und Anlagendruck am Manometer D prüfen.

Quelle im Handbuch: S. 37

Warum kommt die quittierte Störungsmeldung wieder?

Falls eine quittierte Störung nicht behoben wird, erscheint die Störungsmeldung am nächsten Tag um 7:00 Uhr erneut.

  1. Störungsursache anhand der Störungsmeldungen-Tabelle (S. 82 ff.) beheben, erst dann quittieren.

Quelle im Handbuch: S. 79

Wie oft muss der Ladespeicher gereinigt werden?

Gemäß EN 806 sind Besichtigung und falls erforderlich Reinigung spätestens 2 Jahre nach Inbetriebnahme und danach bei Bedarf durchzuführen.

  1. Ladespeicher besichtigen, bei Bedarf reinigen und nach der Reinigung gründlich spülen.

Quelle im Handbuch: S. 53, S. 54

Sicherheitshinweise aus dem Handbuch

Die Sicherheitshinweise stehen auf S. 2-5 und gelten für Arbeiten an der Anlage wie für den Betrieb. Die folgenden Punkte bleiben hängen, weil sie im Störfall sofort relevant sind.

  • Zielgruppe: Diese Anleitung richtet sich ausschließlich an autorisierte Fachkräfte; Arbeiten an Gasinstallationen dürfen nur dazu berechtigte Installateure, Elektroarbeiten nur Elektrofachkräfte durchführen. (S. 2)
  • Bei Gasgeruch: Nicht rauchen, offenes Feuer und Funkenbildung verhindern, Gasabsperrhahn schließen, Fenster und Türen öffnen, Personen aus der Gefahrenzone entfernen, Gas- und Elektroversorgungs- unternehmen von außerhalb des Gebäudes benachrichtigen. (S. 4)
  • Bei Abgasgeruch: Heizungsanlage außer Betrieb nehmen, Aufstellort belüften, Türen zu Wohnräumen schließen, um eine Verbreitung der Abgase zu vermeiden. (S. 4)
  • Kondenswasser: Kondenswasser nicht mit Haut und Augen in Berührung bringen und nicht verschlucken; der Kontakt kann gesundheitliche Schäden verursachen. (S. 4)
  • Abluftgeräte: Gleichzeitiger Betrieb des Heizkessels mit Geräten mit Abluftführung ins Freie (z. B. Dunstabzugshauben) kann durch Rückstrom von Abgasen lebensbedrohende Vergiftungen verursachen; Verriegelungsschaltung einbauen oder für ausreichende Verbrennungsluftzufuhr sorgen. (S. 5)
  • Ersatzteile: Defekte Bauteile mit sicherheitstechnischer Funktion müssen durch Viessmann Originalteile ersetzt werden; bei Austausch ausschließlich Viessmann Originalteile oder von Viessmann freigegebene Ersatzteile verwenden. (S. 3)
  • Heiße Oberflächen: Gerät vor Wartungs- und Servicearbeiten ausschalten und abkühlen lassen; heiße Oberflächen an Heizkessel, Brenner, Abgassystem und Verrohrung nicht berühren. (S. 3)

Wartung, Inspektion und Diagnose

Erstinbetriebnahme, Inspektion und Wartung sind in Kapitel 4 (S. 29-61) gebündelt; die Arbeits- schritte-Tabelle auf S. 29-30 führt 43 Schritte mit Seitenzahlen auf. Diagnose und Serviceabfragen (Betriebsdaten, Aktorentest) stehen ab S. 76.

  • Magnesium-Schutzanode: Jährliche Funktionsprüfung der Magnesium-Schutzanode mit einem Anoden-Prüfgerät wird empfohlen; ist der Strom kleiner als 0,3 mA, muss die Anode einer Sichtprüfung unterzogen werden. (S. 52)
  • Ladespeicher: Besichtigung und falls erforderlich Reinigung spätestens 2 Jahre nach Inbetriebnahme und danach bei Bedarf; der Ladespeicher ist nach der Reinigung gründlich zu spülen. (S. 53)
  • Wartung zurücksetzen: Die Anzeige Wartung abfragen und nach durchgeführter Wartung über „Wartungsmeldungen zurücksetzen“ im Service-Menü zurücksetzen. (S. 60)
  • Betriebsdaten: Betriebsdaten sind im Service-Menü unter „Diagnose“ abfragbar; bei defektem Sensor erscheint „- – -“ im Display. (S. 76)
  • Aktorentest: Beim Start des Aktorentests werden alle Aktoren zuerst ausgeschaltet und Ventile in Mittelstellung gefahren; die Funktion ist 30 min lang aktiv. (S. 77)
  • Trinkwasserhygiene: Für eine optimale Trinkwasserhygiene Warmwassertemperaturen unter 50 °C vermeiden; bei größeren Anlagen und Anlagen mit geringem Wasseraustausch 60 °C nicht unterschreiten. (S. 60)

Technische Daten

Die Technische Daten stehen auf S. 119-123; folgende Angaben sind für die Supportarbeit am häufigsten gefragt.

MerkmalAngabe laut HandbuchSeite
BauartGas-Heizkessel, Bauart B und C, Kategorie II2N3PS. 119
Nenn-Wärmeleistungsbereich TV/TR = 50/30 °CErdgas und Flüssiggas je 2,5 – 11 / 2,5 – 19 / 2,5 – 25 / 2,5 – 32 kWS. 119
Nenn-Wärmeleistung bei Trinkwassererwärmung2,2 – 17,6 / 2,2 – 22 / 2,2 – 28,6 / 2,2 – 33,9 kWS. 119
GasanschlussdruckErdgas 20 mbar (2 kPa), Flüssiggas 50 mbar (5 kPa)S. 119
Max. zul. GasanschlussdruckErdgas 25,0 mbar, Flüssiggas 57,5 mbarS. 119
Zul. Betriebsdruck heizwasserseitig (PMS)3 bar (0,3 MPa)S. 120
Zul. Betriebsdruck trinkwasserseitig (PWM)10 bar (1 MPa)S. 120
Inhalt Ladespeicher100 lS. 120
Max. Trinkwassertemperatur60 °CS. 120
Zulässige Umgebungstemperaturbei Betrieb +5 bis +35 °C; bei Lagerung und Transport -5 bis +60 °CS. 120
Versorgungsspannung24 V DCS. 120
Elektr. Leistungsaufnahme im Auslieferungszustand38 / 51 / 78 / 110 WS. 120
Frequenzband Low Power Funk2400 – 2483,5 MHz, max. Sendeleistung 6 dBmS. 120
Abmessungen (Länge × Breite × Höhe)595 × 600 × 1400 mmS. 120
Gewicht ohne Heizwasser111,5 kgS. 120
Produkt-ID-NummerCE-0085CT0017S. 119
NOxKlasse 6; Einhaltung der 1. BImSchV-Grenzwerte laut Herstellerbescheinigung (S. 125)S. 119

Verwandte Teile und Zubehör

Das Heft nennt folgendes Zubehör beziehungsweise Bauteile mit Bezug zu Montage, Inbetriebnahme und Wartung; Bestellnummern führt es nicht auf (Ersatzteillisten sind laut S. 9 ein separates Dokument).

Teil / ZubehörAngabe im HandbuchBemerkungSeite
Anschluss-SetZum gas- und wasserseitigen Anschluss ist ein als Zubehör lieferbares Anschluss-Set zu verwenden.Aufputz-Montage nach oben oder zur Seite; eigene Montageanleitung beachten.S. 12
Anschluss-Set ZirkulationspumpeZubehör; wird von der Kesselrückseite montiert und zuerst angebaut.Zirkulationsanschluss Trinkwasser.S. 12
RückströmsicherungZubehör für die Mehrfachbelegung eines Abgassystems.Je eine in den Abgasanschluss und in den Mischkanal des Brenners einbauen.S. 19
SicherheitsmagnetventilEmpfohlen bei Einbau des Heizkessels unter Erdgleiche (Flüssiggas).Anschluss über Erweiterung EM-EA1.S. 20
Erweiterung EM-EA1Zubehör; zum Anschluss des Sicherheitsmagnetventils erforderlich.Elektronikmodul DIO.S. 20
Erweiterung EM-P1Zubehör zum Anschluss einer Umwälzpumpe, wenn der Ausgang P2 anderweitig genutzt wird.Für Heizkreis ohne Mischer hinter hydraulischer Weiche.S. 108
Anoden-PrüfgerätMessgerät (bis 5 mA) für die jährliche Funktionsprüfung der Magnesium-Schutzanode.S. 52
Batterie (Typ CR2032)Für das Zentral-Elektronikmodul HMU (Echtzeituhr).Bei Warnmeldung A.12 ersetzen.S. 98
ViStart-App / ViCare-App / VitoguideVerbindung über das integrierte WLAN-Kommunikationsmodul.Zugangscode-Aufkleber auf der Rückseite der Bedieneinheit.S. 35

Kapitel mit Seitenzahl

Viessmann Vitodens 222-F, Typ B2TF: So führt das Inhaltsverzeichnis auf PDF-Seite 6 die Kapitel; gedruckte Zahl und PDF-Seite sind hier gleich.

Kapitel im HandbuchSeite
Information Entsorgung der VerpackungS. 8
SymboleS. 8
Bestimmungsgemäße VerwendungS. 9
ProduktinformationS. 9
■ Vitodens 222-F, Typ B2TFS. 9
AnlagenbeispieleS. 9
ErsatzteillistenS. 10
Montagevorbereitung EinbringungS. 11
Aufstellung in NischenS. 11
Vorbereitungen zur Montage des HeizkesselsS. 12
■ Sicherheitsgruppe nach DIN 1988 und EN 806S. 15
Montageablauf Heizkessel aufstellenS. 16
■ TypenschildS. 16
Vorderblech abbauenS. 17
Heiz- und trinkwasserseitige AnschlüsseS. 18
■ Zirkulationsanschluss (Trinkwasser)S. 18
Siphon mit Wasser füllenS. 18
AbgasanschlussS. 19
GasanschlussS. 20
Elektrische AnschlüsseS. 21
■ Anschlussraum HMU öffnenS. 21
■ Bauseitige Anschlüsse am Zentral-Elektronikmodul HMUS. 22
■ Außentemperatursensor !S. 22
■ Anschluss Sensor Hydraulische Weiche )S. 22
■ Umwälzpumpe anschließen an P2S. 23
■ Anschluss potenzialfreier SchaltkontaktS. 23
■ Einstellung Schalter Abschlusswiderstand CAN-BUS prüfenS. 23
■ Netzanschluss Zubehör an Stecker lH/aBH (230 V ~)S. 24
■ Netzanschluss fÖS. 26
■ Betriebssicherheit und Systemvoraussetzungen WLANS. 26

 

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