Der Vitodens 222-F ist laut Titelblatt ein „Gas-Brennwertkompaktgerät mit 3,5-Zoll-Schwarz/Weiß-Display“ in Erdgas- und Flüssiggas-Ausführung; der Leistungsbereich des Typs B2TF reicht von 2,5 bis 32 kW (S. 1).
Die Produktinformation (S. 9) zählt als eingebaute Komponenten einen modulierenden MatriX-Plus-Brenner, einen Trinkwasser-Ladespeicher mit 100 l Inhalt, eine Hydraulik mit 3-Wege-Umschaltventil und drehzahlgeregelter Hocheffizienz-Umwälzpumpe, eine Regelung für witterungsgeführten Betrieb sowie ein Membran-Druckausdehnungsgefäß mit 18 l Inhalt auf; die Heizfläche ist eine Inox-Radial-Heizfläche. Bestimmt ist das Gerät laut S. 9 ausschließlich für die Erwärmung von Heizwasser in Trinkwasserqualität in geschlossenen Heizungssystemen.
Für die Einrichtung des WLAN-Betriebs ist ein integriertes WLAN-Kommunikationsmodul eingebaut, das die Inbetriebnahme mit der ViStart-App, die Verbindung mit der ViCare-App und die Anbindung an die digitale Servicezentrale Vitoguide unterstützt (S. 35).
Einordnung für den Support: Das vorliegende Heft ist die Fachkraft-Anleitung. Der Anlagenbetreiber erhält laut S. 60 die Bedienungsanleitung vom Ersteller der Anlage und wird in die Bedienung eingewiesen.
Merkmale laut Handbuch
| Merkmal | Angabe im Handbuch | Seite |
|---|---|---|
| Typ | B2TF, 2,5 bis 32 kW | S. 1 |
| Bauart | Gas-Heizkessel, Bauart B und C, Kategorie II2N3P | S. 119 |
| Brenner | modulierender MatriX-Plus-Brenner für Erdgas und Flüssiggas | S. 9 |
| Trinkwasser-Ladespeicher | Inhalt 100 l | S. 9 |
| Hydraulik | 3-Wege-Umschaltventil und drehzahlgeregelte Hocheffizienz-Umwälzpumpe | S. 9 |
| Regelung | witterungsgeführter Betrieb | S. 9 |
| Druckausdehnungsgefäß | Membran-Druckausdehnungsgefäß, 18 l Inhalt | S. 9 |
| Kommunikation | integriertes WLAN-Kommunikationsmodul (ViStart-App, ViCare-App, Vitoguide) | S. 35 |
| Schutzart | raumluftunabhängig IP X4, raumluftabhängig IP X0, jeweils gemäß EN 60529 | S. 119 |
Montage und Anschlüsse: Was die Serviceanleitung vorschreibt
Die Montagevorbereitung und der Montageablauf stehen auf S. 11-28. Für den gas- und wasserseitigen Anschluss ist laut S. 12 ein als Zubehör lieferbares Anschluss-Set zu verwenden; die Sicherheitsein- richtungen sind nach den gültigen Landesvorschriften zu installieren.
Montage-Grundlagen
- Einbringen: Gerät nicht auf Front oder Seitenwände ablegen oder belasten; Heizkessel beim Einbringen möglichst auf Palette belassen. (S. 11)
- Nische: Bei Einbau in Nischen die Zugänglichkeit gewährleisten (empfohlener Wandabstand 100 mm); andernfalls Netzschalter und elektrische Anschlüsse umbauen. (S. 11)
- Rohrleitungen: Um Geräteschäden zu vermeiden, alle Rohrleitungen last- und momentfrei anschließen. (S. 12)
- Typenschild: Das Typenschild ist im Gerät auf dem Kapselblech angebracht; das Zusatztypenschild muss vom Schornsteinfeger einsehbar außen am Gerät kleben. (S. 16)
- Kondensat-Siphon: Vor Inbetriebnahme den Siphon unbedingt mit Wasser füllen; mindestens 0,3 l Wasser in den Abgasanschluss füllen. Bei Frostgefahr erst unmittelbar vor der Inbetriebnahme füllen. (S. 18)
- Abgas-Mehrfachbelegung: Laufen mehrere Vitodens an einem gemeinsamen Abgassystem, ist an jedem Heizkessel eine Rückströmsicherung (Zubehör) in den Abgasanschluss und in den Mischkanal des Brenners einzubauen. (S. 19)
Gasanschluss
- Dichtheitsprüfung: Dichtheit aller gasseitigen Anschlüsse prüfen, auch geräteintern; Gasaustritt führt zu Explosionsgefahr. (S. 20)
- Lecksuchmittel: Zur Dichtheitsprüfung nur geeignete und zugelassene Lecksuchmittel (EN 14291) und Geräte verwenden; Rückstände nach der Prüfung entfernen. (S. 20)
- Prüfdruck: Max. Prüfüberdruck 150 mbar (15 kPa); bei höherem Druck für die Lecksuche Heizkessel und Gaskombiregler von der Hauptleitung trennen. (S. 20)
- Flüssiggas: Bei Einbau des Heizkessels unter Erdgleiche wird ein externes Sicherheitsmagnetventil empfohlen; zum Anschluss ist eine Erweiterung EM-EA1 (Zubehör) erforderlich. (S. 20)
Elektrischer Anschluss
- Absicherung: Absicherung max. 16 A; Netzanschluss und Schutzmaßnahmen nach IEC 60364-4-41, den VDE-Vorschriften und den Anschlussbedingungen des örtlichen Verteilnetzbetreibers ausführen. (S. 26)
- Trennvorrichtung: In der Netzanschlussleitung ist eine allpolige Trennvorrichtung der Überspannungs- kategorie III vorzusehen; zusätzlich wird eine allstromsensitive Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (FI Klasse B) empfohlen. (S. 26)
- WLAN-Empfang: Den Abstand zwischen Wärmeerzeuger und WLAN-Router so gering wie möglich wählen, um eine gute WLAN-Verbindung sicherzustellen. (S. 27)
Erstinbetriebnahme: Befüllen, Entlüften, Gasdruck prüfen
Kapitel 4 des Hefts listet auf S. 29-30 die Arbeitsschritte für Erstinbetriebnahme, Inspektion und Wartung mit Seitenzahlen auf. Die Erstinbetriebnahme läuft über den Inbetriebnahme-Assistenten: Gasabsperrhahn öffnen, Netzschalter einschalten, dann dem Assistenten folgen (S. 31); nach Ablauf des Assistenten sind Anschluss und Funktion der Aktoren über den Aktorentest zu prüfen (S. 31).
Anschlussdruck (Fließdruck) laut Handbuch
| Anschlussdruck Erdgas | Anschlussdruck Flüssiggas | Maßnahme laut Handbuch | Seite |
|---|---|---|---|
| < 20 mbar (2,0 kPa) | < 50 mbar (5,0 kPa) | Keine Inbetriebnahme vornehmen. Gasversorgungsunternehmen (GVU) bzw. Flüssiggaslieferanten benachrichtigen. | S. 41 |
| 20 – 25 mbar (2,0 – 2,5 kPa) | 50 – 57,5 mbar (5,0 – 5,75 kPa) | Heizkessel in Betrieb nehmen. | S. 41 |
| > 25 mbar (2,5 kPa) | > 57,5 mbar (5,75 kPa) | Separaten Gasdruckregler der Anlage vorschalten; Vordruck auf 20 mbar bei Erdgas und 50 mbar bei Flüssiggas einstellen. GVU bzw. Flüssiggaslieferanten benachrichtigen. | S. 41 |
Befüllen und Entlüften
- Anlagendruck: Heizungsanlage an Kesselfüll- und Entleerungshahn füllen; Mindestanlagendruck > 1,0 bar (0,1 MPa). Der Zeiger am Manometer muss sich im grünen Bereich befinden. (S. 37)
- Befüllfunktion: Die Befüllfunktion endet nach 20 min automatisch oder durch Tippen auf OK. (S. 37)
- Anlage entlüften: Prüfen, ob die Entlüftungsschraube am Schnellentlüfter der Heizkreispumpe offen ist; Entlüftungsfunktion aktivieren und anschließend den Druck über die Systemübersicht im Display prüfen. (S. 38)
- Entlüftungsprogramm: Im Entlüftungsprogramm wird 20 min lang die Umwälzpumpe je 30 s abwechselnd ein- und ausgeschaltet; der Brenner ist während des Entlüftungsprogramms ausgeschaltet. (S. 108)
Gasdruck und Abgas-Zuluft-System
- Anschlussdruck messen: Zur Messung des Anschlussdrucks geeignete Messgeräte mit einer Auflösung von mindestens 0,1 mbar (0,01 kPa) verwenden; Messwert ins Protokoll aufnehmen. (S. 41)
- AZ-System (Ringspaltmessung): Vereinfachte Dichtheitsprüfung bei gemeinsam geprüften Abgas-Zuluft-Systemen: CO2-Konzentration in der Verbrennungsluft im Ringspalt messen. Unter 0,2 % CO2 beziehungs- weise über 20,6 % O2 gilt die Abgasleitung als ausreichend dicht. (S. 45)
Meldungen und Fehlercodes
Bei einer Störung erscheint im Display „Brennerstörung“ oder „Aktive Meldung“ (S. 79). Die Meldungen werden an der Bedieneinheit aufgerufen und quittiert; die vorhandenen Störungsmeldungen sind abhängig von der Geräteausstattung (S. 82: „Störungsmeldungen abhängig von Geräteausstattung“).
Das Heft enthält eine Störungsmeldungen-Tabelle mit 121 Störungscodes von F.5 bis F.549 (S. 82-98) mit den Spalten „Verhalten der Anlage“, „Störungsursache“ und „Maßnahme“. Nachfolgend das vollständige Verzeichnis; die Spalte „Verhalten“ ist zeilenweise aus der Tabelle des Hefts zusammengesetzt, Ursache und Maßnahme stehen im PDF an der verlinkten Seite.
Dazu kommen die „Weitere Meldungen“ auf S. 98-99: Wartungsmeldungen (P.), Statusmeldungen (S.), Warnungsmeldungen (A.) und Informationen (I.). Eine Meldungshistorie speichert die letzten 10 aufgetretenen Störungen und Wartungsmeldungen (S. 80).
Wichtig für die Einordnung: Dieses Heft ist die Fachkraft-Serviceanleitung und enthält keine Anwender-Bedienkapitel (Heizen und Absenken einstellen, Warmwassertemperatur, Urlaubsschaltung); die Bedienungsanleitung für den Anlagenbetreiber ist ein separates Dokument, das laut S. 60 vom Ersteller der Anlage zu übergeben ist. Statuscodes im Stil „0H“ führt das Heft nicht aus.
Störungsmeldungen: alle 121 Störungscodes laut Handbuch
| Störungscode im Display | Verhalten der Anlage (laut Handbuch) | Seite |
|---|---|---|
| F.5 | Volumenstrom wird nicht überwacht. Anlage läuft mit Ersatzwert im normalen Betrieb weiter. | S. 82 |
| F.7 | Keine Trinkwassererwärmung | S. 82 |
| F.8 | Keine Trinkwassererwärmung | S. 82 |
| F.11 | Keine solare Trinkwassererwärmung oder Heizungsunterstützung | S. 82 |
| F.12 | Keine solare Trinkwassererwärmung | S. 82 |
| F.13 | Regelt nach 0 °C Außentemperatur. | S. 82 |
| F.14 | Regelt nach 0 °C Außentemperatur. | S. 83 |
| F.15 | Keine solare Trinkwassererwärmung oder Heizungsunterstützung | S. 83 |
| F.16 | Keine solare Trinkwassererwärmung oder Heizungsunterstützung | S. 83 |
| F.29 | Regelt ohne Vorlauftemperatursensor hydraulische Weiche. | S. 83 |
| F.30 | Regelt ohne Vorlauftemperatursensor hydraulische Weiche. | S. 83 |
| F.49 | Brenner auf Störung | S. 83 |
| F.50 | Brenner auf Störung | S. 83 |
| F.57 | Regelbetrieb ohne Raumeinfluss | S. 83 |
| F.58 | Regelbetrieb ohne Raumeinfluss | S. 83 |
| F.59 | Brenner blockiert | S. 83 |
| F.62 | Brenner auf Störung | S. 84 |
| F.63 | Brenner auf Störung | S. 84 |
| F.67 | Brenner auf Störung | S. 84 |
| F.68 | Brenner auf Störung | S. 84 |
| F.69 | Brenner auf Störung | S. 85 |
| F.70 | Brenner auf Störung | S. 85 |
| F.71 | Brenner auf Störung | S. 85 |
| F.72 | Brenner auf Störung | S. 85 |
| F.73 | Brenner auf Störung | S. 85 |
| F.74 | Brenner blockiert. Interne Umwälzpumpe aus. Keine Raumbeheizung und keine Trinkwassererwärmung. | S. 85 |
| F.77 | Brenner auf Störung | S. 85 |
| F.89 | Keine Raumbeheizung und keine Trinkwassererwärmung | S. 85 |
| F.91 | Funktion der betroffenen Erweiterung im Notbetrieb | S. 85 |
| F.92 | Funktion des betroffenen Elektronikmoduls im Notbetrieb | S. 86 |
| F.94 | Funktion des betroffenen Elektronikmoduls im Notbetrieb. Keine solare Heizungsunterstützung. | S. 86 |
| F.100 | Funktion der am PlusBus angeschlossenen Elektronikmodule außer Funktion | S. 86 |
| F.104 | Abhängig von Konfigurierung Erweiterung EM-EA1 (Elektronikmodul DIO) | S. 86 |
| F.142 | Brenner auf Störung | S. 86 |
| F.160 | Brenner auf Störung | S. 86 |
| F.161 | Brenner auf Störung | S. 86 |
| F.163 | Brenner auf Störung | S. 87 |
| F.182 | Keine Trinkwassererwärmung | S. 87 |
| F.183 | Keine Trinkwassererwärmung | S. 87 |
| F.184 | Brenner auf Störung | S. 87 |
| F.185 | Brenner auf Störung | S. 87 |
| F.299 | Uhrzeit/Datum falsch | S. 87 |
| F.342 | Keine Raumbeheizung, keine Warmwasserbereitung | S. 87 |
| F.345 | Brenner blockiert, automatische Freigabe nach Geräteabkühlung. Selbstständiger Wiederanlauf. | S. 88 |
| F.346 | Brenner auf Störung | S. 88 |
| F.348 | Brenner auf Störung | S. 88 |
| F.349 | Brenner auf Störung | S. 88 |
| F.350, F.351 | Brenner auf Störung | S. 88 |
| F.352 | Brenner auf Störung | S. 89 |
| F.353 | Brennerabschaltung mit Wiederanlauf bei bestehender Anforderung | S. 89 |
| F.354 | Brenner auf Störung | S. 89 |
| F.355 | Brenner auf Störung | S. 89 |
| F.357 | Brenner auf Störung | S. 89 |
| F.359 | Brenner auf Störung | S. 90 |
| F.361 | Brenner auf Störung | S. 90 |
| F.366, F.367 | Brenner auf Störung | S. 90 |
| F.369 | Brenner auf Störung | S. 90 |
| F.370 | Brenner auf Störung | S. 90 |
| F.372 | Brenner auf Störung | S. 91 |
| F.373 | Brenner auf Störung | S. 91 |
| F.377 | Brenner auf Störung | S. 91 |
| F.378 | Brenner auf Störung | S. 91 |
| F.379 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.380 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.381 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.382 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.383 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.384 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.385 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.386 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.387 | Brenner auf Störung | S. 92 |
| F.388 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.395 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.396 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.399 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.400 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.401 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.402 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.403 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.404 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.405 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.406, F.408 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.410 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.416 | Brenner blockiert | S. 93 |
| F.417, F.418 | Brenner auf Störung | S. 93 |
| F.425 | Anlage im Regelbetrieb, Bilanzierung außer Betrieb | S. 93 |
| F.430 | Regelbetrieb nach Sollwerten des Wärmeerzeugers | S. 94 |
| F.446 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.447, F.448 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.449, F.450 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.451, F.452 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.453 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.454 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.455 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.456 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.457 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.463 | Brenner auf Störung | S. 94 |
| F.464 | Brenner auf Störung | S. 95 |
| F.467 | Brenner auf Störung | S. 95 |
| F.468 | Brenner auf Störung | S. 96 |
| F.471 | Keine Wärmeanforderung | S. 96 |
| F.473 | Keine Wärmeanforderung | S. 96 |
| F.474 | Brenner auf Störung | S. 96 |
| F.517 | Regelbetrieb, Fernbedienung ohne Funktion | S. 96 |
| F.527 | Brenner auf Störung | S. 96 |
| F.528 | Brenner auf Störung | S. 96 |
| F.530 | Solarfunktion eingeschränkt | S. 97 |
| F.540 | Brenner auf Störung | S. 97 |
| F.544 | Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb. | S. 97 |
| F.545 | Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb. | S. 97 |
| F.546 | Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb. | S. 97 |
| F.547 | Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb. | S. 97 |
| F.548 | Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb. | S. 98 |
| F.549 | Mischer fährt zu. Heizkreispumpe ist in Betrieb. | S. 98 |
Weitere Meldungen: Bedeutung laut Handbuch
| Meldung im Display | Gruppe | Bedeutung laut Handbuch | Seite |
|---|---|---|---|
| P.1 | Wartungsmeldung | Wartung nach Zeitintervall steht bevor. | S. 98 |
| P.4 | Wartungsmeldung | Heizwasser nachfüllen. | S. 98 |
| P.8 | Wartungsmeldung | Wartung nach Brennerbetriebsstunden steht bevor. | S. 98 |
| S.60 | Statusmeldung | Sommerbetrieb aktiv (Sparfunktion Außentemperatur) | S. 98 |
| S.74 | Statusmeldung | Heizunterdrückung Heizen | S. 98 |
| S.75 | Statusmeldung | Trinkwasserzirkulationspumpe aktiv | S. 98 |
| S.94 | Statusmeldung | Keine Anforderung externe Aufschaltung Heizkreis 1 | S. 98 |
| S.95 | Statusmeldung | Keine Anforderung externe Aufschaltung Heizkreis 2 | S. 98 |
| S.96 | Statusmeldung | Keine Anforderung externe Aufschaltung Heizkreis 3 | S. 98 |
| A.11 | Warnungsmeldung | Anlagendruck hat den Normalbereich unterschritten. | S. 98 |
| A.12 | Warnungsmeldung | Batterie der Echtzeituhr entladen. | S. 98 |
| A.18 | Warnungsmeldung | Möglicher Kondenswasserstau in der Wärmezelle | S. 99 |
| A.20 | Warnungsmeldung | Serviceintervall konnte nicht aktiviert werden. | S. 99 |
| A.21 | Warnungsmeldung | Anlagendruck hat den Maximaldruck überschritten. | S. 99 |
| I.56 | Information | Extern Anfordern aktiv | S. 99 |
| I.57 | Information | Extern Sperren aktiv | S. 99 |
| I.59 | Information | Parameter wurden wiederhergestellt (Parametersatz wurde auf Elektronikmodul BCU geflasht). | S. 99 |
Störungsbaum: Symptom, Prüfung, Maßnahme
Der Baum folgt den Kapiteln „Störungsbehebung“ (S. 79-99) und „Diagnose und Serviceabfragen“ (S. 76-77) des Hefts; die Prüfschritte stammen aus den angegebenen Handbuchstellen.
Display zeigt „Brennerstörung“ oder „Aktive Meldung“
- Meldung aufrufen: An der Bedieneinheit „Details“ wählen, falls Brennerstörungen vorliegen, sonst „Aktive Meldung“; unter „Fehler“ alle Störungsmeldungen anzeigen. Bedeutung der Störungscodes: Tabelle „Störungsmeldungen“ ab S. 82. (S. 79)
- Quittieren: Störungsanzeige über „Quittieren“ quittieren; auch Wartungsmeldungen werden quittiert. (S. 79)
- Wiederholung beachten: Falls eine quittierte Störung nicht behoben wird, erscheint die Störungsmeldung am nächsten Tag um 7:00 Uhr erneut und die Sammelstörmeldeeinrichtung wird wieder eingeschaltet. (S. 79)
„Verbindungsfehler“ im Display
- Verbindung prüfen: Verbindungsleitung und Stecker zwischen Zentral-Elektronikmodul HMU und Bedieneinheit HMI prüfen. (S. 79)
Störungscode F.5 – Volumenstrom wird nicht überwacht
- Sensorleitung prüfen: Stecker 33/X6 und Leitung zwischen Feuerungsautomat BCU und Volumenstromsensor prüfen. (S. 82)
- Spannungspegel messen: Spannungspegel prüfen, ob 5 V an Stecker 33, Pin 1 und 2 anliegen. (S. 82)
- Gerät neu starten: Netzschalter des Gas-Brennwertgeräts aus- und wieder einschalten. (S. 82)
Störungscode F.345 – Brenner blockiert, automatische Freigabe nach Geräteabkühlung
- Wärmeabnahme sicherstellen: Für ausreichende Wärmeabnahme sorgen; Füllstand der Heizungsanlage prüfen. (S. 88)
„Störung Teilnehm. …“ im Display
- Teilnehmer prüfen: Bei Störungen der Teilnehmern wird „Störung Teilnehm. …“ angezeigt; bei der Fehlersuche unbedingt die Teilnehmernummer der Komponente beachten und die angezeigte Komponente prüfen. (S. 98, S. 79)
Häufige Fragen
Wo finde ich die gespeicherten Störungen im Gerät?
Die letzten 10 aufgetretenen Störungen (auch behobene) und Wartungsmeldungen werden gespeichert und sind nach Aktualität geordnet über die Meldungshistorie abrufbar.
- Taste und OK gleichzeitig ca. 4 s lang drücken und loslassen.
- „Meldungshistorie“ wählen.
- OK tippen.
- Kategorie wählen: „Störungen“, „Wartungen“, „Status“, „Warnungen“ oder „Informationen“.
Quelle im Handbuch: S. 80
Was bedeutet die Meldung P.1 im Display?
P.1 ist eine Wartungsmeldung: Wartung nach Zeitintervall steht bevor. Wartungsmeldungen werden zusammen mit den Störungen quittiert und lassen sich nach durchgeführter Wartung im Service-Menü zurücksetzen.
- Taste und OK gleichzeitig ca. 4 s lang drücken und loslassen.
- „Wartungsmeldungen zurücksetzen“ wählen.
- OK tippen.
Wie hoch muss der Anlagendruck mindestens sein?
Beim Füllen gilt laut Handbuch ein Mindestanlagendruck von > 1,0 bar (0,1 MPa); der Zeiger am Manometer muss sich im grünen Bereich befinden.
- Befüllschlauch an Kesselfüll- und Entleerungshahn A im Heizungsvorlauf anschließen.
- Heizungsanlage füllen und Anlagendruck am Manometer D prüfen.
Quelle im Handbuch: S. 37
Warum kommt die quittierte Störungsmeldung wieder?
Falls eine quittierte Störung nicht behoben wird, erscheint die Störungsmeldung am nächsten Tag um 7:00 Uhr erneut.
- Störungsursache anhand der Störungsmeldungen-Tabelle (S. 82 ff.) beheben, erst dann quittieren.
Quelle im Handbuch: S. 79
Wie oft muss der Ladespeicher gereinigt werden?
Gemäß EN 806 sind Besichtigung und falls erforderlich Reinigung spätestens 2 Jahre nach Inbetriebnahme und danach bei Bedarf durchzuführen.
- Ladespeicher besichtigen, bei Bedarf reinigen und nach der Reinigung gründlich spülen.
Sicherheitshinweise aus dem Handbuch
Die Sicherheitshinweise stehen auf S. 2-5 und gelten für Arbeiten an der Anlage wie für den Betrieb. Die folgenden Punkte bleiben hängen, weil sie im Störfall sofort relevant sind.
- Zielgruppe: Diese Anleitung richtet sich ausschließlich an autorisierte Fachkräfte; Arbeiten an Gasinstallationen dürfen nur dazu berechtigte Installateure, Elektroarbeiten nur Elektrofachkräfte durchführen. (S. 2)
- Bei Gasgeruch: Nicht rauchen, offenes Feuer und Funkenbildung verhindern, Gasabsperrhahn schließen, Fenster und Türen öffnen, Personen aus der Gefahrenzone entfernen, Gas- und Elektroversorgungs- unternehmen von außerhalb des Gebäudes benachrichtigen. (S. 4)
- Bei Abgasgeruch: Heizungsanlage außer Betrieb nehmen, Aufstellort belüften, Türen zu Wohnräumen schließen, um eine Verbreitung der Abgase zu vermeiden. (S. 4)
- Kondenswasser: Kondenswasser nicht mit Haut und Augen in Berührung bringen und nicht verschlucken; der Kontakt kann gesundheitliche Schäden verursachen. (S. 4)
- Abluftgeräte: Gleichzeitiger Betrieb des Heizkessels mit Geräten mit Abluftführung ins Freie (z. B. Dunstabzugshauben) kann durch Rückstrom von Abgasen lebensbedrohende Vergiftungen verursachen; Verriegelungsschaltung einbauen oder für ausreichende Verbrennungsluftzufuhr sorgen. (S. 5)
- Ersatzteile: Defekte Bauteile mit sicherheitstechnischer Funktion müssen durch Viessmann Originalteile ersetzt werden; bei Austausch ausschließlich Viessmann Originalteile oder von Viessmann freigegebene Ersatzteile verwenden. (S. 3)
- Heiße Oberflächen: Gerät vor Wartungs- und Servicearbeiten ausschalten und abkühlen lassen; heiße Oberflächen an Heizkessel, Brenner, Abgassystem und Verrohrung nicht berühren. (S. 3)
Wartung, Inspektion und Diagnose
Erstinbetriebnahme, Inspektion und Wartung sind in Kapitel 4 (S. 29-61) gebündelt; die Arbeits- schritte-Tabelle auf S. 29-30 führt 43 Schritte mit Seitenzahlen auf. Diagnose und Serviceabfragen (Betriebsdaten, Aktorentest) stehen ab S. 76.
- Magnesium-Schutzanode: Jährliche Funktionsprüfung der Magnesium-Schutzanode mit einem Anoden-Prüfgerät wird empfohlen; ist der Strom kleiner als 0,3 mA, muss die Anode einer Sichtprüfung unterzogen werden. (S. 52)
- Ladespeicher: Besichtigung und falls erforderlich Reinigung spätestens 2 Jahre nach Inbetriebnahme und danach bei Bedarf; der Ladespeicher ist nach der Reinigung gründlich zu spülen. (S. 53)
- Wartung zurücksetzen: Die Anzeige Wartung abfragen und nach durchgeführter Wartung über „Wartungsmeldungen zurücksetzen“ im Service-Menü zurücksetzen. (S. 60)
- Betriebsdaten: Betriebsdaten sind im Service-Menü unter „Diagnose“ abfragbar; bei defektem Sensor erscheint „- – -“ im Display. (S. 76)
- Aktorentest: Beim Start des Aktorentests werden alle Aktoren zuerst ausgeschaltet und Ventile in Mittelstellung gefahren; die Funktion ist 30 min lang aktiv. (S. 77)
- Trinkwasserhygiene: Für eine optimale Trinkwasserhygiene Warmwassertemperaturen unter 50 °C vermeiden; bei größeren Anlagen und Anlagen mit geringem Wasseraustausch 60 °C nicht unterschreiten. (S. 60)
Technische Daten
Die Technische Daten stehen auf S. 119-123; folgende Angaben sind für die Supportarbeit am häufigsten gefragt.
| Merkmal | Angabe laut Handbuch | Seite |
|---|---|---|
| Bauart | Gas-Heizkessel, Bauart B und C, Kategorie II2N3P | S. 119 |
| Nenn-Wärmeleistungsbereich TV/TR = 50/30 °C | Erdgas und Flüssiggas je 2,5 – 11 / 2,5 – 19 / 2,5 – 25 / 2,5 – 32 kW | S. 119 |
| Nenn-Wärmeleistung bei Trinkwassererwärmung | 2,2 – 17,6 / 2,2 – 22 / 2,2 – 28,6 / 2,2 – 33,9 kW | S. 119 |
| Gasanschlussdruck | Erdgas 20 mbar (2 kPa), Flüssiggas 50 mbar (5 kPa) | S. 119 |
| Max. zul. Gasanschlussdruck | Erdgas 25,0 mbar, Flüssiggas 57,5 mbar | S. 119 |
| Zul. Betriebsdruck heizwasserseitig (PMS) | 3 bar (0,3 MPa) | S. 120 |
| Zul. Betriebsdruck trinkwasserseitig (PWM) | 10 bar (1 MPa) | S. 120 |
| Inhalt Ladespeicher | 100 l | S. 120 |
| Max. Trinkwassertemperatur | 60 °C | S. 120 |
| Zulässige Umgebungstemperatur | bei Betrieb +5 bis +35 °C; bei Lagerung und Transport -5 bis +60 °C | S. 120 |
| Versorgungsspannung | 24 V DC | S. 120 |
| Elektr. Leistungsaufnahme im Auslieferungszustand | 38 / 51 / 78 / 110 W | S. 120 |
| Frequenzband Low Power Funk | 2400 – 2483,5 MHz, max. Sendeleistung 6 dBm | S. 120 |
| Abmessungen (Länge × Breite × Höhe) | 595 × 600 × 1400 mm | S. 120 |
| Gewicht ohne Heizwasser | 111,5 kg | S. 120 |
| Produkt-ID-Nummer | CE-0085CT0017 | S. 119 |
| NOx | Klasse 6; Einhaltung der 1. BImSchV-Grenzwerte laut Herstellerbescheinigung (S. 125) | S. 119 |
Verwandte Teile und Zubehör
Das Heft nennt folgendes Zubehör beziehungsweise Bauteile mit Bezug zu Montage, Inbetriebnahme und Wartung; Bestellnummern führt es nicht auf (Ersatzteillisten sind laut S. 9 ein separates Dokument).
| Teil / Zubehör | Angabe im Handbuch | Bemerkung | Seite |
|---|---|---|---|
| Anschluss-Set | Zum gas- und wasserseitigen Anschluss ist ein als Zubehör lieferbares Anschluss-Set zu verwenden. | Aufputz-Montage nach oben oder zur Seite; eigene Montageanleitung beachten. | S. 12 |
| Anschluss-Set Zirkulationspumpe | Zubehör; wird von der Kesselrückseite montiert und zuerst angebaut. | Zirkulationsanschluss Trinkwasser. | S. 12 |
| Rückströmsicherung | Zubehör für die Mehrfachbelegung eines Abgassystems. | Je eine in den Abgasanschluss und in den Mischkanal des Brenners einbauen. | S. 19 |
| Sicherheitsmagnetventil | Empfohlen bei Einbau des Heizkessels unter Erdgleiche (Flüssiggas). | Anschluss über Erweiterung EM-EA1. | S. 20 |
| Erweiterung EM-EA1 | Zubehör; zum Anschluss des Sicherheitsmagnetventils erforderlich. | Elektronikmodul DIO. | S. 20 |
| Erweiterung EM-P1 | Zubehör zum Anschluss einer Umwälzpumpe, wenn der Ausgang P2 anderweitig genutzt wird. | Für Heizkreis ohne Mischer hinter hydraulischer Weiche. | S. 108 |
| Anoden-Prüfgerät | Messgerät (bis 5 mA) für die jährliche Funktionsprüfung der Magnesium-Schutzanode. | S. 52 | |
| Batterie (Typ CR2032) | Für das Zentral-Elektronikmodul HMU (Echtzeituhr). | Bei Warnmeldung A.12 ersetzen. | S. 98 |
| ViStart-App / ViCare-App / Vitoguide | Verbindung über das integrierte WLAN-Kommunikationsmodul. | Zugangscode-Aufkleber auf der Rückseite der Bedieneinheit. | S. 35 |
Kapitel mit Seitenzahl
Viessmann Vitodens 222-F, Typ B2TF: So führt das Inhaltsverzeichnis auf PDF-Seite 6 die Kapitel; gedruckte Zahl und PDF-Seite sind hier gleich.
| Kapitel im Handbuch | Seite |
|---|---|
| Information Entsorgung der Verpackung | S. 8 |
| Symbole | S. 8 |
| Bestimmungsgemäße Verwendung | S. 9 |
| Produktinformation | S. 9 |
| ■ Vitodens 222-F, Typ B2TF | S. 9 |
| Anlagenbeispiele | S. 9 |
| Ersatzteillisten | S. 10 |
| Montagevorbereitung Einbringung | S. 11 |
| Aufstellung in Nischen | S. 11 |
| Vorbereitungen zur Montage des Heizkessels | S. 12 |
| ■ Sicherheitsgruppe nach DIN 1988 und EN 806 | S. 15 |
| Montageablauf Heizkessel aufstellen | S. 16 |
| ■ Typenschild | S. 16 |
| Vorderblech abbauen | S. 17 |
| Heiz- und trinkwasserseitige Anschlüsse | S. 18 |
| ■ Zirkulationsanschluss (Trinkwasser) | S. 18 |
| Siphon mit Wasser füllen | S. 18 |
| Abgasanschluss | S. 19 |
| Gasanschluss | S. 20 |
| Elektrische Anschlüsse | S. 21 |
| ■ Anschlussraum HMU öffnen | S. 21 |
| ■ Bauseitige Anschlüsse am Zentral-Elektronikmodul HMU | S. 22 |
| ■ Außentemperatursensor ! | S. 22 |
| ■ Anschluss Sensor Hydraulische Weiche ) | S. 22 |
| ■ Umwälzpumpe anschließen an P2 | S. 23 |
| ■ Anschluss potenzialfreier Schaltkontakt | S. 23 |
| ■ Einstellung Schalter Abschlusswiderstand CAN-BUS prüfen | S. 23 |
| ■ Netzanschluss Zubehör an Stecker lH/aBH (230 V ~) | S. 24 |
| ■ Netzanschluss fÖ | S. 26 |
| ■ Betriebssicherheit und Systemvoraussetzungen WLAN | S. 26 |
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