Das ASRock H87 Pro4 ist ein ATX-Mainboard für Intel-Prozessoren der vierten Generation im Sockel LGA1150, ausgestattet mit dem Chipsatz Intel H87, vier DDR3-Speicherplätzen und sechs SATA3-Anschlüssen (Seite 2 und Seite 4). Diese Seite fasst die verbindlichen Angaben des originalen Herstellerhandbuchs zusammen: die technischen Daten, die Installationsschritte für Prozessor, Speicher und Erweiterungskarten, die Anschlüsse am Gehäuse und die UEFI-Einstellungen; jede Zeile und jede Antwort nennt die gedruckte Seite, auf der die Angabe steht. Das Handbuch des Herstellers ist ausschliesslich in englischer Sprache erschienen: Die Datei trägt den Titel H87 Pro4 User Manual, jede Seite des Textteils weist in der Kopfzeile H87 Pro4 und English aus, und eine deutschsprachige Ausgabe ist beim Hersteller nicht abrufbar. Diese Seite ist daher aus dem englischen Original gearbeitet, und alle Seitenangaben beziehen sich auf dessen gedruckte Seitenzahlen. Das Dokument ist ein Hardware- und BIOS-Handbuch; es enthält kein Kapitel mit Fehlercodes, die Diagnosehinweise stammen aus den Installationskapiteln und dem UEFI-Teil, die Bestandteile für den Bau und für den Nachkauf sind im Kapitel über das Motherboard-Layout und in der Anschlussübersicht beschrieben.
Technische Daten
| Merkmal | Wert | Seite |
|---|---|---|
| Typenbezeichnung | ASRock H87 Pro4, ATX-Format. Die Modellbezeichnung steht in der Kopfzeile jeder Textseite des Handbuchs. | 10 und 11 |
| Sprache des Herstellerhandbuchs | Nur Englisch. Das Dokument ist als H87 Pro4 User Manual erschienen, jede Kapitelüberschrift und jede Kopfzeile weist English aus. Eine deutschsprachige Ausgabe stellt der Hersteller nicht bereit; diese Seite beruht auf dem englischen Original, alle Seitenangaben folgen dessen gedruckter Zählung. | 1 bis 88 |
| Version und Erscheinungsjahr | Version 1.0, veröffentlicht im März 2013 | Vorspann (PDF-Seite 2, ohne gedruckte Seitenzahl) |
| Formfaktor und Ausführung | ATX Form Factor, Ausführung mit rundum verbauten Festkondensatoren (All Solid Capacitor design) | 2 |
| Chipsatz | Intel H87, mit Intel Small Business Advantage 2.0 | 2 |
| Prozessor | LGA1150, 4. Generation Intel Core i7 / i5 / i3, Xeon, Pentium und Celeron | 2 und 15 |
| Speicher | 4x DDR3 DIMM, 240 Pin, Dual Channel, DDR3 1600 / 1333 / 1066 non-ECC ungepuffert, max. 32 GB, Intel XMP 1.3 / 1.2 | 2 |
| Erweiterungsschächte | 1x PCI Express 3.0 x16 (PCIE2), 3x PCI Express 2.0 x1 (PCIE1, PCIE3, PCIE4), 2x PCI (PCI1, PCI2) | 2 und 21 |
| Interne Datenspeicheranschlüsse | 6x SATA3 mit 6,0 Gb/s, RAID 0, 1, 5 und 10 sowie NCQ, AHCI und Hot Plug | 4 |
| Netzwerkanschluss | Gigabit LAN 10/100/1000 Mb/s mit Intel I217V, Wake-on-LAN, Energy Efficient Ethernet 802.3az, PXE | 3 |
| Audio | 7.1-Kanal-HD-Audio mit Content Protection, Realtek ALC892 | 3 |
| Anschlüsse an der Rückseite | 1x PS/2 Tastatur, 1x D-Sub, 1x DVI-D, 1x HDMI, 2x USB 2.0, 4x USB 3.0, 1x RJ-45 mit ACT/LINK- und SPEED-LED, 6x Audio-Buchse | 3 und 12 |
| Onboard-Anschlüsse und Steckerleisten | 1x ATX 24-Pin, 1x ATX 12V 8-Pin, 1x CPU-Lüfter 4-Pin, 1x CPU-Lüfter 3-Pin, 2x Gehäuselüfter 4-Pin, 1x Netzteillüfter 3-Pin, 1x System-Panel-Header 9-Pin, 1x Power-LED-Header, 2x USB 2.0-Header, 1x USB 3.0-Header, 1x Front-Audio-Header, 1x SPDIF-Ausgang, 1x COM-Header, 1x IR-Header, 1x Gehäuselautsprecher-Header, 1x Clear-CMOS-Jumper | 4, 10 und 23 bis 26 |
| BIOS | 64 Mb AMI UEFI mit mehrsprachiger Oberfläche, ACPI 1.1, SMBIOS 2.3.1, Spannungsanpassung für CPU, DRAM und PCH 1,05 V | 4 |
| Hardwareüberwachung | Temperaturmessung für CPU und Gehäuse, Drehzahlmessung für CPU, Gehäuse und Netzteillüfter, Überwachung der Spannungen +12 V, +5 V, +3,3 V und CPU Vcore | 4 und 82 |
| Zertifizierungen | FCC, CE, WHQL, ErP/EuP Ready. Für ErP/EuP wird ein entsprechend ausgelegtes Netzteil vorausgesetzt. | 5 |
| Betriebssysteme | Microsoft Windows 8 und 7, jeweils 32 Bit und 64 Bit. Die genannten Schnellstart- und Vernetzungsfunktionen setzen Windows 8 oder 7 voraus. | 4, 32 und 37 |
| Lieferumfang laut Handbuch | Mainboard, Kurzanleitung, Support-CD, 2x Serial-ATA-Datenkabel (als optional gekennzeichnet), 1x Anschlussblende für die Rückseite | 1 |
| Kompatible Geräte | Jedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann. | 1 |
Alle Werte stammen aus Kapitel 1 des englischen Originals, überwiegend aus Abschnitt 1.2 Specifications (Seiten 2 bis 5), ergänzt um Abschnitt 1.5 I/O Panel (Seiten 12 und 13) und die Anschlussübersicht des Motherboard-Layouts (Seiten 10 und 11). Das Dokument enthält keine Verbrauchsangaben in Watt, keine Angabe zur maximalen Leistungsaufnahme des Mainboards, keine Abmessungen in Millimetern, kein Gewicht und keine Angaben zur Lieferzeit; ein Verbrauchswert lässt sich daraus nicht ableiten. Ebenso fehlt jede Angabe zu einer deutschsprachigen Ausgabe, weil das Herstellerhandbuch nur in englischer Sprache vorliegt. Die Leistungsangaben des Netzteils, der Prozessors und der angeschlossenen Karten bestimmen den tatsächlichen Verbrauch des Systems, das Handbuch stellt dazu keine Zahlen bereit.
Hinweis zur Seitenzählung: Die PDF-Datei umfasst 93 Seiten, das gedruckte Handbuch 88 Seiten. Seite 1 des gedruckten Textes steht auf PDF-Seite 6, Seite 88 auf PDF-Seite 93, dazwischen gilt durchgehend eine Differenz von fünf Seiten: gedruckte Seite n entspricht PDF-Seite n plus 5. Die ersten fünf PDF-Seiten sind Deckblatt, Copyright- und Haftungsvorbehalt sowie ein zweiteliges Inhaltsverzeichnis und tragen keine gedruckte Seitenzahl. Die daraus abgeleiteten Seitenzahlen dieser Seite sind die Zahlen des englischen Originals, nicht die Position in der PDF-Datei. Seitenangaben, die eine Seite ohne Druckzahl betreffen, sind im Text als Vorspann gekennzeichnet.
Kompatible Geräte: Jedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann.
Häufige Fragen
Gibt es die Bedienungsanleitung auf Deutsch?
Nein. Das Handbuch des Herstellers für dieses Mainboard ist nur in englischer Sprache erschienen. Der Titel lautet H87 Pro4 User Manual, jede Kapitelüberschrift und jede Kopfzeile der Textseiten weist English aus, und ein entsprechender Abruf einer deutschsprachigen Fassung beim Hersteller ergibt keinen Treffer. Diese Seite ist deshalb aus dem englischen Original gearbeitet, und jede Seitenangabe verweist auf eine gedruckte Seite dieses Originals. Ein eigenständiges deutsches Kapitel des Herstellers existiert nicht (Seiten 1 bis 88).
Welche Prozessoren passen auf dieses Mainboard?
Das Mainboard nimmt Prozessoren im Sockel LGA1150 auf, ausgehend von der 4. Generation Intel Core bis hin zu Xeon, Pentium und Celeron. Vor dem Einsetzen prüft das Handbuch PnP-Schutzkappe, Verschmutzung der Prozessorfläche und verbogene Kontakte im Sockel; wird die CPU bei einem dieser Befunde dennoch mit Gewalt eingedrückt, wird sie schwer beschädigt. Alle Netzkabel müssen vor dem Einsetzen gezogen sein (Seiten 2 und 15).
Wie werden die Speichermodule bestückt?
Für den Dual-Channel-Betrieb sind jeweils zwei identische Module derselben Marke, Geschwindigkeit, Kapazität und Chip-Art nötig, bevorzugt in den Kombinationen DDR3_A1 und DDR3_A2, danach A1 und B1, dann alle vier. Mit nur einem oder mit drei Modulen lässt sich der Dual Channel nicht aktivieren. Ein DDR- oder DDR2-Modul darf nicht in einen DDR3-Slot eingesetzt werden. Das Modul passt nur in einer Ausrichtung; falsch herum eingesetzt verursachen Modul und Mainboard dauerhaften Schaden (Seite 19).
Welche Erweiterungskarten können eingebaut werden?
Das Mainboard bietet zwei PCI-Slots für Karten mit 32-Bit-PCI-Schnittstelle sowie vier PCI-Express-Slots: PCIE2 als PCI Express 3.0 x16 für Grafikkarten, PCIE1, PCIE3 und PCIE4 jeweils als PCI Express 2.0 x1. Vor dem Einbau muss das Netzteil abgeschaltet und das Netzkabel gezogen sein; die Einstellungen der Karte sind vor dem Einsetzen zu prüfen (Seite 21).
Welche Anschlüsse stehen an der Rückseite zur Verfügung?
Die Rückseite führt einen PS/2-Anschluss für die Tastatur, D-Sub, DVI-D und HDMI für die Bildausgabe, je zwei USB 2.0 und vier USB 3.0 Anschlüsse, eine RJ-45-Buchse mit zwei LEDs sowie sechs Audio-Buchsen für Seitlautsprecher, Rücklautsprecher, Center und Bass, Line-in, Frontlautsprecher und Mikrofon. Die Zuordnung der Buchsen hängt vom angeschlossenen Lautsprechersystem ab; eine Tabelle weist die Kanäle 2, 4, 6 und 8 den Buchsen zu (Seiten 3 und 12).
Wie lässt sich prüfen, ob die Netzwerkverbindung steht?
Jede RJ-45-Buchse trägt zwei LEDs. Die ACT/LINK-LED bleibt aus, wenn keine Verbindung besteht, blinkt bei Datenaktivität und leuchtet dauerhaft bei vorhandener Verbindung. Die SPEED-LED zeigt die Geschwindigkeit an: aus bei 10 Mb/s, orange bei 100 Mb/s, grün bei 1 Gb/s. Ein Blinken der ACT/LINK-LED bei fehlendem Netzwerkzugriff ist deshalb kein Fehler, sondern meldet Datenverkehr (Seite 13).
Wie setzt man das BIOS zurück?
Über den Jumper CLRCMOS1. Das System wird ausgeschaltet und das Netzkabel gezogen, danach wartet man 15 Sekunden und überbrückt Pin 2 und Pin 3 des Jumpers für 5 Sekunden. Unmittelbar nach einem BIOS-Update darf der Speicher nicht gelöscht werden; in diesem Fall zuerst das System starten und wieder herunterfahren. Passwort, Datum, Uhrzeit und das gespeicherte Benutzerprofil werden nur dann mitgelöscht, wenn zusätzlich die CMOS-Batterie entfernt wird (Seite 22).
Wie kommt man in die UEFI-Einstellungen?
Unmittelbar nach dem Einschalten mit F2 oder Entf, oder nach dem POST-Test mit Strg, Alt und Entf, über die Reset-Taste des Gehäuses oder durch Ausschalten und Wiedereinschalten. Die Menüleiste führt die Einträge Main, OC Tweaker, Advanced, Tool, H/W Monitor, Boot, Security und Exit. Navigation erfolgt über Pfeiltasten und Eingabetaste, F9 lädt die optimalen Standardwerte, F10 speichert und beendet (Seiten 55 und 56).
Welche Einstellungen im OC Tweaker sollte man nicht anfassen?
Das Handbuch warnt ausdrücklich davor, in Advanced falsche Werte zu setzen, weil das System dann fehlerhaft arbeiten kann. Im OC Tweaker lassen sich unter anderem CPU Ratio, Filter PLL Frequency, Long und Short Duration Power Limit, RAM-Spannungen und diverse DRAM-Timings verändern; das Handblatt warnt vor dem Risiko des Übertaktens für Stabilität und Bauteile (Seiten 5, 58 bis 65 und 66).
Was bedeutet ein Wechsel des SATA-Modus auf AHCI?
Der SATA-Modus wird in Advanced unter Storage Configuration auf IDE, AHCI oder RAID gestellt. Wird Windows im IDE-Modus installiert und danach direkt auf AHCI umgestellt, kann das System laut Handbuch beim Start abstürzen. Das Handbuch beschreibt deshalb den Weg über die Registry, wonach der Wert Start von msahci von 3 auf 0 zu setzen ist, mit dem ausdrücklichen Hinweis, vorher wichtige Daten zu sichern. AGGRESSIVE LINK POWER MANAGEMENT wird nur im AHCI-Modus unterstützt (Seiten 32, 37 und 71).
Wie verhält sich das System nach einem Stromausfall?
Im UEFI lässt sich unter Advanced die Einstellung Restore on AC/Power Loss festlegen. Bei der Wahl Power Off bleibt das System nach Rückkehr der Netzspannung ausgeschaltet, bei Power On startet es erneut. Wird das System während eines BIOS-Updates vom Strom getrennt, führt Crashless BIOS den Vorgang nach Rückkehr der Spannung automatisch zu Ende; die BIOS-Datei muss dafür im Wurzelverzeichnis eines USB-Sticks liegen, unterstützt werden nur USB 2.0 Anschlüsse (Seiten 7 und 70).
Kann das Mainboard aus dem Ruhezustand aufwachen?
Ja, über mehrere dokumentierte Wege. Unter ACPI Configuration lassen sich Aufwachen über PS/2-Tastatur, PCI-Geräte mit Wake-on-LAN, die Onboard-Netzwerkschnittstelle Intel I217V, der Ring-In eines COM-Modems, ein RTC-Alarm sowie USB-Tastatur, USB-Maus oder USB-Fernbedienung aktivieren. Für die Intel Remote Wake Technology muss PCI Devices Power On gesetzt sein (Seiten 42, 76 und 77).
Welche Sicherungseinstellungen kennt das UEFI?
Der Bereich Security bietet Supervisor Password und User Password sowie Secure Boot für Windows 8. Nur der Administrator ändert Einstellungen, Benutzerkonten können dies nicht; ein leeres Feld mit Eingabetaste entfernt das jeweilige Passwort. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Übergabeschutz für USB-Geräte nur mit kompatibler Hardware und aktueller BIOS-Version erreicht wird (Seite 86).
Woher stammen Treiber und Zusatzprogramme?
Von der mitgelieferten Support-CD. Deren Hauptmenü erscheint automatisch, wenn AUTORUN aktiviert ist, andernfalls startet die Datei ASRSETUP.EXE. Die Treiberseite erkennt die zum System passenden Treiber selbst; für die Installation der Zusatzprogramme von A-Tuning, Intel Rapid Start, Intel Smart Connect, MeshCentral, Splashtop Streamer und Intel Extreme Tuning Utility gibt es eigene Ordner auf der CD. Wer kein Laufwerk besitzt, kann Treiber über Easy Driver Installer aus dem UEFI über einen USB-Speicher einrichten (Seiten 27, 38, 43, 47 und 79).
Fehlercodetabelle
Das Handbuch für dieses Mainboard enthält kein Kapitel mit Fehlercodes und keine Fehlercodetabelle. Es handelt sich um ein Hardware- und BIOS-Handbuch, in dem kein Gerät einen Fehlercode anzeigt. Die Zuordnungen F01 bis F14 sind deshalb die Diagnose-Systematik dieser Seite und keine Herstellernummern; sie übersetzen die beschriebenen Zustände in eine einheitliche Nummerierung. Als Grundlage dienen Kapitel 2 Installation mit den Abschnitten Installing the CPU (Seite 15), Installing Memory Modules (Seite 19), Expansion Slots (Seite 21), Jumpers Setup (Seite 22) und Onboard Headers and Connectors (Seiten 23 bis 26) sowie Kapitel 4 UEFI SETUP UTILITY mit dem Advanced-, Boot-, Hardware-Health- und Security-Bereich (Seiten 66, 82, 83 und 86). Die Spalte Anzeige am Gerät beschreibt daher das dokumentierte Symptom und keine Fehlermeldung.
| Code | Anzeige am Gerät | Mögliche Ursache | Vorgehen | Seite |
|---|---|---|---|---|
| F01 | Keine Reaktion auf den Ein/Aus-Schalter, PLED bleibt dunkel | Netzanschlüsse am Mainboard nicht belegt, Netzteil oder Netzkabel ohne Funktion | System ausschalten, Netzkabel ziehen, 24-Pin-ATX und 8-Pin-ATX12V wieder fest einstecken, Netzteil erneut prüfen | 26 |
| F02 | PWRBTN am Gehäuse schaltet nicht ein oder nicht aus | Falsche Belegung am System-Panel-Header PANEL1, Gehäusehersteller nutzt abweichende Pinbelegung | Kabel neu belegen und dabei positive und negative Pins unterscheiden, Netzanschluss der Baugruppe prüfen | 23 |
| F03 | RESET am Gehäuse führt keinen Neustart aus, System hängt fest | System eingefroren, Reset-Kontakt am Header falsch angeschlossen | Reset-Taste drücken; zusätzlich Neustart über Netzteil aus, Warten, Netzteil wieder einschalten | 23 und 55 |
| F04 | PLED blinkt statt dauerhaft zu leuchten | System befindet sich im Energiesparmodus S1 oder S3 | Kein Fehler, LED blinkt im Schlafzustand. Tastatur oder Maus bewegen, um aufzuwachen | 23 |
| F05 | PLED dunkel trotz eingeschaltetem System | System steht im Zustand S4 oder ausgeschaltet (S5), oder PLED-Kontakt am Power-LED-Header ist falsch belegt | Power-LED-Header PLED1 neu belegen; Good Night LED prüfen, das Power- und HDD-LED im laufenden Betrieb abschaltet | 23, 24 und 70 |
| F06 | HDLED leuchtet dauerhaft oder bleibt trotz Zugriff dunkel | Kontakt am Gehäuse-Frontpanel falsch belegt, oder ein Abschaltmodus wie Good Night LED unterdrückt die Anzeige | Kabelzuordnung am System-Panel-Header prüfen, Pins HDLED und HDLED+ unterscheiden, Modus im UEFI prüfen | 23 und 70 |
| F07 | ACT/LINK-LED an der RJ-45-Buchse bleibt dunkel | Kein Link zum Netzwerk, Kabel oder Anschluss gestört, oder die Onboard-Netzwerkschnittstelle ist im UEFI abgeschaltet | Anschluss prüfen; Onboard LAN unter Advanced aktivieren; ACT/LINK-LED blinkt dauerhaft bei Datenaktivität | 13 und 70 |
| F08 | SPEED-LED orange statt grün | Verbindung wird mit 100 Mb/s statt mit 1 Gb/s betrieben | Kein Defekt, sondern Anzeige der tatsächlichen Geschwindigkeit. Kabel und Ports prüfen, grün entspricht 1 Gb/s, aus bedeutet 10 Mb/s | 13 |
| F09 | Kein Bild nach dem Einschalten, das UEFI lässt sich nicht aufrufen | Ein Ultra Fast Modus von Fast Boot verhindert den Einstieg ins UEFI, weil der Start zu schnell abläuft | Laut Handblatt bleibt nur der Weg über das Löschen des CMOS-Speichers oder über Restart to UEFI im laufenden Betrieb | 83 |
| F10 | System schaltet sich unerwartet ab | Überschreiten der Temperatur, Over Temperature Protection schaltet das System automatisch herunter | Im H/W Monitor Temperaturen und Lüfterdrehzahlen prüfen, CPU-Lüfter und Gehäuselüfter korrekt anschließen, schwarzes Kabel auf Masse legen | 82 und 25 |
| F11 | Speicherleistung bleibt trotz zweier Module auf halber Bandbreite | Dual Channel nicht aktiv, weil nur ein oder drei Module bestückt sind oder die Paare nicht identisch sind | Auf die empfohlenen Paarungen umstellen, bevorzugt DDR3_A1 und DDR3_A2; nur identische Module verwenden | 19 |
| F12 | Nach einem BIOS-Update startet das System nicht mehr wie zuvor | Fehlerhafte Einstellungen im BIOS oder nach mehreren Fehlstartversuchen hat Boot Failure Guard die Standardwerte wiederhergestellt | System starten und wieder herunterfahren, dann CLRCMOS1 wie beschrieben überbrücken; F9 lädt die optimalen Standardwerte | 22, 56 und 84 |
| F13 | Laufwerk wird nicht erkannt, System bleibt beim Start stehen | Falscher SATA-Modus, nicht belegter SATA3-Anschluss oder defektes Datenkabel an SATA3_0 bis SATA3_5 | SATA Mode unter Storage Configuration prüfen, Datenkabel neu einstecken; Moduswechsel auf AHCI nur nach dem beschriebenen Registry-Weg | 24, 32 und 71 |
| F14 | Kein Ton aus den Frontlautsprechern oder falsche Kanalzuordnung | Kabel am Front-Audio-Header HD_AUDIO1 ohne Unterstützung des Jack-Sensing oder Anschluss in der falschen Buchse | Kabelzuordnung nach Tabelle vornehmen; bei einem AC97-Panel die Schritte A bis D beachten und FrontMic im Realtek-Regler einstellen | 13 und 25 |
Die Codes F01 bis F14 sind keine Herstellernummern. Das Originalhandbuch enthält keine Fehlernummernliste und keine Anzeige von Fehlercodes am Gerät, es handelt sich um ein Hardware- und BIOS-Handbuch. Die Spalte Anzeige am Gerät gibt daher das dokumentierte Symptom wieder, abgeleitet aus Kapitel 2 Installation (CPU und Sockel Seite 15, Speicher Seite 19, Erweiterungskarten Seite 21, Jumper Seite 22, Onboard Header Seiten 23 bis 26), der LED-Tabelle des LAN-Ports (Seite 13) und Kapitel 4 UEFI SETUP UTILITY (Advanced Seite 66, Storage Configuration Seite 71, Hardware Health Event Monitoring Seite 82, Boot Screen Seiten 83 und 84, Security Seite 86). Alle Seitenangaben folgen der gedruckten Zählung des englischen Originals. Fehlercodes eines anderen Geräts wurden nicht übernommen.
Fehlerbaum
Die Störungssuche am H87 Pro4 lässt sich in vier Hauptpfade gliedern: Fehler, die schon beim Einschalten auftreten und auf Versorgung, Anschluss oder Frontpanel-Kontakte zurückgehen; Störungen, die nach dem Start mit einem fehlenden Bild auftreten und meist von Speicherbestückung, Sockel oder Bildausgabe ausgehen; Störungen an Netzwerk und Datenspeicher, die sich über die LEDs an der RJ-45-Buchse und über die SATA3-Anschlüsse eingrenzen lassen; und Störungen im Betrieb, die auf Übertaktung, Wärme oder BIOS-Einstellungen zurückgehen. Der folgende Baum ordnet die dokumentierten Zustände diesen vier Pfaden zu und nennt am Ende jedes Zweigs das Ziel der weiteren Prüfung.
Ablauf der Störungssuche
- Netzkabel ziehen und das System vollständig stromlos machen, bevor irgendein Stecker bewegt wird. Das Handblatt verlangt das ausdrücklich für jeden Ein- und Ausbau (Seite 14).
- Prüfen, ob die Versorgung anliegt: 24-Pin-ATX und 8-Pin-ATX12V müssen vollständig eingerastet sein, bei einem 20-Pin-Netzteil entlang Pin 1 bis Pin 13, bei einem 4-Pin-Anschluss entlang Pin 1 bis Pin 5 (Seite 26).
- PLED und HDLED beobachten. Dauerlicht bedeutet Betrieb, Blinken der PLED den Schlafzustand S1 oder S3, Dunkelheit S4 oder ausgeschaltet; die HDLED leuchtet bei Datenzugriff auf den Datenträger (Seite 23).
- Frontpanel neu belegen: PWRBTN, RESET, PLED und HDLED gehören an den 9-Pin-Header PANEL1, positive und negative Pins unterscheiden. Aufschraubkappen dürfen nicht auf Onboard-Header gesetzt werden (Seite 23).
- Wenn das System läuft, aber kein Bild erscheint, den Monitor an der richtigen Buchse prüfen. D-Sub, DVI-D und HDMI liegen an der Rückseite, die Ausgabe der integrierten Grafik hängt vom Prozessor ab (Seiten 3 und 12).
- Speicherbestückung prüfen: nur identische Module, über zwei Paare verteilt, kein DDR oder DDR2 in DDR3-Slots, richtige Ausrichtung (Seite 19).
- Netzwerk- und Datenzustand über die LEDs eingrenzen. ACT/LINK dunkel bedeutet fehlender Link, SPEED orange bedeutet 100 Mb/s, grün 1 Gb/s (Seite 13).
- Im UEFI die Zustände ablesen: H/W Monitor zeigt Temperaturen und Lüfterdrehzahlen, Advanced zeigt den SATA-Modus und die Netzwerkschnittstelle, Boot zeigt die Boot Failure Guard Einstellung (Seiten 70, 71, 82 und 84).
- Wenn das UEFI nicht erreichbar ist, das System starten und wieder herunterfahren und danach CLRCMOS1 wie beschrieben überbrücken; F9 stellt die optimalen Standardwerte wieder her (Seiten 22 und 56).
- Grenze der Selbsthilfe: Das Handblatt nennt keine Fehlernummernliste und keine Diagnoseanleitung im engeren Sinn. Bleibt der Fehler bestehen, sind der Netzteil-, Prozessor- und Speichertausch sowie die Rücksprache mit dem Händler oder dem technischen Dienst des Herstellers die nächsten Schritte; die Kontaktangaben stehen auf der letzten Seite des gedruckten Textes (Seite 88).
Grundlage dieses Ablaufs sind die Abschnitte Pre-installation Precautions (Seite 14), Installing the CPU (Seite 15), Installing Memory Modules (Seite 19), Expansion Slots (Seite 21), Jumpers Setup (Seite 22), Onboard Headers and Connectors (Seiten 23 bis 26), die LED-Tabelle im I/O Panel (Seite 13) sowie die UEFI-Bereiche Advanced (Seite 66), Storage Configuration (Seite 71), Hardware Health Event Monitoring (Seite 82), Boot (Seiten 83 und 84) und Security (Seite 86). Seitenangaben folgen der gedruckten Zählung des englischen Originals. Fehlercodes aus der Tabelle oben stammen nicht aus dem Dokument.
Symptom-Assistent: Schritt für Schritt zur Lösung
Die fünf Schritte folgen dem Ablauf der Störungssuche und greifen jeweils auf die im Handbuch beschriebenen Zustände zurück. Wählen Sie den Schritt, dessen Beschreibung zu Ihrem Symptom passt.
Schritt 1: Das System reagiert überhaupt nicht auf den Ein/Aus-Schalter
Leuchtet die PLED gar nicht? Ziehen Sie das Netzkabel, stecken Sie den 24-Pin-ATX-Anschluss und den 8-Pin-ATX12V-Anschluss neu ein und prüfen Sie das Netzteil. Bei einem 20-Pin-Netzteil wird entlang Pin 1 bis Pin 13 gesteckt, bei einem 4-Pin-Anschluss entlang Pin 1 bis Pin 5 (Seite 26).
Reagiert der Schalter, aber das System startet nicht? Belegen Sie den 9-Pin-Header PANEL1 neu und unterscheiden Sie dabei PWRBTN mit PWRBTN# sowie PLED+ und PLED-. Das Frontpanel kann je nach Gehäuse abweichend belegt sein (Seite 23).
Blinkt die PLED nach dem Start? Das ist laut Handbuch kein Fehler, sondern der Schlafzustand S1 oder S3. Eine Tastatur- oder Mauseingabe weckt das System auf (Seite 23).
Schritt 2: Das System startet, aber es erscheint kein Bild
Bleibt der Bildschirm dunkel, reagiert aber RESET? Prüfen Sie zuerst die Speicherbestückung. Zwei identische Module bilden ein Paar, mit einem oder drei Modulen ist der Dual Channel nicht aktiv. Ein DDR- oder DDR2-Modul darf nicht in einen DDR3-Slot (Seite 19).
Ist das UEFI nicht erreichbar? Im Ultra Fast Modus von Fast Boot bleibt laut Handblatt nur der Einstieg über das Löschen des CMOS-Speichers oder über Restart to UEFI unter Windows (Seite 83).
Ist das Bild vorhanden, aber an der falschen Buchse? An der Rückseite stehen D-Sub, DVI-D und HDMI zur Verfügung; die Ausgabe der integrierten Grafik setzt einen Prozessor mit eingebauter Grafik voraus. HDMI und DVI-D unterstützen bis 1920×1200 bei 60 Hz (Seiten 2, 3 und 12).
Schritt 3: Der Computer startet und schaltet sich wieder aus oder neu
Schaltet er sich ohne Ihr Zutun ab? Im Bereich H/W Monitor prüfen, ob Over Temperature Protection ausgelöst hat, und die Drehzahlen der CPU- und Gehäuselüfter kontrollieren. Beim Anschluss der Lüfter das schwarze Kabel auf den Massepins legen (Seiten 25 und 82).
Ist Übertaktung aktiv? Das Handblatt warnt, dass Übertaktung die Stabilität beeinträchtigt und Bauteile beschädigen kann. Stellen Sie CPU Ratio, Filter PLL Frequency und die Power Limits auf die Standardwerte zurück; F9 lädt die optimalen Werte (Seiten 5, 58 und 56).
Stellt das System von selbst die Grundeinstellungen wieder her? Boot Failure Guard stellt nach mehreren fehlgeschlagenen Startversuchen die Standardeinstellungen wieder her. Die Anzahl der Versuche legen Sie im Boot-Bereich selbst fest (Seite 84).
Schritt 4: Festplatten oder Netzwerk werden nicht erkannt
Ist die ACT/LINK-LED an der RJ-45-Buchse dunkel? Es besteht kein Link. Prüfen Sie das Kabel und den Anschluss und vergewissern Sie sich, dass Onboard LAN unter Advanced aktiviert ist. Blinkt die LED dauerhaft, läuft Datenverkehr, das ist normal (Seiten 13 und 70).
Zeigt die SPEED-LED orange statt grün? Die Verbindung arbeitet mit 100 Mb/s statt mit 1 Gb/s; grün steht für 1 Gb/s, aus für 10 Mb/s. Das ist eine Anzeige, kein Fehler (Seite 13).
Wird ein Laufwerk nicht erkannt? Prüfen Sie das Datenkabel an den sechs SATA3-Anschlüssen SATA3_0 bis SATA3_5 und im UEFI den SATA-Modus. Ein Wechsel von IDE auf AHCI kann Windows laut Handbuch beim Start abstürzen; nutzen Sie den beschriebenen Weg über die Registry und sichern Sie vorher Ihre Daten (Seiten 24, 32 und 71).
Schritt 5: Nach einem BIOS-Update oder einer Umbauaktion stimmt etwas nicht mehr
Sollten die BIOS-Einstellungen zurückgesetzt werden? System ausschalten, Netzkabel ziehen, 15 Sekunden warten, dann Pin 2 und Pin 3 von CLRCMOS1 für 5 Sekunden überbrücken. Unmittelbar nach einem BIOS-Update darf der Speicher nicht gelöscht werden; starten und fahren Sie das System in diesem Fall zuerst herunter (Seite 22).
Was geht dabei verloren? Passwort, Datum, Uhrzeit und gespeichertes Benutzerprofil werden nur gelöscht, wenn zusätzlich die CMOS-Batterie entfernt wird. Für ein BIOS-Update muss die Datei im Wurzelverzeichnis eines USB-Sticks liegen, dafür werden nur USB 2.0 Anschlüsse unterstützt (Seiten 7 und 22).
Wie läuft ein Update ab? Das Handblatt beschreibt, dass bei Stromausfall während des Vorgangs Crashless BIOS das Update nach Rückkehr der Spannung automatisch abschließt. Der BIOS-Datenträger muss FAT32, FAT16 oder FAT12 formatiert sein (Seiten 6 und 7).
Wenn keine dieser Maßnahmen hilft: Dasselbe Handbuch führt weder eine Fehlernummernliste noch ein eigenes Kapitel zur Fehlersuche. Es empfiehlt bei technischen Fragen den Support des Herstellers und nennt dafür auf der letzten Seite die Website des Herstellers sowie das dortige Supportformular; der Händler, bei dem das Mainboard bezogen wurde, ist ebenfalls der erste Ansprechpartner (Seite 88). Bevor Sie dorthin gehen, notieren Sie die BIOS-Version aus dem Main-Bildschirm des UEFI und prüfen Sie, ob alle Stecker und Module nach den Angaben dieses Textes sitzen.
Sicherheitshinweise
Das Handbuch enthält kein eigenes Kapitel mit Sicherheitshinweisen für Haushaltsgeräte. Die folgenden Hinweise fassen die Sicherheitsangaben zusammen, die das Dokument an anderer Stelle nennt: die Vorsorge vor der Montage auf Seite 14, die Anschluss- und Steckerbeschreibungen auf den Seiten 23 bis 26, die Hinweise zu Datenspeichern und Netzanschlüssen auf den Seiten 70 und 71 sowie den Lithiumbatterie-Hinweis im Vorspann. Sie ersetzen den vollständigen Text des Handbuchs nicht.
Statische Aufladung und Umgang mit Bauteilen
- Bevor Sie Komponenten einbauen oder Einstellungen ändern, ziehen Sie das Netzkabel. Das Handblatt weist ausdrücklich darauf hin, dass Nichtziehen zu Verletzungen und Schäden an Bauteilen führen kann (Seite 14).
- Legen Sie das Mainboard niemals direkt auf einen Teppich. Berühren Sie vor dem Handling der Komponenten ein geerdetes Objekt oder verwenden Sie ein geerdetes Armband, um Schäden durch statische Aufladung zu vermeiden (Seite 14).
- Fassen Sie Bauteile an den Kanten und berühren Sie die integrierten Schaltkreise nicht (Seite 14).
- Legen Sie ausgebautes Zubehör auf eine geerdete Anti-Statik-Matte oder in den mitgelieferten Beutel (Seite 14).
- Ziehen Sie die Schrauben zur Befestigung des Mainboards im Gehäuse nicht zu fest an, das kann die Platine beschädigen (Seite 14).
Netzanschluss und Versorgung
- Stecken Sie den 24-Pin-ATX-Anschluss und den 8-Pin-ATX12V-Anschluss ein, bevor Sie das System einschalten (Seite 26).
- Bei einem 20-Pin-Netzteil wird der Stecker entlang Pin 1 bis Pin 13 geführt, bei einem 4-Pin-Anschluss entlang Pin 1 bis Pin 5 (Seite 26).
- Ein 3-Pin-CPU-Lüfter wird an Pin 1 bis 3 angeschlossen (Seite 26).
- Für den Betrieb im Energiesparmodus ErP/EuP wird ein entsprechend ausgelegtes Netzteil vorausgesetzt (Seite 5).
- Legen Sie das schwarze Kabel eines Lüfteranschlusses auf den Massepins, sonst läuft der Lüfter nicht (Seite 25).
- Setzen Sie keine Jumper-Kappen auf Onboard-Header und Anschlüsse. Das Handblatt warnt, dass dadurch das Mainboard dauerhaft beschädigt wird (Seite 23).
Kinder und Aufbau des Systems
- Mainboard, Karten und Netzteile enthalten kleine Bauteile, die beim Verschlucken gefährlich sind. Bauen Sie außerhalb der Reichweite von Kindern auf und lassen Sie Kinder nicht an offenen Bau- oder Testaufbauten arbeiten (abgeleitet aus den Baumontagehinweisen der Seiten 14 bis 26).
- Die Anschlüsse am 9-Pin-Header PANEL1 sind klein und fein belegt. Eine falsche Belegung kann einen Kurzschluss verursachen; prüfen Sie positive und negative Pins vor dem Einstecken (Seite 23).
- Das Handblatt empfiehlt, bei der Installation von Komponenten das Netzkabel gezogen zu lassen, damit ein versehentliches Starten während des Aufbaus ausgeschlossen bleibt (Seiten 14 und 15).
Defekt, Datenspeicher und Entsorgung
- Speicher- und Netzwerkänderungen können Datenverlust verursachen. Das Handblatt weist ausdrücklich darauf hin, vor dem Eingriff in die Registry für einen Moduswechsel auf AHCI wichtige Daten zu sichern (Seiten 32 und 37).
- Übertaktung beeinträchtigt die Stabilität des Systems und kann Bauteile beschädigen; sie erfolgt nach Angabe des Handbuchs auf eigenes Risiko und eigene Kosten (Seite 5).
- Wird der Akku des Boards entsorgt, weist das Dokument für Kalifornien auf den Perchloratgehalt der verwendeten Lithiumbatterie und auf die dort geltenden Perchlorat-Regeln hin. Der Text nennt dazu die Regierungsseite zum hazardous waste (Vorspann, PDF-Seite 2).
- Die gedruckten Angaben zu Maßen und zum Gewicht des Mainboards fehlen. Entsorgung und Transport sollten Sie am Gehäuse und an den Angaben Ihrer Kommune ausrichten (Seiten 2 bis 5).
- Fehlerhafte Einstellungen im Bereich Advanced können laut Handblatt dazu führen, dass das System fehlerhaft arbeitet. Nehmen Sie Änderungen deshalb einzeln vor und speichern Sie mit F10 (Seiten 56 und 66).
Hinweis: Diese Zusammenstellung gibt die im englischen Original enthaltenen Sicherheitshinweise in gekürzter Form wieder. Verbindlich ist allein der Text des Herstellerhandbuchs in der Fassung Version 1.0 vom März 2013. Das Dokument enthält keine Zusagen zu Leistungen oder zu Rechtsfolgen; Ansprüche aus dem Kaufvertrag richten sich nach dem geltenden Kaufrecht.
Passende Ersatzteile und Zubehör
Ein Mainboard wird nicht als Ganzes getauscht, sondern Bauteile werden einzeln ersetzt: die CMOS-Batterie, Lüfter und Netzteile, Speichermodule, Erweiterungskarten, Kabel und Anschlussblende. Die folgenden Bauteile sind im Handbuch mit Bezeichnung und Position im Motherboard-Layout beschrieben, weitere Anschlüsse sind in Kapitel 2 mit Nummer und Funktion aufgeführt. Angaben zu Ausführung, Spannung und Pinbelegung sollten Sie vor dem Kauf mit dem Layout auf den Seiten 10 und 11 sowie mit dem Anschlusskapitel auf den Seiten 23 bis 26 abgleichen.
Übersicht der Bauteile und Zubehörteile
| Bauteil / Zubehör | Funktion | Worauf beim Kauf achten | Seite |
|---|---|---|---|
| ASRock H87 Pro4 Mainboard (ATX) | Träger für Prozessor, Speicher und Erweiterungskarten, Position 1 im Lieferumfang | ATX-Format, Sockel LGA1150, Chipsatz Intel H87; Übereinstimmung mit dem vorhandenen Gehäuse prüfen | 1 und 2 |
| Anschlussblende für die Rückseite (I/O Panel Shield) | Abdeckung und Abschirmung der rückseitigen Anschlüsse, im Lieferumfang enthalten | Auf die Anschlussreihenfolge des Mainboards abgestimmt, Liste der Anschlüsse auf Seite 12 beachten | 1 und 12 |
| 2x Serial-ATA-Datenkabel | Verbinden interne Datenspeicher mit den SATA3-Anschlüssen, laut Handbuch als optional gekennzeichnet | Für die sechs SATA3-Anschlüsse mit 6,0 Gb/s ausgelegt, gehört nicht zum Grundauslieferungsumfang | 1 und 24 |
| DDR3-Speichermodul, 240 Pin | Arbeitsspeicher in den vier DIMM-Slots, Positionen 3 und 4 im Layout | DDR3 1600 / 1333 / 1066 non-ECC ungepuffert, 240 Pin, identische Paare für Dual Channel, kein DDR oder DDR2 | 2, 11 und 19 |
| Prozessor Intel Core i7 / i5 / i3, Xeon, Pentium oder Celeron | Zentrale Recheneinheit im Sockel LGA1150, Kapitel 2.1 | Nur 4. Generation, 1150-Pin; vor dem Einsetzen PnP-Kappe, Prozessorfläche und Kontakte prüfen | 2 und 15 |
| CPU-Kühler mit Lüfter, 4-Pin-Anschluss | Kühlung des Prozessors, Anschluss an CPU_FAN1, Kapitel 2.2 | 4-Pin-Lüfter für die Drehzahlsteuerung, ein 3-Pin-Lüfter wird an Pin 1 bis 3 angeschlossen | 18 und 26 |
| Gehäuselüfter, 4-Pin, zwei Stück | Luftströmung im Gehäuse, Anschluss an CHA_FAN1 und CHA_FAN2 | Schwarzes Kabel auf den Massepins legen, sonst läuft der Lüfter nicht | 11 und 25 |
| Netzteillüfter, 3-Pin (PWR_FAN1) | Lüfter des Netzteils wird über die Platine überwacht, Position 1 im Layout | 3-Pin-Anschluss, im H/W Monitor drehzahlüberwacht | 4, 11 und 26 |
| ATX-Netzteil mit 24-Pin und 8-Pin-Stecker | Versorgt das Mainboard über ATXPWR1 und ATX12V1 | Für ErP/EuP wird ein entsprechend ausgelegtes Netzteil vorausgesetzt; ein 4-Pin-Anschluss wird entlang Pin 1 bis Pin 5 geführt | 5 und 26 |
| CMOS-Batterie | Versorgt Echtzeituhr und BIOS-Speicher, Position im Layout und CLRCMOS1 | Typ und Spannung nennt das Handblatt nicht; nach Entfernen werden Passwort, Datum und Uhrzeit gelöscht | 10 und 22 |
| Jumper-Kappe für CLRCMOS1 | Überbrückung zum Zurücksetzen der BIOS-Einstellungen, Position 20 im Layout | Nur Pin 2 und Pin 3 brücken, vorher 15 Sekunden ohne Netz warten; nicht auf andere Header setzen | 11, 22 und 23 |
| Erweiterungskarte PCI Express x16 | Grafikkarte oder andere PCIe-Karte im Slot PCIE2 | PCI Express 3.0 x16; bei externer Grafikkarte muss das VBIOS UEFI GOP unterstützen | 2, 21 und 83 |
| Infrarot-Modul, 5-Pin (IR1) | Optionale Sende- und Empfangsbaugruppe für Infrarot, Position 18 im Layout | Das Handblatt bezeichnet das Modul ausdrücklich als optional | 11 und 26 |
| Serielle Port-Baugruppe, 9-Pin (COM1) | Optionale Baugruppe für den seriellen Anschluss, Position 21 im Layout | Im UEFI lässt sich der serielle Port aktivieren und seine Adresse wählen | 11, 26 und 75 |
| Audiokabel 3,5 mm | Anschluss tragbarer Abspielgeräte an den PC, im Handblatt als kostenloses Zubehör mit optionalem Kabel bezeichnet | 3,5-mm-Stecker; Voraussetzung ist die Funktion On/Off Play, der Klang ist auch im Zustand S5 möglich | 8 und 70 |
| Kurzanleitung und Support-CD | Schnellinstallation und Quelle für Treiber und Zusatzprogramme, Positionen 2 und 3 im Lieferumfang | Die CD liefert die Treiber und die Ordner für A-Tuning, Rapid Start, Smart Connect, Splashtop und das Extreme Tuning Utility | 1 und 27 |
