Novotronic ist eine Baureihe von Miele-Waschautomaten und keine einzelne Typbezeichnung; die eingebettete Datei ist eine deutschsprachige Gebrauchsanweisung für einen Waschautomaten dieser Reihe. Sie beschreibt einen Frontlader mit runder Fülltür, unten liegendem Programmwähler, Ablaufanzeige und einem Fassungsvermögen von 5 kg Trockenwäsche. Diese Seite fasst die Anleitung zusammen: technische Daten, häufige Fragen, die dokumentierten Anzeigen, einen Fehlerbaum und einen Symptom-Assistenten. Jede Aussage trägt die Seitenzahl der Anleitung; die Datei umfasst 40 Seiten, von denen die Seiten 1 bis 34 den Text tragen. Das Dokument selbst nennt keine Typnummer, deshalb steht im Feld Typenbezeichnung genau das, was die Datei tatsächlich angibt.
Technische Daten
| Merkmal | Wert | Seite |
|---|---|---|
| Typenbezeichnung | Das Dokument führt nur die Reihenbezeichnung: „Gebrauchsanweisung für Waschautomat NOVOTRONIC“ auf der Titelseite. Eine Typnummer nennt es nirgends; im Muster des Typenschilds auf Seite 27 bleiben die Felder „Typ“ und „Nr.“ leer. Die zurückgelegte Dokumentnummer lautet T.-Nr. 2731 080. Welcher Novotronic-Typ tatsächlich vor Ihnen steht, steht ausschließlich auf dem Typenschild des eigenen Geräts. | 1, 27, 40 |
| Bauart | Waschautomat (Frontlader) mit runder Fülltür, Programmwähler, Wähler für die Schleuderdrehzahl, Ablaufanzeige und Drucktasten | 3 |
| Höhe | 85 cm (verstellbar +1/-0,5 cm) | 34 |
| Höhe bei abgenommenem Maschinendeckel | 82 cm (verstellbar +1/-0,5 cm) | 34 |
| Breite | 59,5 cm | 34 |
| Tiefe | 60 cm; 92 cm bei geöffneter Fülltür | 34 |
| Gewicht | 99 kg | 34 |
| max. Bodenbelastung | 1600 Newton (ca. 160 kg) | 34 |
| Fassungsvermögen | 5 kg Trockenwäsche | 34 |
| Schleuderdrehzahl | einstellbar über den Drehzahlwähler, Skala von 400 bis 1300 U/min, zusätzlich die Stellung „ohne Endschleudern“ | 3, 24 |
| Anschlußwert | 3,2 kW | 34 |
| Absicherung | 16 A über einen Leitungsschutzschalter | 31, 34 |
| Netzanschluß | Wechselstrom 220 V 50 Hz, Anschlußkabel ca. 2 m lang mit Schuko-Stecker | 31 |
| Wasserdruck | 1 bis 10 bar Überdruck | 34 |
| Abpumphöhe max. | 1 m | 34 |
| Abpumplänge max. | 5 m; der Ablaufschlauch kann bei Bedarf bis 5 m verlängert werden | 33, 34 |
| Maße des Ablaufschlauchs | Länge 1,5 m, Innendurchmesser 22 mm, Außendurchmesser 30 mm, Außendurchmesser des Krümmers 32 mm | 33 |
| Verbrauch nach DIN 44985, Kochwäsche 95 °C | Strom 2,2 kWh, Wasser 92 l | 34 |
| Erteilte Prüfzeichen | Funkschutz, VDE; netzrückwirkungsfrei nach DIN EN 60555/VDE 0838 | 34 |
| Kompatible Geräte | Jedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann. | – |
Alle Werte stammen aus dem Kapitel „Technische Daten“ auf Seite 34 sowie aus den Kapiteln „Elektro-Anschluß“ (Seite 31) und „Wasser-Anschluß“ (Seite 33). Der Verbrauchswert gilt nach DIN 44985 für das Programm Kochwäsche 95 °C und ist ein Messwert dieses Programms, kein Jahresverbrauch; das Dokument nennt keine weiteren Verbrauchsangaben je Temperaturstufe. Die Schleuderdrehzahlen sind von der Skala des Drehzahlwählers auf Seite 3 abgelesen.
Hinweis zur Seitenzählung: Alle Seitenangaben auf dieser Seite folgen der im Dokument aufgedruckten Zählung, die bis Seite 34 reicht. Bei dieser Datei stimmen gedruckte Zählung und PDF-Seiten überein: Die PDF-Seite 34 trägt die gedruckte Nummer 34, ebenso die Seiten 27, 30 und 33. Auf die Seite 34 folgen in der Datei fünf leere Seiten; die letzte Seite der Datei ist die Rückseite mit der Miele-Adresse und der Dokumentnummer T.-Nr. 2731 080. Die Datei umfasst damit 40 Seiten. Wichtig für die Arbeit am Bildschirm: Die Seiten liegen als Scans ohne Textebene vor, die Textsuche im PDF-Viewer findet daher keine Begriffe; die gesuchte Stelle ist über die gedruckte Seitenzahl im Seitenzähler des Viewers zu erreichen.
Kompatible Geräte: Jedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann.
Häufige Fragen
Für welche Waschautomaten gilt diese Anleitung?
Sie gilt für die Baureihe Novotronic, genauer für den in der Titelzeile genannten Waschautomaten NOVOTRONIC. Eine Typnummer nennt das Dokument an keiner Stelle; selbst das abgebildete Muster des Typenschilds auf Seite 27 lässt die Felder für Typ und Nummer leer. Die konkrete Type steht nur auf dem Typenschild des eigenen Geräts, das sich bei geöffneter Fülltür oberhalb des Schauglases befindet (Seite 1, Seite 27).
Wie ist der Waschautomat aufgebaut?
Die Gerätebeschreibung auf Seite 3 nennt von links nach rechts die Drucktasten, den Wähler für die Schleuderdrehzahl, die Ablaufanzeige und den Programmwähler. Darunter zeigt die Zeichnung den Elektroanschluß, den Druckfester Zulaufschlauch, den flexiblen Ablaufschlauch mit drehbarem Krümmer, den Waschmittel-Schubkasten, die Bedienungsblende, die Fülltür, die Klappe zum Laugenfilter und zur Laugenpumpe sowie vier höhenverstellbare Schraubfüße (Seite 3, Seite 4).
Wie richte ich den Waschautomaten auf?
Der Automat muss lotrecht stehen, damit ein einwandfreier Lauf gewährleistet ist. Bodenunebenheiten werden über die Schraubfüße ausgeglichen: Fuß herausdrehen, bis der Automat lotrecht steht, Fuß mit einer Wasserpumpenzange festhalten und die Kontermutter mit einem Schraubendreher festdrehen (Seite 30).
Kann ich den Automaten unter eine Arbeitsplatte schieben?
Für den Unterbau unter einer Arbeitsplatte oder in einer Küchenzeile ist ein Unterbausatz erforderlich, und der Gerätedeckel muss durch ein Abdeckblech ersetzt werden. Bei einer Arbeitsplattenhöhe von 900/910 mm kommt ein Ausgleichsrahmen hinzu. Eine Wasch-Trocken-Säule ist zusammen mit einem Miele-Trockenautomaten möglich; dafür wird ein Zwischenbausatz benötigt (Seite 30).
Was mache ich mit der Transportsicherung?
Die Transportsicherung wird vor dem Aufstellen entfernt: Transportstangen um 90 Grad drehen, Stangen und Stützblech herausziehen und die Löcher mit den mitgelieferten Stopfen verschließen. Das Gerät sollte ohne Transportsicherung nur wenig verschoben oder geneigt werden; für einen späteren Transport, etwa bei einem Umzug, muss sie wieder montiert werden. Die Teile sind daher aufzubewahren (Seite 29).
Warum läuft beim Start kein Wasser ein?
Das Handbuch nennt fünf Punkte, die der Reihe nach zu prüfen sind: ob die Ablaufanzeige „Ein“ leuchtet, ob der Anschlußstecker richtig eingesteckt ist, ob die Fülltür völlig geschlossen ist, ob der Wasserhahn geöffnet ist und ob die Anzeigeleuchte „Vorwäsche“ oder „Hauptwäsche“ leuchtet. Trifft nichts davon zu, wird der Programmwähler auf „Ende“ gedreht und das Programm erneut gewählt (Seite 23).
Warum läuft das Wasser nur langsam ein?
Meist sind die Siebe im Wasserzulauf verstopft; sie werden wie auf Seite 22 beschrieben gereinigt. Zusätzlich lässt sich der Fließdruck prüfen: Es sollten 5 Liter in 15 Sekunden aus dem Wasserhahn fließen. Das Gerät hat zwei Siebe, eines im Zulaufschlauch und eines im Einlaufstutzen des Magnetventils (Seite 22, Seite 23).
Warum wird das Wasser nicht abgepumpt?
Zum einen kann die Laugenpumpe verstopft sein, dann sind Laugenpumpe und Laugenfilter wie auf Seite 20 und 21 beschrieben zu reinigen. Zum anderen darf der Programmwähler nicht auf „ohne Endschleudern“ stehen (Seite 24). Beim Öffnen der Klappe läuft heißes Wasser aus, wenn kurz zuvor mit hoher Temperatur gewaschen wurde; eine flache Schüssel unterstellen und den Entleerungsschlauch hineinlegen (Seite 20).
Warum schleudert der Automat nicht oder nur schwach?
Das Handbuch nennt drei Ursachen: Die eingestellte Schleuderdrehzahl war zu niedrig, die Wäsche konnte sich in der Trommel nicht genügend verteilen, oder große, aufgerollte Wäschestücke wie Bademäntel verursachen eine zu starke Unwucht. Aus Sicherheitsgründen wird dann nicht geschleudert; der Schleuderlauf wiederholt sich so lange, bis die eigentliche Schleuderzeit abgelaufen ist. Deshalb große und kleine Wäscheteile in die Trommel geben (Seite 24).
Warum wandert der Automat beim Schleudern?
Das ist möglich, wenn nicht alle vier Füße gleichmäßig aufstehen. Durch leichtes diagonales Kippen wird festgestellt, welcher Fuß nicht richtig steht; anschließend wird der Automat wie auf Seite 30 beschrieben standischer ausgerichtet. Nachgiebige Dielenbretter führen nicht nur zu verstärkten Schleudergeräuschen, sondern auch zu unsicherem Standverhalten (Seite 24, Seite 30).
Wie öffne ich die Fülltür bei einem Stromausfall?
Zuerst das Gerät ausschalten und den Programmwähler auf „Ende“ drehen. Anschließend die Klappe zum Laugenfilter mit dem mitgelieferten Öffner oder einem Löffelstiel öffnen. Steht noch Wasser im Automaten, wird es wie auf Seite 20 beschrieben herausgelassen; danach am Zugöffner ziehen, worauf sich die Fülltür öffnet. Das Wasser ist heiß, wenn zuvor mit hoher Temperatur gewaschen wurde (Seite 24, Seite 25).
Wie reinige ich den Waschmittel-Schubkasten?
Bei niedrigem Wasserdruck und zum Kleben neigenden Wasch- und Weichspülmitteln können sich Reste im Einspülfach absetzen. Der Schubkasten wird bis zum Anschlag herausgezogen, der rote Entriegelungsknopf heruntergedrückt und der Schubkasten gleichzeitig ganz herausgezogen. Einspülkammern und Weichspülkanal werden am besten mit warmem Wasser und einer Flaschenbürste gereinigt; auch der Saugheber aus der Kammer wird mit warmem Wasser gespült (Seite 19, Seite 23).
Wie kontrolliere ich Laugenfilter und Laugenpumpe?
Gewaschen wird viel mit flusenreichen Textilien: Dann sind Laugenfilter und Laugenpumpe häufiger zu kontrollieren und eingeklemmte Fremdkörper wie Knöpfe zu entfernen. Der Flügel der Laugenpumpe muss sich leichtgängig drehen lassen; ein schwergängiger Flügel bedeutet eingeklemmte Fremdkörper. Nach dem Einsetzen des Filters wird der Verschlußdeckel festgedreht, der Knebel muss waagerecht stehen (Seite 20, Seite 21).
Was tun, wenn die Ablaufanzeige blinkt?
Blinkt die Anzeigeleuchte „Vorwäsche“, wird der Programmstart wiederholt. Blinkt die Anzeige danach erneut, ist der Kundendienst zu informieren. Blinkt die Anzeigeleuchte „Hauptwäsche“ während oder nach dem Programm, gilt dasselbe: Tritt das Blinken auch beim nächsten Programm auf, ist der Kundendienst zu informieren (Seite 23).
Was braucht der Kundendienst?
Für Reparaturen ist der Miele-Fachhändler oder der Miele-Werkskundendienst zu benachrichtigen. Der Kundendienst benötigt Typ und Nummer des Automaten; beide Angaben stehen auf dem Typenschild bei geöffneter Fülltür oberhalb des Schauglases (Seite 27).
Fehlercodetabelle
Der Waschautomat dieser Baureihe zeigt keine Zifferncodes an. Zur Verfügung stehen die Anzeigeleuchten der Ablaufanzeige (Ein, Vorwäsche, Hauptwäsche, Spülen, Spülstop, Pumpen, Schleudern), die Drucktasten und der Programmwähler; die zugehörigen Störungen beschreibt das Kapitel „Wie helfe ich mir selbst?“ auf den Seiten 23 bis 26. Die Kürzel F01 bis F14 in der folgenden Tabelle sind deshalb die eigene Diagnose-Nummerierung dieser Seite und stammen nicht vom Hersteller; sie stehen weder auf dem Gerät noch im Handbuch. Die Spalte „Anzeige am Gerät“ gibt jeweils die im Dokument beschriebene Anzeige oder das dokumentierte Symptom wieder.
| Code | Anzeige am Gerät | Mögliche Ursache | Vorgehen | Seite |
|---|---|---|---|---|
| F01 | Anzeigeleuchte Ein leuchtet nicht, kein Wasser läuft ein | Anschlußstecker nicht richtig gesteckt, Fülltür nicht geschlossen, Wasserhahn geschlossen | Stecker, Fülltür und Wasserhahn prüfen; danach den Programmwähler auf Ende drehen und das Programm erneut wählen | 23 |
| F02 | Anzeigeleuchten Ein und Vorwäsche bleiben dunkel, das Programm läuft nicht an | Der Programmwähler steht nicht in einer gültigen Stellung | Programmwähler auf Ende drehen und das Programm erneut wählen | 23 |
| F03 | Trotz ausreichenden Wasserdrucks läuft das Wasser nur langsam ein | Die Siebe im Wasserzulauf sind verstopft | Siebe im Zulaufschlauch und im Einlaufstutzen des Magnetventils reinigen; Fließdruck prüfen (5 Liter in 15 Sekunden) | 22, 23 |
| F04 | Anzeigeleuchte Vorwäsche blinkt in der Ablaufanzeige | Der Programmstart ist gestört; dieselbe Ursache kann erneut auftreten | Programmstart wiederholen; blinkt die Anzeige erneut, den Kundendienst informieren | 23 |
| F05 | Anzeigeleuchte Hauptwäsche blinkt während oder nach dem Programm | Störung im Programmablauf, die der Automat nicht selbst behebt | Tritt das Blinken auch beim nächsten Programm auf, den Kundendienst informieren | 23 |
| F06 | Das Wasser wird nicht abgepumpt | Die Laugenpumpe ist verstopft, oder der Programmwähler steht auf „ohne Endschleudern“ | Laugenpumpe und Laugenfilter reinigen; eine Stellung mit Endschleudern wählen | 20, 24 |
| F07 | Die Wäsche wird nicht geschleudert, obwohl das Programm endet | Die eingestellte Schleuderdrehzahl war zu niedrig | Eine höhere Schleuderdrehzahl am Drehzahlwähler einstellen | 3, 24 |
| F08 | Das Schleudern wird abgebrochen oder nur mit maximal 900 U/min ausgeführt | Die Wäsche konnte sich in der Trommel nicht genügend verteilen; große, aufgerollte Wäschestücke verursachen eine zu starke Unwucht | Große und kleine Wäscheteile gemischt einfüllen; der Schleuderlauf wiederholt sich bis zum Ablauf der eigentlichen Schleuderzeit | 24 |
| F09 | Der Waschautomat steht während des Schleuderns nicht ruhig | Nicht alle Füße stehen gleichmäßig auf; nachgiebige Dielenbretter verstärken die Unruhe | Durch leichtes diagonales Kippen den schlecht stehenden Fuß finden und den Automaten lotrecht ausrichten | 24, 30 |
| F10 | Im Einspülkasten verbleiben größere Waschmittelrückstände | Der Fließdruck reicht nicht aus, die Siebe sind verstopft, oder pulverartiges Waschmittel verklumpt mit Enthärtungsmittel | Siebe reinigen; zuerst das Waschmittel und danach das Enthärtungsmittel in den Einspülkasten geben | 22, 23 |
| F11 | Der Weichspüler wird nicht vollständig eingespült, in der Kammer bleibt Wasser stehen | Der Saugheber sitzt nicht richtig oder ist verstopft | Saugheber aus der Kammer herausziehen, mit warmem Wasser reinigen und wieder einsetzen | 19, 23 |
| F12 | Zu starke Schaumentwicklung im Automaten | Nicht für Waschautomaten geeignetes Waschmittel, falsche Dosierung oder nicht berücksichtigte Wasserhärte | Nur Waschmittel für Waschautomaten verwenden, Wasserhärte bei der Dosierung berücksichtigen und die Menge bei leicht verschmutzter Wäsche herabsetzen | 23 |
| F13 | Graue elastische Rückstände (Fettläuse) auf der gewaschenen Wäsche | Die Wäsche war stark mit Fett verschmutzt, das Waschmittel hat nicht ausgereicht, um das Fett zu binden | Mehr Pulverwaschmittel oder bei Programmen bis 60 °C flüssiges Waschmittel verwenden; vor der nächsten Wäsche das Programm Koch-/Buntwäsche 60 °C mit flüssigem Waschmittel ohne Wäsche ablaufen lassen | 25 |
| F14 | Die Fülltür lässt sich nicht öffnen, etwa bei einem Stromausfall | Die elektrisch überwachte Türverriegelung öffnet nur, wenn der Automat angeschlossen ist, das Wasser abgepumpt ist und die Trommel stillsteht; bei Stromausfall sind diese Bedingungen nicht erfüllt | Gerät ausschalten, Programmwähler auf Ende drehen, Klappe zum Laugenfilter mit dem mitgelieferten Öffner öffnen, Wasser ablassen und danach am Zugöffner ziehen | 8, 24, 25 |
Die Kürzel F01 bis F14 sind keine Herstellernummern. Der Hersteller veröffentlicht für dieses Gerät keine numerische Fehlerliste und keine LED-Codes; das Handbuch beschreibt stattdessen im Kapitel „Wie helfe ich mir selbst?“ auf den Seiten 23 bis 26 die dokumentierten Störungen mit Ursache und Vorgehen und auf Seite 3 die Anzeigeleuchten der Ablaufanzeige. Die Zuordnung der Kürzel zu diesen Stellen ist die Systematik dieser Seite. Die Spalten „Mögliche Ursache“ und „Vorgehen“ geben die im Dokument genannten Ursachen und Maßnahmen wieder.
Fehlerbaum
Das Handbuch führt vier Wege, auf denen der Waschautomat den Dienst verweigert: Es läuft kein Wasser ein, das Wasser läuft nicht ab, die Trommel schleudert nicht, oder eine Anzeigeleuchte der Ablaufanzeige blinkt. Der folgende Baum ordnet diese vier Wege ihren ersten Prüfschritten zu.
Ablauf der Störungssuche
- Den Umfang eingrenzen: Läuft kein Wasser ein, ist der Fehler im Zulauf oder in der Ansteuerung zu suchen; läuft kein Wasser ab, im Ablauf (Seite 23, Seite 24).
- Die Anzeige lesen: Leuchtet die Anzeigeleuchte Ein, ist der Automat eingeschaltet; blinkt eine der Anzeigeleuchten Vorwäsche oder Hauptwäsche, liegt eine Störung im Programmablauf vor (Seite 3, Seite 23).
- Die Bedienung prüfen: Programmwähler auf Ende drehen und das Programm erneut wählen. Beim Start kein Wasser einzufüllen und keine Wäsche einzulegen, wenn Prüf- und Schmiermittelreste ausgespült werden sollen (Seite 4, Seite 23).
- Den Zulauf prüfen: Wasserhahn öffnen und den Fließdruck testen; es sollten 5 Liter in 15 Sekunden aus dem Wasserhahn fließen. Die beiden Siebe im Zulaufschlauch und am Magnetventil reinigen (Seite 22, Seite 23).
- Den Ablauf prüfen: Laugenfilter und Laugenpumpe reinigen und den Flügel der Pumpe auf Leichtgängigkeit prüfen. Der Knebel des Verschlußdeckels muss nach dem Einsetzen waagerecht stehen (Seite 20, Seite 21).
- Die Beladung prüfen: Große und kleine Wäscheteile mischen, damit sich die Wäsche beim Schleudern verteilen kann und keine Unwucht entsteht (Seite 24).
- Den Stand prüfen: Bodenunebenheiten über die Schraubfüße ausgleichen, bis der Automat lotrecht steht, und die Füße mit der Kontermutter festsetzen (Seite 30).
- Die Grenze der Selbsthilfe beachten: Blinkt eine Anzeigeleuchte auch beim nächsten Programm, ist der Kundendienst zu informieren; Reparaturen an Elektrogeräten dürfen nur von Fachkräften durchgeführt werden (Seite 6, Seite 23).
Grundlage sind die Abschnitte auf den Seiten 23 bis 26, die Reinigungskapitel auf den Seiten 19 bis 22 sowie die Aufstellhinweise auf Seite 30. Der Hersteller nennt in diesem Kapitel keine Nummerncodes; die Reihenfolge der Schritte ist die Systematik dieser Seite.
Symptom-Assistent: Schritt für Schritt zur Lösung
Die folgenden fünf Schritte gehen von dem Symptom aus, das am Gerät tatsächlich zu beobachten ist. Jeder Schritt nennt die möglichen Zweige und die Stelle im Handbuch, an der die Maßnahme beschrieben ist.
Schritt 1: Läuft überhaupt Wasser in den Automaten?
Nein, es läuft kein Wasser ein: Prüfen, ob die Anzeigeleuchte Ein leuchtet, ob der Anschlußstecker richtig eingesteckt ist, ob die Fülltür völlig geschlossen ist und ob der Wasserhahn geöffnet ist. Danach den Programmwähler auf Ende drehen und das Programm erneut wählen (Seite 23).
Ja, aber nur langsam: Die Siebe im Wasserzulauf sind vermutlich verstopft. Sie werden gereinigt, wie auf Seite 22 beschrieben; zusätzlich den Fließdruck kontrollieren (Seite 23).
Die Wäsche bleibt am Ende zu nass: Der Programmwähler stand auf „ohne Endschleudern“, oder die Schleuderdrehzahl war zu niedrig. Eine höhere Drehzahl einstellen (Seite 3, Seite 24).
Schritt 2: Wird das Wasser abgepumpt?
Nein, das Wasser bleibt stehen: Laugenpumpe und Laugenfilter reinigen, wie auf Seite 20 und 21 beschrieben, und eingeklemmte Fremdkörper wie Knöpfe entfernen (Seite 24).
Beim Öffnen der Klappe tritt heißes Wasser aus: Das ist normal, wenn kurz zuvor mit hoher Temperatur gewaschen wurde. Eine flache Schüssel unterstellen, den Entleerungsschlauch hineinlegen und den Stopfen herausziehen; die Wassermenge hängt von der Abpumphöhe ab (Seite 20).
Nach dem Ablassen ist der Ablauf gestört: Durch das abgelassene Wasser hat das Kugelventil seine Dichtfunktion verloren. Das Programm Stärken wählen, sobald sich die Trommel dreht, den Programmwähler auf Pumpen drehen und das Gerät ausschalten; danach ist das Kugelventil wieder in Funktion (Seite 21).
Schritt 3: Schleudert der Automat richtig?
Die Wäsche wird nicht geschleudert: Prüfen, ob die eingestellte Schleuderdrehzahl zu niedrig war (Seite 24).
Das Schleudern wird wiederholt oder nur mit verringerter Drehzahl ausgeführt: Die Wäsche konnte sich in der Trommel nicht genügend verteilen. Das Gerät schleudert aus Sicherheitsgründen nur mit maximal 900 U/min, bis die eigentliche Schleuderzeit abgelaufen ist; deshalb große und kleine Wäscheteile gemischt einfüllen (Seite 24).
Der Automat wandert oder wird laut: Durch leichtes diagonales Kippen feststellen, welcher Fuß nicht richtig steht, und den Automaten wie auf Seite 30 beschrieben lotrecht ausrichten. Nachgiebige Dielenbretter verstärken die Unruhe (Seite 24).
Schritt 4: Wasch- oder Spülergebnis unbefriedigend?
Graue elastische Rückstände auf der Wäsche: Die Wäsche war stark mit Fett verschmutzt. Mehr Pulverwaschmittel oder bei Programmen bis 60 °C flüssiges Waschmittel verwenden und vor der nächsten Wäsche das Programm Koch-/Buntwäsche 60 °C mit flüssigem Waschmittel ohne Wäsche ablaufen lassen (Seite 25).
Knötchen auf den Textilien: Die Textilien vertragen die übliche Waschbehandlung nicht. Schongang oder ein schonenderes Programm wählen, um weitere Knötchenbildung zu vermeiden (Seite 25).
Zu starke Schaumentwicklung: Nur Waschmittel verwenden, das für Waschautomaten und den entsprechenden Temperaturbereich geeignet ist, die Wasserhärte bei der Dosierung berücksichtigen und die Menge bei leicht verschmutzter Wäsche herabsetzen (Seite 23).
Der Weichspüler läuft nicht vollständig ein: Den Saugheber aus der Kammer herausziehen, mit warmem Wasser reinigen und wieder einsetzen (Seite 23).
Schritt 5: Blinkt eine Anzeigeleuchte, oder öffnet die Tür nicht?
Vorwäsche blinkt: Den Programmstart wiederholen. Blinkt die Anzeige erneut, den Kundendienst informieren (Seite 23).
Hauptwäsche blinkt: Tritt das Blinken auch beim nächsten Programm auf, den Kundendienst informieren (Seite 23).
Die Fülltür lässt sich nicht öffnen: Gerät ausschalten, Programmwähler auf Ende drehen, die Klappe zum Laugenfilter mit dem mitgelieferten Öffner aufklappen und das Wasser ablassen. Danach am Zugöffner ziehen (Seite 24, Seite 25).
Wenn keine dieser Maßnahmen hilft: Zum einen ist zu beachten, dass Reparaturen an Elektrogeräten nur von Fachkräften durchgeführt werden dürfen; durch unsachgemäße Reparaturen können erhebliche Gefahren für den Benutzer entstehen (Seite 6). Zum anderen lassen sich nach Angaben des Handbuchs einige Störungen selbst beheben, andere nicht (Seite 23). Für Reparaturen ist der Miele-Fachhändler oder der Miele-Werkskundendienst zu benachrichtigen; der Kundendienst benötigt Typ und Nummer des Automaten vom Typenschild bei geöffneter Fülltür oberhalb des Schauglases (Seite 27). Das Handbuch verweist für die Adressen auf das beigefügte Adressenverzeichnis der Miele-Verkaufsbüros und Beratungsstellen (Seite 27).
Der Störungsteil des Handbuchs umfasst die Seiten 23 bis 26; die Reinigung und die Wartung sind auf den Seiten 19 bis 22 beschrieben. Die Datei selbst rufen Sie über Miele Novotronic Bedienungsanleitung (40 Seiten, ca. 2,23 MB) auf.
Sicherheitshinweise
Die folgenden Hinweise fassen das Kapitel „Sicherheitshinweise und Warnungen“ auf den Seiten 5 und 6 des Handbuchs zusammen. Sie sind gekürzt und ersetzen nicht den vollständigen Text im Dokument.
Notfall und Netzanschluss
- Reparaturen an Elektrogeräten dürfen nur von Fachkräften durchgeführt werden; durch unsachgemäße Reparaturen können erhebliche Gefahren für den Benutzer entstehen.
- Der Automat ist nur dann elektrisch vom Netz getrennt, wenn der Netzstecker gezogen oder die Sicherung ausgeschaltet ist.
- Der Anschluß darf nur an eine ordnungsgemäß angelegte Schutzkontakt-Steckdose erfolgen; die Absicherung muss über einen Leitungsschutzschalter mit 16 A erfolgen (Seite 31).
- Der Automat darf nicht in frostgefährdeten Räumen aufgestellt werden. Eingefrorene Schläuche können unter Druck reißen oder platzen, und die Zuverlässigkeit der Elektronik kann unter dem Gefrierpunkt herabgesetzt werden.
Betrieb und Textilien
- Nur Textilien waschen, die vom Hersteller im Pflegeetikett als maschinenwaschbar deklariert sind.
- Auf keinen Fall chemisch reinigen. Bei Reinigungsmitteln wie Benzin besteht Brand- und Explosionsgefahr.
- Färbe- und Entfärbemittel sowie Entkalkungsmittel müssen für den Einsatz in Waschautomaten geeignet sein; die Verwendungshinweise der Hersteller sind unbedingt zu beachten.
- Bei hohen Temperaturen wird das Schauglas heiß. Kinder sind deshalb daran zu hindern, während des Waschvorgangs das Schauglas zu berühren.
Kinder, Haustiere und Aufstellung
- Überzeugen Sie sich vor der Waschentnahme stets davon, dass die Trommel stillsteht. Beim Hineingreifen in eine noch drehende Trommel besteht erhebliche Verletzungsgefahr.
- Durch Einschalten der Kindersicherung wird verhindert, dass Kinder den Waschmittel-Schubkasten aufziehen (Seite 26).
- Der Waschautomat sollte während des Betriebes nur dann ohne Aufsicht betrieben werden, wenn sich ein Bodenablauf in direkter Nähe des Gerätes befindet.
- Beim Ausrangieren des Automaten das Türschloß unbrauchbar machen, damit spielende Kinder nicht eingesperrt werden und in Lebensgefahr geraten.
Defekt, Ersatzteile und Entsorgung
- Vor der Inbetriebnahme ist zu prüfen, dass die Transportsicherung an der Rückseite entfernt ist. Beim Schleudern kann eine nicht entfernte Transportsicherung zu Schäden am Gerät und an benachbarten Möbeln führen.
- Der Zulaufschlauch ist in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Alterungsbedingte Schäden, Risse, Knicke oder Beulen können Undichtigkeiten verursachen, aus denen Wasser ausläuft.
- Wird der Ablaufschlauch in ein Wasch- oder Ausgußbecken eingehängt, ist er gegen Abrutschen zu sichern. Die Rückstoßkraft des ausfließenden Wassers kann den ungesicherten Schlauch aus dem Becken drücken; außerdem ist zu prüfen, ob das Wasser schnell genug abfließt.
- Die Gebrauchsanweisung ist aufzubewahren (Seite 6).
Hinweis: Diese Zusammenfassung gibt die Hinweise des Handbuchs gekürzt wieder und ersetzt nicht den vollständigen Text auf den Seiten 5, 6, 26 und 31.
Passende Ersatzteile und Zubehör
Am Waschautomaten dieser Baureihe sind die Teile tauschbar, die im Handbuch mit einer eigenen Bezeichnung genannt werden: der Waschmittel-Schubkasten mit Saugheber, der Laugenfilter mit Verschlußdeckel, die Laugenpumpe, der Zulaufschlauch mit seinen beiden Sieben und der Ablaufschlauch mit Krümmer. Für den Einbau unter einer Arbeitsplatte und für den Ablauf über eine größere Höhe nennt das Dokument zusätzliche Bauteile, die über den Miele-Fachhandel oder den Miele-Kundendienst erhältlich sind.
Übersicht der Bauteile und Zubehörteile
| Bauteil / Zubehör | Funktion | Worauf beim Kauf achten | Seite |
|---|---|---|---|
| Waschmittel-Schubkasten | Nimmt Waschmittel, Enthärtungsmittel und Weich- oder Formspüler auf; wird zum Reinigen ganz herausgezogen | Das Dokument nennt keine Bestellnummer; der rote Entriegelungsknopf ist Bestandteil des Schubkastens | 4, 19 |
| Saugheber der Weichspülkammer | Spült den Weichspüler mit dem letzten Spülwasser ein | Nicht in der Kammer verklemmen; er wird mit warmem Wasser gereinigt und wieder eingesetzt | 11, 19 |
| Laugenfilter mit Verschlußdeckel | Hält Fremdkörper von der Laugenpumpe fern; über ihn wird die Trommel entleert | Nach dem Einsetzen den Knebel waagerecht stellen; ein schwergängiger Pumpenflügel deutet auf eingeklemmte Fremdkörper | 20, 21 |
| Laugenpumpe | Fördert die Lauge durch den Ablaufschlauch ab | Der Flügel muss sich leicht drehen lassen | 21, 24 |
| Zulaufschlauch mit zwei Sieben | Führt das Wasser zu; die Siebe schützen das Wassereinlaufventil | Nur Schlauchqualitäten verwenden, die mindestens 70 bar Überdruck standhalten; Original-Miele-Schläuche erfüllen diese Forderung | 22 |
| Ablaufschlauch mit drehbarem Krümmer | Leitet die Lauge in Becken, Abflußrohr oder Bodenablauf | Länge 1,5 m, Innendurchmesser 22 mm, Außendurchmesser 30 mm, Krümmer 32 mm; knickfrei verlegen, Verlängerung bis 5 m möglich | 33 |
| Unterbausatz mit Abdeckblech | Ermöglicht die Aufstellung unter einer Arbeitsplatte oder in einer Küchenzeile anstelle des Gerätedeckels | Im Miele-Fachhandel oder beim Miele-Kundendienst erhältlich; die Montage des Abdeckblechs ist aus Gründen der elektrischen Sicherheit erforderlich | 30 |
| Ausgleichsrahmen | Gleicht bei Arbeitsplattenhöhen von 900/910 mm die Höhe aus | Ebenfalls im Fachhandel oder beim Kundendienst erhältlich | 30 |
| Zwischenbausatz für die Wasch-Trocken-Säule | Verbindet den Waschautomaten mit einem Miele-Trockenautomaten zu einer Säule | Nur zusammen mit einem Miele-Trockenautomaten vorgesehen | 30 |
| Zweite Laugenpumpe (Duobetrieb) | Für Abpumphöhen über 1 m bis maximal 1,8 m | Im Miele-Fachhandel oder beim Miele-Kundendienst mit Umbausatz erhältlich | 33 |
