Der Vitodens 333-F ist nach der Gerätebeschreibung des Hefts ein Gas-Brennwertkompaktgerät mit Inox-Radial-Heizfläche für Erdgas und Flüssiggas, gebaut als Typ B3TF in vier Leistungsstufen von 1,9 bis 32 kW (S. 8, S. 111). Im Gehäuse sitzen ein modulierender MatriX-Plus-Brenner, ein Trinkwasser-Ladespeicher aus Edelstahl mit 100 Litern, ein 3-Wege-Umschaltventil mit drehzahlgeregelter Hocheffizienz-Umwälzpumpe, ein Membran-Druckausdehnungsgefäß mit 18 Litern und eine witterungsgeführte Regelung. Das Gehäuse misst 595 mm in der Länge, 600 mm in der Breite und 1400 mm in der Höhe, das Gewicht liegt bei 101,2 kg (S. 112).
Wichtig für die Einordnung: Das verlinkte PDF ist die Montage- und Serviceanleitung für die Fachkraft, nicht die kurze Bedienungsanleitung für Endkunden. Wer Störungscodes und Verhaltensregeln sucht, wird hier fündig – die Tabellen ab Seite 75 sind aber für den Service geschrieben und setzen teils Messgeräte, das Servicepasswort „viservice“ und Arbeiten am geöffneten Gerät voraus. Reine Bedienschritte für den Alltag, etwa das Einstellen der Heizkennlinie am Startbildschirm, stehen laut Handbuch in einer eigenen Bedienungsanleitung, auf die das Heft mehrfach verweist.
Merkmale laut Handbuch
| Merkmal | Angabe | Seite |
|---|---|---|
| Bauart | Gas-Brennwertkompaktgerät mit Inox-Radial-Heizfläche | S. 8 |
| Brenner | Modulierender MatriX-Plus-Brenner für Erdgas und Flüssiggas | S. 8 |
| Warmwasser | Trinkwasser-Ladespeicher aus Edelstahl, Inhalt 100 l | S. 8 |
| Hydraulik | 3-Wege-Umschaltventil, drehzahlgeregelte Hocheffizienz-Umwälzpumpe | S. 8 |
| Regelung | witterungsgeführter Betrieb | S. 8 |
| Ausdehnungsgefäß | Membran-Druckausdehnungsgefäß, 18 l Inhalt | S. 8 |
| Leistungsbereich | 1,9 bis 32 kW in vier Baugrößen, Erdgas und Flüssiggas | S. 111 |
| Schutzart | IP X4 raumluftunabhängig, IP X0 raumluftabhängig | S. 111 |
| Abmessungen | 595 mm Länge, 600 mm Breite, 1400 mm Höhe | S. 112 |
| Gewicht | 101,2 kg | S. 112 |
| Abgas- und Zuluftanschluss | Abgas Ø 60 mm, Zuluft Ø 100 mm | S. 112 |
| Abgasbauarten in Deutschland | B23, B33, C13X, C33X, C53X, C63X, C83X, C93X | S. 113 |
Meldungen und Fehlercodes
Das Heft führt echte Störungscodes. Die Tabelle „Störungsmeldungen“ beginnt auf Seite 75 bei F.5 und endet auf Seite 91 bei F.549; jede Zeile nennt die Nummer im Display, das Verhalten der Anlage, die Ursache und die Maßnahme. Viele Maßnahmen schließen mit dem Satz „Gerät entriegeln“, weil der Brenner nach einer Störung gesperrt bleibt.
Für die Zuordnung nennt das Handbuch einen eigenen Weg: Im Display steht neben der Nummer die Teilnehmernummer der betroffenen Komponente. Ohne diese Nummer lässt sich ein Fehler an einem Erweiterungsmodul nicht eindeutig einem Gerät zuordnen, denn die Nummer hängt von der Drehschalterstellung am Modul ab (S. 73).
Eine zweite, kürzere Liste auf Seite 74 sammelt Meldungen mit anderem Kürzel: P. steht für Wartung, S. für Status, A. für Warnung und I. für Information. Diese Meldungen sperren den Brenner nicht, sie weisen auf fällige Arbeiten oder Betriebszustände hin.
Störungscodes von F.5 bis F.549 (Auswahl aus der Tabelle)
| Code | Bedeutung laut Handbuch | Seite |
|---|---|---|
| F.5 | Volumenstrom wird nicht überwacht; Ursache ist eine Unterbrechung des Volumenstromsensors, zu prüfen sind Stecker 33/X6 und die Leitung zum Feuerungsautomaten BCU. | S. 75 |
| F.7 | Keine Trinkwassererwärmung, weil der Speichertemperatursensor unterbrochen ist; Sensor prüfen, Verweis auf Seite 94. | S. 75 |
| F.8 | Keine Trinkwassererwärmung durch Kurzschluss am Speichertemperatursensor; derselbe Prüfweg wie bei F.7. | S. 75 |
| F.9 | Keine Trinkwassererwärmung; der Auslauftemperatursensor Warmwasser ist unterbrochen. | S. 75 |
| F.13 | Die Regelung arbeitet mit 0 °C Außentemperatur weiter, weil der Außentemperatursensor unterbrochen ist. | S. 76 |
| F.14 | Gleiches Verhalten wie F.13, hier Kurzschluss statt Unterbrechung am Außentemperatursensor. | S. 76 |
| F.29 | Regelt ohne Vorlauftemperatursensor an der hydraulischen Weiche; Sensor hydraulische Weiche prüfen. | S. 76 |
| F.37 | Brenner blockiert, interne Umwälzpumpe steht, keine Raumbeheizung und kein Warmwasser; Ursache ist eine Unterbrechung am Anlagendrucksensor. | S. 76 |
| F.38 | Wie F.37, jedoch Kurzschluss am Anlagendrucksensor statt Unterbrechung. | S. 76 |
| F.49 | Brenner auf Störung durch Unterbrechung des Abgastemperatursensors; Sensor prüfen, danach entriegeln. | S. 76 |
| F.55 | Brenner auf Störung, weil der CO-Sensor unterbrochen ist; CO-Sensor prüfen, danach entriegeln. | S. 76 |
| F.57 | Unterbrechung am Raumtemperatursensor; die Regelung arbeitet ohne Raumeinfluss weiter. | S. 76 |
| F.59 | Brenner blockiert bei Unterspannung; Stromversorgung prüfen. | S. 76 |
| F.62 | Brenner auf Störung, weil der Sicherheitstemperaturbegrenzer ausgelöst hat; Füllstand prüfen, entlüften, entriegeln. | S. 76 |
| F.63 | Brenner auf Störung, weil der Abgastemperaturbegrenzer ausgelöst hat; erst nach dem Abkühlen der Abgasanlage entriegeln. | S. 76 |
| F.67 | Ionisationsstrom liegt nicht im gültigen Bereich; Gasversorgung, Gaskombiregler und Elektrode prüfen. | S. 77 |
| F.68 | Flammensignal steht schon vor dem Brennerstart an; Ionisationselektrode und Leitung prüfen. | S. 77 |
| F.71 | Gebläsedrehzahl zu niedrig; Gebläse auf Blockade prüfen. | S. 77 |
| F.72 | Gebläsestillstand wird nicht erreicht; Förderdruck im Abgassystem prüfen. | S. 77 |
| F.73 | Interner Kommunikationsfehler im Feuerungsautomaten; CAN-BUS-Verbindung und Leitungen prüfen. | S. 77 |
| F.74 | Brenner blockiert, interne Umwälzpumpe steht; der Anlagendruck ist zu niedrig, Wasser nachfüllen. | S. 77 |
| F.89 | Keine Raumbeheizung und keine Trinkwassererwärmung, weil die interne Pumpe blockiert; Pumpe prüfen oder tauschen. | S. 77 |
| F.91 | Kommunikationsfehler am Elektronikmodul DIO; die Funktion der Erweiterung läuft im Notbetrieb. | S. 77 |
| F.93 | Kommunikationsfehler am Elektronikmodul M2IO; Anschlüsse und Leitung zur Regelung HMU prüfen. | S. 77 |
| F.94 | Kommunikationsfehler am Elektronikmodul SDIO/SM1A; die Nachladeunterdrückung ist nicht aktiv. | S. 78 |
| F.100 | Spannungsfehler PlusBus; das angeschlossene Elektronikmodul arbeitet im Notbetrieb, PlusBus-Leitung prüfen. | S. 78 |
| F.104 | Externer Störmeldeeingang aktiv; das aufgeschaltete externe Gerät prüfen, abhängig von der Konfigurierung. | S. 78 |
| F.142 | Kommunikationsfehler an der Gebläseeinheit; Verbindungsleitung prüfen, danach entriegeln. | S. 78 |
| F.160 | Die Regelung erreicht über den CAN-BUS keine angeschlossenen Elektronikmodule; Anlage bleibt im Regelbetrieb. | S. 78 |
| F.182 | Keine Trinkwassererwärmung durch Kurzschluss am Auslauftemperatursensor; Sensor prüfen. | S. 78 |
| F.299 | Die Uhrzeit steht falsch, die Echtzeituhr meldet einen Fehler; Uhrzeit stellen und Batterie der Regelung HMU prüfen. | S. 78 |
| F.342 | Kommunikationsfehler zum Feuerungsautomaten BCU; Verbindungsleitung prüfen, danach entriegeln. | S. 78 |
| F.345 | Brenner blockiert, weil der Temperaturwächter ausgelöst hat; für ausreichende Wärmeabnahme sorgen. | S. 78 |
| F.346 | Kalibrierungsfehler Ionisationsstrom; Gasanschlussdruck, Sieb am Gaskombiregler und Abgassystem prüfen. | S. 79 |
| F.349 | Regelbetrieb mit eingeschränktem Modulationsbereich, weil der Luftmassestrom in der Gebläseeinheit nicht korrekt erkannt wird. | S. 79 |
| F.352 | Geräteinterner CO-Grenzwert überschritten; der gesamte Abgasweg ist auf Rezirkulation, Undichtheit, Stau und Verengung zu prüfen. | S. 79 |
| F.353 | Brenner blockiert bei unzureichender Gasversorgung; Gasversorgung prüfen und das eingangsseitige Sieb im Gaskombiregler ansehen. | S. 79 |
| F.357 | Unzureichende Gasversorgung; prüfen, ob der Gasabsperrhahn offen ist, danach Ruhedruck und Fließdruck messen. | S. 80 |
| F.359 | Kein Zündfunke vorhanden; Zündbaustein, Zündelektrode und deren Leitungen prüfen. | S. 80 |
| F.361 | Flammensignal ist beim Brennerstart nicht vorhanden oder zu gering; Ionisationselektrode und Steckverbindungen prüfen. | S. 81 |
| F.368 | Brenner blockiert nach abgelaufener Zwangsbelüftungszeit; Gasdruck prüfen und den Verbinder am Gasdruckwächter testweise trennen. | S. 81 |
| F.371 | Gebläsedrehzahl zu niedrig; Gebläse, Verbindungsleitungen und Spannungsversorgung prüfen. | S. 81 |
| F.373 | Zu geringe Wärmeabnahme während der Kalibrierung; der Temperaturwächter hat ausgeschaltet, Umwälzpumpe auf Verkalkung und Blockade prüfen. | S. 82 |
| F.407 | Brenner auf Störung, Sicherheitskette ausgelöst; Füllstand der Heizungsanlage prüfen, Umwälzpumpe prüfen, entlüften. | S. 86 |
| F.416 | Brenner blockiert, weil der Abgastemperatursensor nicht richtig positioniert ist; Sensor richtig einbauen. | S. 86 |
| F.425 | Zeitsynchronisierung fehlgeschlagen; die Anlage bleibt im Regelbetrieb, Uhrzeit einstellen. | S. 86 |
| F.430 | Keine Einbindung von Automatisierungsmodulen möglich; Kommunikationsfehler am Gateway. | S. 87 |
| F.457 | Gebläse blockiert; Leichtgängigkeit des Gebläserads prüfen, sonst Gebläseeinheit tauschen. | S. 88 |
| F.458 | Interner Fehler; Wärmeerzeuger neu einschalten, bei Bedarf entriegeln. | S. 88 |
| F.471 | Keine Wärmeanforderung, weil der Anlagendrucksensor nicht verfügbar ist. | S. 90 |
| F.473 | Keine Wärmeanforderung durch Kommunikationsfehler der Regelung HMU; Verbindungsleitung zwischen Feuerungsautomat und Regelung prüfen. | S. 90 |
| F.517 | Regelbetrieb, aber die leitungsgebundene Fernbedienung Vitotrol bleibt ohne Funktion; Leitung und Einstellung prüfen. | S. 90 |
| F.527 | Update-Parameter fehlerhaft oder unvollständig; Flashvorgang am Feuerungsautomaten BCU wiederholen. | S. 90 |
| F.540 | Kondenswasserstau in der Wärmezelle; Kondenswasserablauf und Siphon prüfen, danach entriegeln. | S. 90 |
| F.542 | Mischer fährt zu, Heizkreispumpe läuft weiter; Unterbrechung am Vorlauftemperatursensor von Heizkreis 1 mit Mischer. | S. 91 |
| F.549 | Kurzschluss am Vorlauftemperatursensor von Heizkreis 4 mit Mischer; Sensor TS1 am Erweiterungssatz Mischer prüfen. | S. 91 |
Wartungs-, Status- und Warnmeldungen (Seite 74)
| Kürzel | Meldung im Handbuch | Seite |
|---|---|---|
| P.1 | Wartung nach Zeitintervall steht an | S. 74 |
| P.4 | Heizwasser nachfüllen | S. 74 |
| P.8 | Wartung nach Brennerbetriebsstunden steht an | S. 74 |
| S.60 | Sommerbetrieb aktiv, Sparfunktion über die Außentemperatur | S. 74 |
| S.75 | Trinkwasserzirkulationspumpe aktiv | S. 74 |
| A.12 | Batterie der Echtzeituhr entladen, Batterie der Regelung HMU ersetzen | S. 74 |
| A.18 | Möglicher Kondenswasserstau in der Wärmezelle; Brennraum und Kondenswasserablauf prüfen | S. 74 |
| I.55 | Maximale Warmwassertemperatur erreicht | S. 74 |
| I.56 | Extern Anfordern aktiv | S. 74 |
| I.57 | Extern Sperren aktiv | S. 74 |
Häufige Fragen
Im Display steht F.74 – darf ich selbst Wasser nachfüllen?
F.74 heißt: Der Brenner ist blockiert, die interne Umwälzpumpe steht und der Anlagendruck ist zu niedrig. Das Handbuch nennt als Maßnahme ausdrücklich „Wasser nachfüllen“; das Nachfüllen über den Kesselfüllhahn ist der Schritt, den der Betreiber selbst gehen kann, alles Weitere gehört in die Hand des Fachbetriebs.
- Anlagendruck in der Systemübersicht der Regelung oder am Manometer ablesen.
- Über den Kesselfüll- und Entleerungshahn füllen, bis mindestens 1,0 bar anliegen und der Zeiger im grünen Bereich steht.
- Befüllfunktion starten (Service, Passwort „viservice“, Service-Funktion, Befüllung); sie endet nach 20 Minuten von selbst.
Ich habe die Störung quittiert, am nächsten Tag steht sie wieder da. Ist das normal?
Ja. Eine quittierte Störung, deren Ursache nicht behoben wurde, kommt am nächsten Tag um 7.00 Uhr zurück, und die Sammelstörmeldeeinrichtung schaltet wieder ein. Quittieren ersetzt also keine Reparatur.
- Ursache suchen lassen, statt nur die Meldung wegzudrücken.
- Meldung erneut quittieren, damit die Anlage bis zur Behebung weiterläuft.
- Den Verlauf in der Meldungshistorie festhalten und dem Fachbetrieb zeigen.
Quelle im Handbuch: S. 73
Wie komme ich an die Störungen von gestern?
Über die Meldungshistorie im Service-Menü. Sie speichert die letzten zehn Störungen, auch bereits behobene, dazu Wartungsmeldungen; die Einträge sind nach Aktualität geordnet.
- Service antippen und das Passwort „viservice“ eingeben.
- „Meldungshistorie“ wählen.
- Zwischen „Störungen“, „Wartungen“, „Status“, „Warnungen“ und „Informationen“ umschalten.
Quelle im Handbuch: S. 73
Nach der Erstinbetriebnahme erscheint F.416. Was bedeutet das?
Die Regelung hat den Abgastemperatursensor bei der Erstinbetriebnahme geprüft und seine Position beanstandet. Solange diese Prüfung nicht bestanden ist, bleibt der Brenner gesperrt.
- Prüfen, ob der Sensor mit dem Bajonettverschluss richtig sitzt.
- Lage korrigieren oder den Sensor austauschen.
- Netzschalter aus- und wieder einschalten und den Inbetriebnahme-Assistenten erneut starten.
- Abgasseitige Dichtheit prüfen.
Es riecht nach Abgas im Heizraum – was ist zuerst zu tun?
Das Heft trennt Abgas- und Gasgeruch. Bei Abgas nimmt man die Anlage außer Betrieb, lüftet den Aufstellort und schließt die Türen zu den Wohnräumen, damit sich das Abgas nicht im Haus verteilt.
- Heizungsanlage außer Betrieb nehmen.
- Aufstellort belüften.
- Türen zu Wohnräumen schließen und den Fachbetrieb rufen.
Quelle im Handbuch: S. 3
Wann ist die nächste Wartung fällig und wie wird die Meldung quittiert?
Das Intervall lässt sich in Brennerbetriebsstunden (Schritte von 100 h) oder in Monaten (0, 3, 6, 12, 18 oder 24) einstellen. Eine quittierte, aber nicht zurückgesetzte Wartungsmeldung erscheint am folgenden Montag erneut.
- Wartungsmeldung über „Meldungslisten“ und „Wartung“ abfragen.
- Meldung quittieren und bestätigen.
- Nach der Wartung Parameter 1411.0 „Wartungsmeldungen zurücksetzen“ auf „Ein“ stellen, damit die Zähler wieder bei 0 beginnen.
Störungsbaum: Symptom, Prüfung, Maßnahme
Die Gruppen folgen den Störungsmeldungen ab Seite 75 und dem Ablaufplan „Funktionsablauf und mögliche Störungen“ auf Seite 36; jeder Schritt nennt die Fundstelle im Heft.
Der Brenner geht auf Störung und startet nicht wieder
- Entriegeln: Erst nach der Ursachenbehebung entriegeln; das Heft verweist dafür auf die Bedienungsanleitung. (S. 95)
- Abgastemperatur: Leitung und Stecker am Abgastemperatursensor prüfen, Widerstand messen. (S. 95)
- Gasversorgung: Gasdruck und Gasströmungswächter prüfen, Gaskombiregler und Verbindungsleitung kontrollieren. (S. 77)
- Gebläse: Gebläse auf Blockade prüfen, danach Verbindungsleitungen und Ansteuerung. (S. 77)
Der Brenner blockiert, Heizung und Warmwasser bleiben kalt
- Anlagendruck: Druck ablesen und Wasser nachfüllen; F.74 nennt genau diesen Schritt. (S. 77)
- Wärmeabnahme: Für ausreichende Wärmeabnahme sorgen, sonst löst der Temperaturwächter aus. (S. 78)
- Anlagendrucksensor: Steht F.37 oder F.38 an, den Sensor selbst prüfen. (S. 76)
- Interner Fehler: Wärmeerzeuger aus- und wieder einschalten, bei Bedarf entriegeln. (S. 88)
Keine Trinkwassererwärmung
- Speichertemperatursensor: Unterbrechung oder Kurzschluss am Sensor suchen, Sensor prüfen. (S. 75)
- Auslauftemperatursensor: Sensor am Warmwasseraustritt prüfen, das Heft verweist auf Seite 94. (S. 75)
- Widerstand: Widerstand messen und mit der Kennlinie NTC 10 kΩ vergleichen, bei starker Abweichung tauschen. (S. 94)
Störmeldung mit Teilnehmernummer oder Kommunikationsfehler
- Teilnehmernummer: Die angezeigte Komponente anhand der Teilnehmernummer identifizieren; sie hängt von der Drehschalterstellung ab. (S. 73)
- Anschlüsse: Anschlüsse am Elektronikmodul und die Verbindung zur Regelung HMU prüfen. (S. 77)
- PlusBus: Bei F.100 die PlusBus-Verbindungsleitung prüfen. (S. 78)
- CAN-BUS: Bei F.160 Anschlüsse und Verbindungen der Regelung HMU prüfen. (S. 78)
Die Anlage heizt nicht, obwohl keine Störmeldung ansteht
- Wärmeanforderung: Im Ablaufplan prüfen, ob die Regelung überhaupt eine Wärmeanforderung stellt; sonst Sollwert erhöhen. (S. 36)
- Fernbedienung: Bei F.517 Leitung und Einstellung der Fernbedienung prüfen. (S. 90)
- Sommerbetrieb: S.60 zeigt den Sommerbetrieb über die Sparfunktion Außentemperatur an. (S. 74)
Mischer fährt zu, obwohl Wärme gebraucht wird
- Heizkreis mit Mischer: Mischer fährt zu, die Heizkreispumpe läuft weiter; Vorlauftemperatursensor prüfen. (S. 91)
- Sensor TS1: Sensor TS1 am Erweiterungssatz Mischer (Elektronikmodul ADIO) prüfen. (S. 91)
- Teilnehmermeldung: Bei Störungen der Teilnehmer zeigt das Display eine eigene Meldung an. (S. 91)
Der Kessel zündet nicht
- Zündbaustein: Zündbaustein prüfen; in der Zündphase müssen 230 V an den Steckern X18.1 und X18.3 anliegen. (S. 36)
- Gasversorgung: Gasversorgung prüfen und die Gasleitung entlüften. (S. 36)
- Gebläse: Läuft das Gebläse nicht an, steht nach etwa 51 Sekunden F.71 an. (S. 36)
- Ionisationselektrode: Einstellung der Ionisationselektrode prüfen. (S. 36)
Sicherheitshinweise aus dem Handbuch
Die Sicherheitshinweise stehen gesammelt auf Seite 2 bis 4, einzelne Warnungen zusätzlich bei den Arbeitsschritten (etwa Seite 17, 30, 32, 34, 35, 92, 94 und 99). Sie sind hier zusammengefasst, weil sie unabhängig vom Fehlerbild gelten: Wer am geöffneten Gerät arbeitet, trifft sie zuerst, und wer nur eine Störmeldung liest, sollte zumindest die Punkte zu Gas, Abgas und Wasser kennen.
- Zielgruppe: Das Heft richtet sich ausschließlich an autorisierte Fachkräfte; Arbeiten an der Gasinstallation bleiben Installateuren vorbehalten, Elektroarbeiten den Elektrofachkräften. (S. 2)
- Heiße Bauteile: Vor Wartungs- und Servicearbeiten ausschalten und abkühlen lassen; Kessel, Brenner, Abgassystem und Verrohrung nicht berühren. (S. 2)
- Elektrostatik: Vor dem Öffnen geerdete Objekte wie Heizungs- oder Wasserrohre berühren, damit sich die statische Aufladung ableitet. (S. 2)
- Originalteile: Bauteile mit sicherheitstechnischer Funktion nur durch Viessmann Originalteile ersetzen. (S. 2)
- Zubehör und Umbauten: Nur geprüfte Ersatz- und Verschleißteile verwenden; nicht zugelassene Komponenten und Umbauten können die Gewährleistung einschränken. (S. 3)
- Gasgeruch: Nicht rauchen, offenes Feuer und Funken vermeiden, Gasabsperrhahn schließen, Fenster und Türen öffnen und Personen aus der Gefahrenzone bringen. (S. 3)
- Abgasgeruch: Anlage außer Betrieb nehmen, Aufstellort belüften und Türen zu Wohnräumen schließen, damit sich das Abgas nicht verteilt. (S. 3)
- Wasseraustritt: Bei Wasser aus dem Gerät besteht Stromschlaggefahr; die Anlage an der externen Trennvorrichtung abschalten und heißes Heizwasser nicht berühren. (S. 3)
- Kondenswasser: Kondenswasser weder mit Haut noch mit Augen in Berührung bringen und nicht verschlucken. (S. 3)
- Abluftgeräte: Dunstabzugshauben und andere Abluftgeräte können Abgas zurückströmen lassen; Verriegelungsschaltung einbauen oder Verbrennungsluft sichern. (S. 4)
- Siphon: Vor der Inbetriebnahme mindestens 0,3 l Wasser in den Abgasanschluss füllen, sonst kann Abgas aus dem Kondenswasserablauf austreten. (S. 17)
- Füllwasser: Nur Wasser in Trinkwasserqualität einfüllen; ungeeignetes Wasser fördert Ablagerungen und Korrosion. (S. 30)
- Entlüften: Den Kessel nicht über das heizwasserseitige Sicherheitsventil entlüften. (S. 32)
- CO-Messung: Vor und nach Arbeiten an Gasgeräten eine CO-Messung durchführen. (S. 34)
- Restwasser: Beim Öffnen tritt Restwasser aus wasserführenden Leitungen, Wärmetauschern, Pumpen und Plattenwärmetauschern aus; Regelung und Elektrik davor schützen. (S. 92)
- Verbrühung: Der Doppelsensor sitzt direkt im Heizwasser; vor dem Wechsel den Kessel heizwasserseitig entleeren. (S. 94)
- Sicherungen: Nur baugleiche Sicherungen mit der angegebenen Auslösecharakteristik einsetzen und ohne Kraftaufwand positionieren. (S. 99)
- Gasdichtheit: Nach der Druckmessung die Dichtheit am Mess-Stutzen prüfen; dort austretendes Gas führt zu Explosionsgefahr. (S. 35)
Verwandte Teile und Zubehör
| Teil | Bezeichnung im Handbuch | Bemerkung | Seite |
|---|---|---|---|
| Anschluss-Set | als Zubehör lieferbares Anschluss-Set | Für den gas- und wasserseitigen Anschluss zwingend nötig; das Heft zeigt Varianten für Aufputz-Montage nach oben und zur Seite. | S. 11 |
| Anschluss-Set Zirkulationspumpe | Anschluss-Set Zirkulationspumpe (Zubehör) | Der Zirkulationsanschluss braucht dieses Set als Zubehör und eine eigene Montageanleitung. | S. 17 |
| Sicherheitsgruppe | Sicherheitsgruppe nach DIN 1988 und EN 806 | Zubehör zu den Unterputz-Anschluss-Sets; Sicherheitsventil, Rückflussverhinderer und Manometeranschluss gehören dazu. | S. 14 |
| Erweiterung EM-EA1 | Erweiterung EM-EA1 (Elektronikmodul DIO) | Wird für ein externes Sicherheitsmagnetventil gebraucht, wenn der Kessel bei Flüssiggas unter Erdgleiche steht. | S. 18 |
| Erweiterung EM-P1 | Erweiterung EM-P1 (Zubehör) | Nimmt die Trinkwasserzirkulationspumpe auf, wenn der Ausgang P2 bereits die Heizkreispumpe versorgt. | S. 21 |
| Erweiterung EM-S1 | Erweiterung EM-S1 | Das Heft schließt sie für dieses Gerät aus: Seite 23 führt sie als „nicht bei Vitodens 222-F und 333-F“. | S. 23 |
| Erweiterungssatz Mischer | Erweiterungssatz Mischer (Elektronikmodul ADIO) | Für Heizkreise mit Mischer; im Anschlussplan als eigene Baugruppe neben der Regelung geführt. | S. 22 |
| Fernbedienung Vitotrol 200-E | Vitotrol 200-E | Läuft als PlusBus-Teilnehmer unter der Nummer 48 bis 63. | S. 73 |
| RF-Modul | RF-Modul (Funkmodul) | Sitzt laut Anschlussplan in der Bedieneinheit HMI. | S. 107 |
| Regelung HMU | Regelung HMU | Nimmt die bauseitigen Anschlüsse auf, darunter PlusBus, CAN-BUS und der parametrierbare 230-V-Ausgang P2. | S. 20 |
| Feuerungsautomat BCU | Feuerungsautomat BCU | Bei F.342 nennt das Heft zuerst die Verbindungsleitung zum BCU, danach das Entriegeln. | S. 78 |
| Sicherung F1 | Sicherung F1 | Sitzt hinter der Abdeckung im Regelungsbereich; Prüfung nur mit korrekt positionierten, baugleichen Sicherungen. | S. 99 |
| Membran-Druckausdehnungsgefäß | Membran-Druckausdehnungsgefäß (18 l Inhalt) | Gehört laut Produktinformation zu den im Gerät eingebauten Komponenten. | S. 8 |
| PlusBus-Leitung | PlusBus | Systemlänge bis 50 m bei 0,34 mm2 und ungeschirmter Leitung. | S. 23 |
| Ersatzteile | Viessmann Ersatzteil-App | Das Heft enthält keine Ersatzteilliste, sondern nur diesen Verweis. | S. 9 |
