Die Anleitung ist die modellübergreifende Betriebsanleitung der Winora Group. In der Modellübersicht erscheint das Modell Flitzer in der Spalte „Kategorie / Typ / Einsatzbereich“ mit der Einordnung „City- /Trekking, Cross“. Für diese Kategorie nennt das Heft ein zulässiges Gesamtgewicht von 130 kg, zu dem Fahrer, Gepäck, ungebremste Anhängelast und Fahrrad zusammengezählt werden.
Räder, denen diese Anleitung beiliegt, sind nur für eine Person konzipiert. Die Anleitung entspricht nach eigener Angabe den Anforderungen der CE-Norm EN 14764 / EN 14765 / EN 14766 und EN 14781; zusätzlich sind die Anleitungen der Komponentenhersteller zu beachten. Für Arbeiten am Rad nennt das Heft wiederholt den Drehmomentschlüssel und empfiehlt im Zweifel den Fahrrad-Fachhändler.
Angaben aus dem Heft
| Merkmal | Angabe im Handbuch | Seite |
|---|---|---|
| Herausgeber | WINORA GROUP, Winora-Staiger GmbH, D-97404 Schweinfurt | PDF-Seite 3 |
| Normbezug | CE-Norm EN 14764 / EN 14765 / EN 14766 und EN 14781 | PDF-Seite 5 |
| Modell Flitzer | Kategorie City- /Trekking, Cross | PDF-Seite 11 |
| Einsatzbereich der Kategorie | Öffentliche Straßen und befestigte Wege, keine Nutzung im Gelände, keine Wettkämpfe | PDF-Seite 13 |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 130 kg für Fahrer, Gepäck, Anhängelast (ungebremst) und Fahrrad | PDF-Seite 13 |
| Personenzahl | Nur für eine Person konzipiert | PDF-Seite 12 |
| Maximale Anhängelast | 40 kg ungebremst, 80 kg gebremst | PDF-Seite 15 |
| Erste Inspektion | Nach 100 bis 300 km bzw. 5 bis 15 Betriebsstunden oder vier bis sechs Wochen | PDF-Seite 62 |
| Spätester Termin der Erstinspektion | Nach drei Monaten | PDF-Seite 62 |
| Einfahrzeit der Laufräder | Nach etwa 100 bis 300 km Kontrolle und Nachzentrieren beim Fachhändler | PDF-Seite 30 |
| Reifengröße | Millimeter-Angabe und Zoll-Angabe auf der Reifenflanke, Beispiel 52-559 | PDF-Seite 30 |
| Luftdruck | Empfehlung steht auf der Reifenflanke oder dem Typenetikett | PDF-Seite 31 |
| Reifen über 5 bar | Müssen auf Hakenfelgen mit der Bezeichnung „C“ montiert werden | PDF-Seite 31 |
| Ventilarten | Sclaverand-/Prestaventil, Schrader-/Autoventil, Dunlop-/Blitzventil | PDF-Seite 31 |
| Kette kontrollieren bzw. wechseln | Ab 800 km | PDF-Seite 64 |
| Kettenspannung bei Singlespeed | Ca. alle 1.000 km bzw. 50 Betriebsstunden kontrollieren | PDF-Seite 30 |
| Kettenspiel | Nicht mehr als 2 cm nach oben und unten | PDF-Seite 30 |
| Lenker aus Aluminium und Carbon | Austauschen spätestens nach 5 Jahren | PDF-Seite 64 |
| Felgen bei Felgenbremsen | Wandstärke kontrollieren, spätestens nach dem zweiten Satz Bremsbeläge auswechseln | PDF-Seite 64 |
| Sachmängelhaftung | Fahrrad-Fachhändler haftet im Zeitraum von 2 Jahren | PDF-Seite 66 |
| Umkehr der Beweislast | Gesetzlich für einen Zeitraum von 6 Monaten | PDF-Seite 66 |
| Kindersitze | Nur für Räder ab einer Laufradgröße von 26 Zoll gestattet | PDF-Seite 16 |
Meldungen und Fehlercodes
Das Heft arbeitet nicht mit Fehlercodes oder einer Codetabelle. Auffälligkeiten werden als Feststellung beschrieben, etwa „Der Bremshebel lässt sich durchziehen“ oder „Die Rillen auf der Felge sind nicht mehr zu erkennen“. Jede Feststellung ist mit einer Handlungsanweisung verbunden; bei Unsicherheit verweist die Anleitung durchgehend auf den Fahrrad-Fachhändler.
Der Unterschied zu einer Fehlercode-Tabelle liegt in der Richtung: Das Heft beschreibt den Zustand, den Sie selbst prüfen sollen – vor jeder Fahrt, monatlich oder jährlich – statt einen Code auszugeben.
| Beobachtung | Einordnung laut Handbuch | Seite |
|---|---|---|
| Reifen fühlt sich weich an | Zu geringer Druck kann zu einem „snake-bite“ (Schlangenbiss) führen; der Schlauch wird beim Überfahren einer Kante zerquetscht. | PDF-Seite 31 |
| Reifen springt von der Felge | Nie über den maximal zulässigen Druck aufpumpen, sonst kann der Reifen springen oder platzen. | PDF-Seite 31 |
| Bremshebel lässt sich durchziehen | Der Hebel darf sich nicht zum Lenker durchziehen lassen; bei Scheibenbremsen gilt das ebenso. | PDF-Seite 7 |
| Bremsflüssigkeit tritt aus | Bei Undichtigkeit sofort den Fahrrad-Fachhändler aufsuchen. | PDF-Seite 22 |
| Klappergeräusche beim Fahren | Rad aus geringer Höhe auf den Boden springen lassen und den Geräuschen nachgehen; Lager und Schraubverbindungen prüfen. | PDF-Seite 7 |
| Unrunder Lauf der Räder | Mangelhafter Rundlauf kann auf seitlich aufgeplatzte Reifen, gebrochene Achsen oder gerissene Speichen hinweisen. | PDF-Seite 7 |
| Rillen oder Punkte auf der Felge nicht mehr erkennbar | Die Felge muss ausgetauscht werden. | PDF-Seite 19 |
| Kette läuft nicht sauber | Mit einer verschlissenen Kette werden weitere Teile des Antriebs beschädigt. | PDF-Seite 67 |
| Schaltwerk nahe an den Speichen | Nach einem Sturz können Schaltwerk oder Ausfallende verbogen sein; das Schaltwerk kann in die Speichen geraten. | PDF-Seite 8 |
| Schnellspanner nicht geschlossen | Nicht ordnungsgemäß geschlossene Schnellspanner können dazu führen, dass sich Teile lösen. | PDF-Seite 7 |
| Beleuchtung ohne Funktion | Ersatz-Glühlampen mitführen; Leuchtmittel unterliegen funktionsbedingt einem Verschleiß. | PDF-Seite 67 |
| Bremsbeläge abgenutzt | Regelmäßig den Verschleißzustand kontrollieren und vom Fachhändler austauschen lassen. | PDF-Seite 67 |
| Scheibenbremse geräuschvoll bei Nässe | Scheibenbremsen neigen bei Nässe zu Geräuschentwicklung; sie sprechen bei Nässe schneller an als Felgenbremsen. | PDF-Seite 22 |
| Neue Bremsbeläge bremsen schwach | Neue Beläge müssen eingebremst werden, bis sie optimale Verzögerungswerte erzielen. | PDF-Seite 22 |
Häufige Fragen
Was soll vor jeder Fahrt geprüft werden?
Das Heft nennt eine feste Reihenfolge: Schnellspanner und Verschraubungen an Vorder- und Hinterrad, Sattelstütze und sonstigen Bauteilen; Reifenzustand und -druck mit Daumenprobe; Rundlauf beider Räder; Bremsprobe im Stillstand; Klappergeräusche; danach die vorgeschriebene Ausstattung für den Straßenverkehr.
- Schnellspanner und Verschraubungen auf festen Sitz prüfen.
- Reifenzustand und Reifendruck mit der Daumenprobe prüfen.
- Beide Räder frei drehen lassen und den Rundlauf beobachten.
- Bremsprobe im Stillstand: Bremshebel mit Kraft zum Lenker ziehen.
- Rad aus geringer Höhe auf den Boden springen lassen und Klappergeräuschen nachgehen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 7
Was ist vor der ersten Fahrt zu beachten?
Das Heft nennt sieben Punkte: Nutzung nur gemäß dem Bestimmungszweck, Beachtung des maximalen Gesamtgewichts, Vertrautheit mit der Bremsanlage samt Probebremsungen, Vertrautheit mit der Schaltung, richtige Einstellung von Sattel und Lenker, Einüben von Klick- bzw. Systempedalen im Stillstand und bei gefederten Rädern ein Fahrwerks-Check. Zuletzt: Parkstütze vollständig einklappen.
- Rad ausschließlich gemäß seinem Bestimmungszweck benutzen.
- Maximales Gesamtgewicht dem Kapitel „Bestimmungsgemäßer Gebrauch“ entnehmen.
- Prüfen, welche Handbremse welches Rad bremst; Probebremsungen auf verkehrsfreier Fläche.
- Sattel und Lenker prüfen: im Sattel sitzend den Boden mit den Fußspitzen erreichen.
- Parkstütze vor dem Losfahren vollständig einklappen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 6, PDF-Seite 7
Was ist nach einem Sturz zu prüfen?
Das Heft nennt vier Schritte: Laufräder in den Ausfallenden und Felgen mittig im Rahmen prüfen, Lenker und Vorbau auf Verbiegung und festen Sitz prüfen, Kette auf den Zahnkränzen und Schaltung prüfen sowie das Rad auf Verschleiß, Kratzer, Verbiegungen, Verfärbungen oder beginnende Risse untersuchen.
- Laufräder in den Radaufnahmen prüfen und die Räder drehen lassen.
- Lenker und Vorbau auf Verbiegung prüfen; Vorderrad zwischen die Knie klemmen und Lenker zu verdrehen versuchen.
- Prüfen, ob die Kette vorne und hinten auf den Zahnkränzen liegt; Gänge durchschalten.
- Rad auf Kratzer, Verbiegungen, Verfärbungen und beginnende Risse untersuchen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 8, PDF-Seite 7
Wie wird ein Schnellspanner richtig geschlossen?
Zu Beginn der Schließbewegung bis zur Hälfte des Weges muss sich der Hebel sehr leicht bewegen lassen, danach muss die Hebelkraft deutlich zunehmen. In der Endstellung liegt der Hebel parallel zum Rad und an Rahmen bzw. Gabel an. Der Sitz wird geprüft, indem man auf das Ende des geschlossenen Hebels drückt und zu verdrehen versucht.
- Schnellspanner öffnen, darauf sollte „Open“ lesbar sein.
- Hebel in Richtung der Klemmposition bewegen, von außen „Close“ lesbar.
- Hebel am Ende nur schwer bewegen; in der Endstellung parallel zum Rad.
- Sitz prüfen: auf das Hebelende drücken und zu verdrehen versuchen; bei Bewegung Vorspannung um eine halbe Umdrehung erhöhen.
- Laufrad einige Zentimeter anheben und von oben auf den Reifen klopfen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 8, PDF-Seite 9
Welchen Luftdruck soll ich fahren?
Der vom Hersteller empfohlene Luftdruck steht auf der Reifenflanke oder dem Typenetikett. Die Untergrenze bedeutet maximalen Federungskomfort für leichte Fahrer, mit zunehmendem Druck sinkt der Rollwiderstand. Zu geringer Druck kann zum Schlangenbiss führen, zu viel Druck lässt den Reifen springen oder platzen.
- Angabe auf der Reifenflanke oder dem Typenetikett ablesen.
- Bei leichten Fahrern und rauem Untergrund eher die Untergrenze wählen.
- Nie über den maximal zulässigen Druck aufpumpen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 31
Wann muss das Rad zur Inspektion?
Die erste Inspektion ist nach 100 bis 300 Kilometern bzw. 5 bis 15 Betriebsstunden oder vier bis sechs Wochen fällig, spätestens jedoch nach drei Monaten. Danach gilt: regelmäßige Wartung durch den Fachhändler, bei schlechten Straßen oder Geländefahrten verkürzen sich die Intervalle.
- Termin für die Erstinspektion mit dem Fahrrad-Fachhändler vereinbaren.
- Danach turnusmäßige Wartungsarbeiten vom Fachhändler durchführen lassen.
- Bei häufigen Fahrten auf schlechten Wegen die Intervalle verkürzen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 62
Wie pflege ich die Kette richtig?
Nicht die Menge des Schmiermittels ist entscheidend, sondern die Verteilung und Regelmäßigkeit. Kette mit einem öligen Lappen reinigen, Schmierstoff auf die blanken Kettenglieder auftragen, Kurbel drehen, einige Minuten stehen lassen und den Überschuss abreiben. Spezielle Kettenentfetter sind nach dem Heft nicht nötig.
- Kette mit einem öligen Lappen von Schmutz und Öl reinigen.
- Kettenöl, -fett oder -wachs auf die Innenseite der Kette auftragen und die Kurbel drehen.
- Rad einige Minuten stehen lassen, damit der Schmierstoff eindringen kann.
- Überschüssiges Schmiermittel mit einem Lappen abreiben.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 29
Welche Beleuchtung und Reflektoren sind vorgeschrieben?
Das Heft listet für Deutschland: vorn ein möglichst großflächiger weißer Strahler, hinten mindestens zwei rote Rückstrahler mit einem Großflächenrückstrahler mit Z-Markierung, je zwei seitliche gelbe Reflektoren pro Laufrad sowie je zwei gelbe Pedalstrahler pro Pedal. Ergänzend darf eine Akku- oder Batteriebeleuchtung mit Prüfzeichen montiert werden.
- Weißen Strahler vorn prüfen, gegebenenfalls mit dem Scheinwerfer kombiniert.
- Zwei rote Rückstrahler hinten prüfen, davon einer mit Z-Markierung.
- Gelbe Reflektoren an beiden Laufrädern und an den Pedalen prüfen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 17
Darf ein Kindersitz montiert werden?
Die Nutzung von Kindersitzen ist nur für Räder ab einer Laufradgröße von 26 Zoll gestattet und auf Rennrädern, Rädern mit Carbon-Rahmen sowie vollgefederten Rädern nicht erlaubt. An einem Gepäckträger, der an der Sattelstütze montiert ist, ist die Montage nicht zulässig.
- Laufradgröße von mindestens 26 Zoll prüfen.
- Zulässige Systeme wählen: Kindersitz für Systemgepäckträger oder Sitzrohrmontage mit formschlüssigem Adapter.
- Montage durch den Fachhändler ausführen lassen und die Anleitung des Kindersitzherstellers lesen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 16
Wie schwer darf ein Anhänger sein?
Die maximale Anhängelast beträgt 40 kg für ungebremste und 80 kg für gebremste Anhänger. Das Gewicht eines ungebremsten Anhängers zählt zum zulässigen Gesamtgewicht des Fahrrades.
- Anhängelast mit 40 kg ungebremst bzw. 80 kg gebremst vergleichen.
- Gewicht eines ungebremsten Anhängers auf das zulässige Gesamtgewicht anrechnen.
- Montageanleitung des Kupplungs- und Anhängerherstellers beachten.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 15
Wie lagere ich das Rad über den Winter?
Trocken und gut durchlüftet aufbewahren. Da die Schläuche während der Standzeit Luft verlieren, die Laufräder oder das gesamte Fahrrad aufhängen oder regelmäßig den Reifendruck kontrollieren. Rad säubern, gegen Korrosion schützen, Sattelstütze demontieren und auf das kleine Blatt sowie das kleinste Ritzel schalten.
- Rad reinigen und gegen Korrosion schützen.
- Laufräder aufhängen oder regelmäßig den Reifendruck prüfen.
- Sattelstütze demontieren und Feuchtigkeit austrocknen lassen.
- Vorn auf das kleine Blatt und hinten auf das kleinste Ritzel schalten.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 63
Mit welchem Drehmoment ziehe ich Schrauben an?
Das Heft nennt eine Tabelle mit Anzugsmomenten, unter anderem 5 bis 7 Nm für Bremshebelschrauben, 30 bis 40 Nm für Pedale, 8 bis 11 Nm für Kettenblattschrauben sowie 20 bis 25 Nm für Laufradmuttern vorn und 25 bis 30 Nm hinten. Ohne Herstellerangabe beginnt man mit 2 Nm.
- Drehmomentschlüssel verwenden, der knackt oder abschaltet.
- Sich in halben Newtonmetern an den Wert herantasten und dazwischen den Sitz prüfen.
- Maximales Drehmoment des Herstellers nicht überschreiten.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 65
Darf ich Wartungsarbeiten selbst machen?
Inspektionen und Reparaturen sind nach dem Heft Arbeiten für den Fahrrad-Fachhändler. Wer es selbst macht, soll sich nur Arbeiten zutrauen, für die Fachwissen und passendes Werkzeug vorliegen, und grundsätzlich nur Original-Ersatzteile verwenden.
- Nur Arbeiten übernehmen, für die Fachwissen und Werkzeug vorhanden sind.
- Drehmomentschlüssel verwenden.
- Beim Austausch nur Original-Ersatzteile verwenden.
- Bei Unsicherheit den Fahrrad-Fachhändler aufsuchen.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 62
Was gilt bei Sachmängelhaftung und Garantie?
Der Fahrrad-Fachhändler haftet im Zeitraum von 2 Jahren für Sachmängel, die Frist beginnt mit der Übergabe. Übergabeprotokoll und Kaufbelege sollten für die Dauer der 2 Jahre aufbewahrt werden. Ausgenommen sind unter anderem Schäden durch unsachgemäßen Gebrauch, Verschleißteile und Unfallschäden.
- Übergabeprotokoll sowie Rechnung und Kassenzettel aufbewahren.
- Bei Mängeln den Fahrrad-Fachhändler als Ansprechpartner kontaktieren.
- Verschleißteilliste im Kapitel 19 beachten.
Quelle im Handbuch: PDF-Seite 66
Störungsbaum: Symptom, Prüfung, Maßnahme
Der Baum folgt den Kapiteln „Vor jeder Fahrt“ auf PDF-Seite 7, „Bremsanlage“ ab PDF-Seite 18, „Laufräder und Bereifung“ ab PDF-Seite 30 und dem Wartungsplan auf PDF-Seite 64.
Rad fährt sich unruhig oder klappert
- Fahrt abrechen: Fahren Sie nicht, wenn Ihr Fahrrad an einem der Prüfpunkte scheitert; ein fehlerhaftes Fahrrad kann zu schweren Unfällen führen. (PDF-Seite 7)
- Lager und Schrauben: Rad aus geringer Höhe auf den Boden springen lassen und Klappergeräuschen nachgehen; Lager und Schraubverbindungen prüfen. (PDF-Seite 7)
- Rundlauf: Beide Räder frei drehen lassen und den Spalt zwischen Bremsbelag und Felge beobachten. (PDF-Seite 7)
- Speichen: Rundlauf und Speichenspannung prüfen; nach 100 bis 300 km vom Fachhändler nachzentrieren lassen. (PDF-Seite 64, PDF-Seite 30)
Bremse wirkt schwach
- Nässe einkalkulieren: Nässe setzt die Bremswirkung herab; längere Anhaltewege einplanen und Geschwindigkeit senken. (PDF-Seite 19)
- Bremsflächen: Auf absolut wachs-, fett- und ölfreie Bremsflächen achten. (PDF-Seite 19)
- Belagstärke: Belagstärke und Ausrichtung kontrollieren; bei Felgenbremsen sind beide Bremsarme gleichzeitig zu prüfen. (PDF-Seite 20)
- Wegreserve: Der Handhebel muss eine Wegreserve aufweisen und darf sich bei einer Vollbremsung nicht bis zum Lenker ziehen lassen. (PDF-Seite 20)
- Verschleiß: Verschlissene Beläge vom Fahrrad-Fachhändler austauschen lassen. (PDF-Seite 67)
Reifen verliert Luft oder hat eine Panne
- Druck prüfen: Daumenprobe machen; der empfohlene Luftdruck steht auf der Reifenflanke oder dem Typenetikett. (PDF-Seite 7)
- Ventil: Sitz des Ventilkörpers im Schaft kontrollieren; beim Prestaventil vor dem Pumpen die gerändelte Mutter etwas aufschrauben. (PDF-Seite 31)
- Ursache Schlangenbiss: Zu geringer Druck kann zum Schlangenbiss führen, wenn der Schlauch beim Überfahren einer Kante zerquetscht wird. (PDF-Seite 31)
- Kanten meiden: Reifen pfleglich behandeln und keine scharfen Kanten überfahren; nie über den maximal zulässigen Druck aufpumpen. (PDF-Seite 31)
Schaltung arbeitet nicht sauber
- Nach einem Sturz: Prüfen, ob die Kette vorne und hinten auf den Zahnkränzen liegt; Gänge durchschalten lassen. (PDF-Seite 8)
- Abstand zu den Speichen: Achten, wie weit sich das Schaltwerk den Speichen nähert; verbogenes Schaltwerk kann in die Speichen geraten. (PDF-Seite 8)
- Kette: Kette kontrollieren und schmieren; ab 800 km kontrollieren bzw. wechseln. (PDF-Seite 64)
- Fachhändler: Justagearbeiten dem Fahrrad-Fachhändler überlassen. (PDF-Seite 20)
Nach einem Sturz
- Laufräder: Prüfen, ob die Laufräder fest in den Ausfallenden geklemmt sind und die Felgen mittig stehen; ggf. Felgenbremsen etwas öffnen. (PDF-Seite 8)
- Lenker und Vorbau: Lenker und Vorbau auf Verbiegung prüfen und versuchen, den Lenker gegenüber dem Vorderrad zu verdrehen. (PDF-Seite 8)
- Antrieb: Gänge durchschalten lassen und die Funktion der Schaltung prüfen. (PDF-Seite 8)
- Rahmen und Bauteile: Rad auf Verschleißerscheinungen, Kratzer, Verbiegungen, Verfärbungen oder beginnende Risse untersuchen. (PDF-Seite 7)
Kette und Antrieb
- Pflege: Kette reinigen und Schmierstoff auf die Innenseite auftragen; Überschuss abreiben. (PDF-Seite 29)
- Kein Schmierstoff auf die Bremse: Achten, dass kein Schmierstoff auf Bremsflächen, Bremsscheiben oder Bremsbeläge gelangt; die Bremse würde wirkungslos. (PDF-Seite 29)
- Verschleiß: Bei Erreichen der Verschleißgrenze austauschen, sonst werden weitere Teile des Antriebs beschädigt. (PDF-Seite 67)
- Spannung: Bei Singlespeed und Nabenschaltung die Kettenspannung ca. alle 1.000 km kontrollieren; maximal 2 cm Spiel. (PDF-Seite 30)
Sicherheitshinweise aus dem Handbuch
Das Heft verteilt die Sicherheitshinweise über alle Kapitel und kennzeichnet sie mit Symbolen: ein Ausrufezeichen für mögliche Gefahren für Leben und Gesundheit, ein weiteres für mögliche Schäden am Fahrrad oder der Umwelt. Die wichtigsten Gruppen sind Überlastung, Bremsen, Laufräder, Kindersitze und Anhänger sowie die Wartung.
- Überlastung: Überlastung kann zum Bruch oder Versagen betriebswichtiger Teile wie Rahmen, Lenker oder Gabel führen; eine Überladung kann einen Sturz mit nicht vorhersehbaren Folgen zur Folge haben. (PDF-Seite 12)
- Nur eine Person: Fahrräder, denen diese Anleitung beiliegt, sind nur für eine Person konzipiert. (PDF-Seite 12)
- Schnellspanner vor jeder Fahrt: Alle Schnellspanner müssen vor jeder Benutzung kontrolliert werden; Fahrten mit nicht kontrollierter Laufradbefestigung sind zu unterlassen. (PDF-Seite 8)
- Heiße Bremsscheibe: Bremsscheiben können heiß werden; sie nicht sofort nach dem Anhalten berühren und vor dem Öffnen der Schnellspanner abkühlen lassen. (PDF-Seite 8)
- Scheibenbremsen und Leitungen: Bremsleitungen nicht öffnen; austretende Bremsflüssigkeit ist gesundheitsschädlich und greift den Lack an. (PDF-Seite 22)
- Bremswirkung bei Nässe: Nässe setzt die Bremswirkung herab; Geschwindigkeit senken und längere Anhaltewege einkalkulieren. (PDF-Seite 19)
- Ölfreie Bremsflächen: Bremsflächen müssen absolut wachs-, fett- und ölfrei sein; kein Ketten-Schmierstoff darf auf Felgen, Scheiben oder Beläge gelangen. (PDF-Seite 29)
- Maximaler Reifendruck: Reifen nie über den maximal zulässigen Druck aufpumpen, sonst können sie von der Felge springen oder platzen. (PDF-Seite 31)
- Reifengröße: Bei einer anderen Reifengröße als der serienmäßig montierten können Sie in langsamer Fahrt mit dem Fuß ans Vorderrad stoßen. (PDF-Seite 30)
- Felgenverschleiß: Unterschreitet die Flanke einer Felge ein kritisches Maß, kann der Reifendruck die Felge zum Bersten bringen. (PDF-Seite 19)
- Inspektionen: Werden Inspektionen nicht oder unfachmännisch durchgeführt, kann dies zum Versagen von Teilen führen. (PDF-Seite 62)
- Drehmomente einhalten: Maximale Anzugsmomente nicht überschreiten; einen Drehmomentschlüssel benutzen. (PDF-Seite 65)
- Kindersitze: Nicht auf Rennrädern, Rädern mit Carbon-Rahmen und vollgefederten Rädern; erst ab einer Laufradgröße von 26 Zoll. (PDF-Seite 16)
- Anhänger: Die maximale Anhängelast beträgt 40 kg ungebremst und 80 kg gebremst; das Gewicht eines ungebremsten Anhängers zählt zum Gesamtgewicht. (PDF-Seite 15)
- Carbon-Laufräder: Das maximale Gesamtgewicht von Fahrer, Gepäck und Fahrrad darf bei Carbon-Laufrädern 100 kg nicht überschreiten; Anhänger sind nicht erlaubt. (PDF-Seite 36)
- Carbonfelgen aufhängen: Fahrräder mit Carbonfelgen nicht an den Felgen aufhängen, Bruchgefahr. (PDF-Seite 63)
- Freihändiges Fahren: Freihändiges Fahren ist untersagt und kann mit einem Bußgeld bestraft werden. (PDF-Seite 13)
- Keine Wettkämpfe: Die Räder der Kategorie City- / Trekkingrad sind nicht für Wettkämpfe gleich welcher Art geeignet. (PDF-Seite 13)
- Schmierstoffe: Nur biologisch abbaubare Schmierstoffe verwenden, da im Betrieb immer Ketten-Schmierstoff auf den Boden gelangt. (PDF-Seite 29)
- Schienen überqueren: Beim Überqueren von Schienen besteht Sturzgefahr durch Einfädeln des Vorderrades; einen möglichst stumpfen Winkel wählen. (PDF-Seite 18)
- Kinder im Verkehr: Kinder unter 8 Jahren müssen immer den Gehweg benutzen; Kinder zwischen dem 8. und dem 10. Lebensjahr dürfen ihn benutzen und müssen beim Überqueren einer Fahrbahn absteigen. (PDF-Seite 18)
- Diebstahlschutz: Ein hochwertiges Bügel- oder Kettenschloss mitnehmen; nur die Verbindung mit einem festen Gegenstand beugt Diebstahl wirkungsvoll vor. (PDF-Seite 7)
- Ersatzteile: Grundsätzlich nur Original-Ersatzteile verwenden, wenn ein Austausch gegeben ist. (PDF-Seite 62)
Verwandte Teile und Zubehör
Bestellnummern nennt die Anleitung nicht. Sie benennt aber die Bauteile und Zubehörgruppen, die beim Austausch oder bei der Montage zu beachten sind, und verweist für Verschleißteile auf das Kapitel 19.
| Teil | Bezeichnung im Handbuch | Bemerkung | Seite |
|---|---|---|---|
| Reifen | Reifen mit Millimeter- und Zoll-Angabe | Beim Aufziehen eines neuen Reifens System und Dimension beachten; Angabe steht auf der Reifenflanke. | PDF-Seite 30 |
| Schlauch | Schlauch mit Ventil | Der Reifen allein ist mit der Felge nicht luftdicht; der Schlauch wird eingelegt und über ein Ventil befüllt. | PDF-Seite 31 |
| Felgenband | Felgenband | Schützt den Schlauch vor den Speichennippeln und dem oft scharfkantigen Felgenboden. | PDF-Seite 30 |
| Ventile | Sclaverand-/Prestaventil, Schrader-/Autoventil, Dunlop-/Blitzventil | Alle drei Typen werden durch eine Kunststoff-Abdeckkappe vor Schmutz geschützt. | PDF-Seite 31 |
| Bremsbeläge | Bremsbeläge bei Felgen-, Trommel- und Scheibenbremsen | Verschleiß ist von der Nutzung abhängig; bei Bergfahrten oder sportlicher Nutzung früherer Austausch nötig. | PDF-Seite 67 |
| Kette und Zahnriemen | Fahrradkette | Verschleiß abhängig von Pflege und Nutzung; Reinigen und Einölen verlängert die Lebensdauer. | PDF-Seite 67 |
| Kettenöl, -fett, -wachs | Kettenöl, Kettenfett, Kettenwachs | Auf die Innenseite der Kette auftragen; Überschuss abreiben; biologisch abbaubar wählen. | PDF-Seite 29 |
| Felgen | Felgen mit Verschleißindikatoren | Rillen oder Punkte zeigen den Verschleißzustand; Felgen mit Verschleißindikatoren erleichtern die Prüfung. | PDF-Seite 67 |
| Glühlampen | Leuchtmittel der Lichtanlage | Ersatz-Glühlampen sollten immer mitgeführt werden. | PDF-Seite 67 |
| Lenkerbänder und Griffbezüge | Lenkerbänder und Griffbezüge | Unterliegen Verschleiß; Griffe müssen fest mit dem Lenker verbunden sein. | PDF-Seite 67 |
| Ritzel, Kettenräder, Schaltwerksrollen | Kettenräder, Ritzel, Innenlager und Schaltwerksrollen | Bei Kettenschaltungen funktionsbedingtem Verschleiß unterworfen; Reinigen und Schmieren verlängert die Lebensdauer. | PDF-Seite 67 |
| Drehmomentschlüssel | Drehmomentschlüssel | Soll knacken oder abschalten, wenn das gewünschte Anzugsmoment erreicht ist. | PDF-Seite 65 |
| Bügel- oder Kettenschloss | Hochwertiges Bügel- oder Kettenschloss | Rad beim Abstellen zusammen mit dem Rahmen an einen festen Gegenstand schließen. | PDF-Seite 8 |
| Gepäckträger | Gepäckträger mit Gewichtsangabe | Es gilt die maximale Gewichtsbelastung, die auf dem Gepäckträger vermerkt ist. | PDF-Seite 13 |
| Kindersitz | Kindersitz für Systemgepäckträger oder Sitzrohrmontage | Nur mit passendem, fest montiertem Gepäckträger bzw. formschlüssigem Sitzrohradapter; Montage durch den Fachhändler empfohlen. | PDF-Seite 16 |
| Anhänger | Anhänger mit Kupplung | Maximal 40 kg ungebremst, 80 kg gebremst; Montageanleitung des Herstellers beachten. | PDF-Seite 16 |
| Pflegemittel | Spezielle Pflegemittel, z. B. Sprühwachs | Vom Fahrrad-Fachhändler erhältlich; zum Schutz gegen Korrosion bei längerer Standzeit. | PDF-Seite 63 |
