Buderus RC35 Bedienungsanleitung

Der Buderus RC35 ist eine Bedieneinheit zur Regelung einer Buderus-Heizungsanlage; er wird an der Wand montiert und bedient Heizkreise, Warmwasserbereitung, Zirkulationspumpe und eine mögliche Solaranlage. Diese Seite fasst die deutschsprachige Bedienungsanleitung zusammen, die als PDF vorliegt: technische Angaben, häufige Fragen, die dokumentierten Störmeldungen mit ihren Codes, einen Fehlerbaum, einen Symptom-Assistenten sowie die Sicherheitshinweise und die im Dokument genannten ergänzenden Komponenten. Jede Aussage trägt die Seitenzahl der Anleitung, und die Datei umfasst 56 Seiten. Das Dokument ist durchgehend deutschsprachig und trägt die Kennung 6304 5123, Ausgabe 05/2006 DE/CH/AT. Für die Störmeldungen verwendet der Hersteller eigene Codes wie A01/816 oder H 7; sie stehen in der Fehlercodetabelle so, wie das Dokument sie zeigt.

Technische Daten

Merkmal Wert Seite
TypenbezeichnungDie Titelseite nennt „Bedieneinheit RC35“ und die Kennung 6304 5123, Ausgabe 05/2006, für DE/CH/AT, mit dem Zusatz „Für den Bediener“. Die Bezugsseite der Datei (tmplte.com) führt sie als „Buderus RC35 Bedienungsanleitung“ mit der Sprache Deutsch. Das Dokument beschreibt damit die Bedieneinheit der Buderus-Heizungsregelung, nicht den Heizkessel selbst.1
GeräteartBedieneinheit zur Regelung einer Buderus-Heizungsanlage, montiert im Wandhalter; bei Montage am Heizkessel wird statt der Raumtemperatur die Kesseltemperatur angezeigt10, 11
Voraussetzung am HeizkesselDer Heizkessel muss mit EMS (Energie-Management-System) oder UBA1.x (Universeller Brennerautomat) ausgestattet sein. Das Dokument empfiehlt, die Heizungsanlage immer mit Bedieneinheit zu betreiben; ohne Bedieneinheit ist nur Notbetrieb möglich.10
BedienelementeKlappe mit Griffmulde, Display, Drehknopf zum Verändern von Werten und zum Bewegen in den Menüs, Tasten für die Grundfunktionen AUT (Automatik), Tag-Betrieb, Nacht-Betrieb und Warmwasser sowie Tasten für Menu/OK, Uhrzeit, Datum, Temperatur, Info und Zurück2
DisplayaufbauObere Infozeile als Standardanzeige (Werkseinstellung: Datum und Uhrzeit), große Temperaturanzeige der Raum- oder Kesseltemperatur, untere Statuszeile für Betriebsarten und Hinweis auf Fehler- und Wartungsmeldungen, Symbol Solar bei vorhandener und aktiver Solaranlage11
BetriebsartenAutomatik mit Schaltprogramm, Ständig heizen (manueller Tag-Betrieb) und Ständig reduziert (manueller Nacht-Betrieb); für die Warmwasserbereitung zusätzlich Ständig an und Ständig aus, für die Zirkulation Automatik, Ständig an und Ständig aus12, 29
Tag- und Nacht-RaumtemperaturWerkseinstellung 21 °C für den Tag-Betrieb und 17 °C für den Nacht-Betrieb; die Nacht-Raumtemperatur entfällt, wenn als Nachtabsenkart „Abschaltbetrieb“ eingestellt ist12, 14
Untere Grenze der RaumtemperaturEs sollen keine Raumtemperaturen unter 10 °C eingestellt werden, weil Räume sonst so weit auskühlen, dass Rohrleitungen in Außenwänden bei Frost einfrieren können14, 15
Umschaltschwelle Sommer-/WinterbetriebWerkseinstellung 17 °C Außentemperatur; unterhalb dieser Schwelle schaltet die Anlage automatisch auf Winterbetrieb um38
WarmwassertemperaturWerkseinstellung 60 °C; bei höheren Einstellungen besteht Verbrühungsgefahr an den Zapfstellen. Ist die Temperatur um 5 °C unter den Sollwert gesunken, wird im Tag-Betrieb automatisch nachgeheizt.18, 39
Thermische DesinfektionWerkseinstellungen 70 °C, Wochentag Dienstag und 01:00 Uhr morgens; der Start ist nur zu vollen Stunden möglich. Bei Heizkesseln mit UBA1.x ist diese Funktion nicht verfügbar.43
Abgleich der RaumtemperaturanzeigeWerkseinstellung 0,0 K; das „K“ steht für Kelvin, 1 K entspricht 1 °C. Das Dokument rät, nicht während der Absenk- oder Aufheizphasen zu kalibrieren.44
Vorheizphase einer Gas-WärmepumpeEinstellbar von 0:00 bis 16:30 Stunden und Minuten; die Einstellung wirkt nur auf eine gasbetriebene Wärmepumpe Loganova GWP44
Heizkreise und KreiseHeizkreis 1 ohne Mischventil, ab Heizkreis 2 Heizkreise mit Mischventil; zusätzlich wählbar sind RC35 Heizkreise, Warmwasser, Zirkulation, Solar und Gesamtanlage. Bei Heizkesseln mit UBA1.x entfällt die Auswahl des Heizkreises.25, 26
Bei der Inbetriebnahme festgelegte EinstellungenAbsenkart (Außenhalt-, Raumhalt-, Abschaltbetrieb, Reduzierter Betrieb), Regelfunktion, Heizkennlinie, Gebäudeart (Leicht, Mittel, Schwer), Laufzeit der Zirkulationspumpe (Dauer oder 2x bis 6x pro Stunde für je drei Minuten), Warmwasservorrang (ja oder nein) und Schaltprogramm52
RegelungsartenAußentemperaturregelung (Witterungsführung), Raumtemperaturregelung mit Referenzraum und Außentemperaturregelung mit Einfluss der Raumtemperatur; die Auswahl trifft der Heizungsfachmann45, 52
Ergänzende FernbedienungenFür weitere Heizkreise kann zusätzlich eine Fernbedienung RC20 oder RC20RF installiert sein; die vorübergehende Raumtemperaturänderung an der RC20 ist möglich, wenn sie ab dem Jahr 2006 produziert wurde13, 27, 52
ReinigungDie Bedieneinheit nur mit einem feuchten Tuch reinigen10
Sprachfassung der BezugsseiteDurchgehend deutschsprachig, gekennzeichnet mit DE/CH/AT; die Datei enthält keine fremdsprachigen Abschnitte1
Kompatible GeräteJedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann.–

Alle Werte stammen aus dem Dokument selbst: die Gerätebeschreibung und der bestimmungsgemäße Gebrauch aus Seite 10, der Displayaufbau aus Seite 11, die Betriebsarten und Temperaturen aus den Seiten 12 bis 15, die Warmwasserfunktionen aus Seite 18, die Heizkreise aus den Seiten 25 bis 27, die Umschaltschwelle aus Seite 38, die Warmwassertemperatur aus Seite 39, die thermische Desinfektion und die Korrektur aus den Seiten 43 und 44 und die Inbetriebnahme-Einstellungen aus Seite 52. Das Dokument veröffentlicht kein Kapitel „Technische Daten“: Angaben zu Abmessungen, Gewicht, Spannungsversorgung, Leistungsaufnahme oder Schutzart enthält es an keiner Stelle. Die genannten Werte sind Werks- und Einstellwerte aus dem laufenden Text, keine Datenblattwerte.

Hinweis zur Seitenzählung: Bei dieser Datei stimmen gedruckte Zählung und PDF-Seiten überein: Die PDF-Seite 12 trägt die gedruckte Seitenzahl 12 und die Kopfzeile „Grundlegende Bedienung“, ebenso die Seite 47 „Störungen beheben“ und die Seite 52 „Einstellprotokoll“. Die Datei umfasst 56 Seiten; PDF-Seite 1 ist das Deckblatt mit der Kennung 6304 5123, Ausgabe 05/2006, und die letzte Seite ist die Rückseite mit den Anschriften der Buderus-Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alle Seitenangaben dieser Seite folgen der gedruckten Zählung. Die Textebene der Datei ist durchsuchbar.

Kompatible Geräte: Jedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann.

Häufige Fragen

Für welche Anlagen gilt diese Bedienungsanleitung?

Sie gilt für die Bedieneinheit RC35 zur Regelung einer Buderus-Heizungsanlage. Der Heizkessel muss dafür mit EMS (Energie-Management-System) oder UBA1.x (Universeller Brennerautomat) ausgestattet sein. Das Dokument empfiehlt, die Anlage immer mit Bedieneinheit zu betreiben, weil ohne sie nur Notbetrieb möglich ist (Seite 10).

Wie ist die Bedieneinheit aufgebaut?

Zur Bedienübersicht gehören die Klappe, die links an der Griffmulde geöffnet wird, das Display, der Drehknopf zum Verändern von Werten und Temperaturen und zum Bewegen in den Menüs sowie zwei Tastenreihen: die Grundfunktionen AUT, Tag-Betrieb, Nacht-Betrieb und Warmwasser sowie die Tasten Menu/OK, Uhrzeit, Datum, Temperatur, Info und Zurück (Seite 2).

Was zeigt das Display an?

Im normalen Betrieb erscheinen in der oberen Infozeile die Standardanzeige (in der Werkseinstellung Datum und Uhrzeit), darunter die große Temperaturanzeige der Raum- oder Kesseltemperatur, in der unteren Statuszeile die Betriebsarten und ein Hinweis auf Fehler- und Wartungsmeldungen sowie bei vorhandener und aktiver Solaranlage ein Solar-Symbol. Welcher Wert dauerhaft in der ersten Zeile steht, lässt sich im Bedienermenü einstellen (Seite 11, Seite 28).

Wie ändere ich die Raumtemperatur vorübergehend?

Bei geschlossener Klappe den Drehknopf drehen; die aktuell eingestellte Raumtemperatur blinkt. Mit dem Drehknopf die gewünschte Temperatur einstellen und den Knopf loslassen. Damit ist der Wert gespeichert, und die Standardanzeige erscheint wieder. Im Automatikbetrieb gilt die Änderung bis zur nächsten Umschaltung in den Nacht- oder Tag-Betrieb (Seite 7, Seite 13).

Wie stelle ich die Raumtemperatur dauerhaft ein?

Für die Tag-Raumtemperatur die entsprechende Taste gedrückt halten und gleichzeitig den Drehknopf drehen; für die Nacht-Raumtemperatur wird ebenso verfahren. Danach empfiehlt das Dokument, die Automatik zu aktivieren, damit automatisch zwischen Tag- und Nacht-Betrieb umgeschaltet wird (Seite 7, Seite 14).

Welche Temperaturen sind werkseitig eingestellt?

Der Tag-Betrieb arbeitet mit 21 °C, der Nacht-Betrieb mit 17 °C, die Umschaltschwelle zwischen Sommer- und Winterbetrieb liegt bei 17 °C Außentemperatur, die Warmwassertemperatur beträgt 60 °C, und die Raumtemperaturkorrektur steht auf 0,0 K. Die thermische Desinfektion ist auf 70 °C, Dienstag und 01:00 Uhr voreingestellt (Seite 12, Seite 38, Seite 39, Seite 43, Seite 44).

Welche Raumtemperatur darf ich nicht unterschreiten?

Das Dokument warnt ausdrücklich davor, Raumtemperaturen unter 10 °C einzustellen. Bei tieferen Werten können Räume so weit auskühlen, dass Rohrleitungen in Außenwänden bei Frost einfrieren. Empfohlen werden höhere Raumtemperaturen als 10 °C (Seite 14, Seite 15).

Wie bediene ich das Bedienermenü?

Zuerst die Klappe öffnen. Dann die Taste Menu/OK drücken, um das Bedienermenü zu öffnen, mit dem Drehknopf die Auswahl ändern und mit Menu/OK bestätigen. Um einen Wert zu verändern, die Taste gedrückt halten, während der Wert blinkt, und gleichzeitig den Drehknopf drehen. Die Taste Zurück führt einen Schritt zurück, mehrfaches Drücken oder das Schließen der Klappe bringt die Standardanzeige zurück (Seite 22).

Welche Menüpunkte gibt es?

Das Bedienermenü gliedert sich in Standardanzeige, Betriebsarten, Schaltprogramm, So-/Wi-Schwelle, Sommer-/Winterzeit, Warmwassertemperatur, Urlaub, Partyfunktion und Pausefunktion. Hinzu kommen die Menüpunkte Thermische Desinfektion, Raumtemp-Korrektur und GWP-Vorheizphase (Seite 24, Seite 25).

Wie heize ich außerhalb des Schaltprogramms?

Für eine einmalige Heizphase wird der manuelle Tag-Betrieb aktiviert; dabei leuchtet die LED neben der Taste Tag-Betrieb. Um die einmalige Heizphase zu beenden, wird die Automatik wieder aktiviert. Für einen längeren Zeitraum stehen zusätzlich die Partyfunktion zum Verlängern und die Pausefunktion zum Unterbrechen des Tag-Betriebs zur Verfügung (Seite 7, Seite 42).

Wann wird Warmwasser nachgeheizt?

Erst wenn die Warmwassertemperatur um 5 °C unter den eingestellten Wert gesunken ist, wird im Tag-Betrieb automatisch wieder Wasser erwärmt; das dient dem Energiesparen. Wer abends oder außerhalb der eingestellten Zeiten größere Mengen heißes Wasser benötigt, kann das Warmwasser über die Warmwasser-Taste einmalig aufheizen. Bei Heizkesseln mit UBA1.x ist diese Funktion nicht möglich (Seite 18).

Warum läuft nachts die Umwälzpumpe?

Das hängt von der eingestellten Nachtabsenkart ab. Beim reduzierten Betrieb läuft die Pumpe auch bei geringer Heizleistung, um die eingestellte niedrige Raumtemperatur zu erreichen. Beim Abschaltbetrieb ist die Anlage nachts abgeschaltet und die Pumpe wird nur über die Funktion Frostschutz eingeschaltet, wenn die Außentemperatur unter die Frostschutztemperatur sinkt. Beim Außenhalt- und Raumhaltbetrieb schaltet die Anlage ein, sobald die gemessene Temperatur unter den eingestellten Wert fällt (Seite 48).

Warum stimmt die gemessene Raumtemperatur nicht mit der eingestellten überein?

Eine kalte Wand oder eine warme Stelle im Raum, etwa in der Nähe eines Kamins, beeinflussen die Bedieneinheit. Für einen Vergleich müssen sich das separate Thermometer und die Bedieneinheit nahe beieinander befinden, das Thermometer muss genau sein, und gemessen werden sollte nicht in der Aufheizphase. Bleibt eine Abweichung, lässt sich die Anzeige über die Raumtemp-Korrektur mit einem Wert in Kelvin abgleichen (Seite 43, Seite 44).

Wie setze ich eine Störung zurück?

Einige verriegelnde Störungen lassen sich durch einen Reset beseitigen. Solche Störungen erkennt man daran, dass das Display der Kesselbedieneinheit BC10 oder der UBA1.x blinkt. In diesem Fall die Taste „Reset“ an der Kesselbedieneinheit BC10 oder an der UBA1.x drücken; während des Resets zeigt das Display „rE“ an. Lässt sich der Fehler nicht zurücksetzen und blinkt das Display weiter, ist der Heizungsfachmann zu benachrichtigen (Seite 51).

Woran erkenne ich, dass eine Wartung fällig ist?

Das Display zeigt dann in der untersten Zeile „Bitte Klappe öffnen“, und die Anlage bleibt so weit wie möglich in Betrieb. Nach dem Öffnen der Klappe und Drehen des Drehknopfs zeigt das Display, ob eine Störung, ein Anlagenfehler oder eine Wartung vorliegt, und in der letzten Zeile den Code. Wartungsmeldungen werden bei Heizkesseln mit UBA1.x nicht angezeigt (Seite 50, Seite 51).

Fehlercodetabelle

Die Bedieneinheit RC35 unterscheidet drei Arten von Meldungen: Störungen im Betrieb des Heizkessels, Anlagenfehler durch falsche Einstellungen der Bedieneinheit oder Fehler von Komponenten und Wartungsmeldungen als Hinweis auf eine erforderliche Wartung. Bei allen Meldungen zeigt das Display in der letzten Zeile einen Code; die Codes werden links und rechts unten im Display angezeigt und geben dem Heizungsfachmann Aufschluss über die Ursache. Die folgenden Codes sind die Codes des Herstellers, unverändert aus der Tabelle 12 des Dokuments übernommen; sie sind keine Nummerierung dieser Seite.

Code Anzeige am Gerät Mögliche Ursache Vorgehen Seite
Keine Anzeige im DisplayDas Display bleibt leerDie Heizungsanlage ist ausgeschaltet, oder die Stromversorgung der Heizungsanlage ist unterbrochenHeizungsanlage einschalten; prüfen, ob die Bedieneinheit korrekt im Wandhalter sitzt; prüfen, ob die Kabel am Wandhalter angeschlossen sind50
RC35-Version, Anschluss anVerbindungsaufbau mit Anzeige der Version und des AnschlussesNach dem Einschalten werden Daten zwischen EMS oder UBA und der RC35 übertragen; das ist keine StörungEinige Sekunden warten50
A01/816Keine Kommunikation mit UBA/MC10Die Kommunikation zum EMS oder UBA ist gestört, zum Beispiel durch einen Wackelkontakt oder durch elektromagnetische EinstrahlungenPrüfen, ob die Bedieneinheit korrekt im Wandhalter sitzt, und ob die Kabel am Wandhalter angeschlossen sind50
A11/802Uhrzeit noch nicht eingestelltDie Zeit- und Datumseingabe fehlt, zum Beispiel nach einem längeren StromausfallUhrzeit eingeben, damit das Schaltprogramm und weitere Funktionen arbeiten können50
A11/803Datum noch nicht eingestelltDie Datumseingabe fehlt, zum Beispiel nach einem längeren StromausfallDatum eingeben, damit das Schaltprogramm und weitere Funktionen arbeiten können50
HxxBitte Klappe öffnen; es ist eine Wartung erforderlichEine Wartungsmaßnahme steht an; die Anlage bleibt so weit wie möglich in BetriebHeizungsfachbetrieb benachrichtigen, um die Wartung durchführen zu lassen50
H 7Wasserdruck ist zu geringDer Wasserdruck in der Heizungsanlage ist auf einen niedrigen Wert gefallen; der Wert wird nur angezeigt, wenn die Anlage mit einem digitalen Drucksensor ausgestattet istHeizungswasser nachfüllen, wie in der Bedienungsanleitung des Heizkessels beschrieben; dies ist die einzige Wartungsmeldung, die selbst behoben werden kann51
rEAnzeige während des ResetsAn der Kesselbedieneinheit BC10 oder an der UBA1.x wurde die Taste „Reset“ gedrückt, um eine verriegelnde Störung zurückzusetzenReset abwarten; bleibt der Fehler bestehen und blinkt das Display weiter, den Heizungsfachmann benachrichtigen51

Die Codes sind wörtlich aus Tabelle 12 im Kapitel „7.2 Stör- und Wartungsmeldungen“ auf den Seiten 50 und 51 übernommen; es handelt sich um Herstellercodes und nicht um eine Nummerierung dieser Seite. Das Dokument weist ausdrücklich darauf hin, dass die Störungen vom verwendeten Heizkesseltyp abhängen und die zugehörigen Informationen in den Unterlagen des Heizkessels stehen (Seite 49). Wartungsmeldungen werden bei Heizkesseln mit UBA1.x nicht angezeigt (Seite 51).

Fehlerbaum

Das Dokument lässt vier Wege erkennen, auf denen eine Meldung auftritt: Das Display bleibt ganz leer, es liegt eine Störung im Betrieb des Heizkessels vor, die Bedieneinheit meldet einen Anlagenfehler, oder es steht eine Wartung an. Der folgende Baum ordnet diese vier Wege ihren ersten Prüfschritten zu.

Meldung an der Bedieneinheit RC35 Kein Display Störung Anlagenfehler Wartung • Display bleibt leer • Anlage ausgeschaltet • Wandhalter prüfen • Anlage auf Störung • Klappe öffnen • Code ablesen • A01/816 Kommunikation • A11/802 Uhrzeit • A11/803 Datum • Hxx Wartung fällig • H 7 Wasserdruck • Reset an BC10 Einschalten Reset versuchen Kabel prüfen Fachbetrieb

Ablauf der Störungssuche

  1. Den Umfang eingrenzen: Ist das Display ganz leer, fehlt die Stromversorgung oder die Anlage ist ausgeschaltet; zeigt es eine Meldung, liegt eine Störung, ein Anlagenfehler oder eine Wartungsmeldung vor (Seite 50).
  2. Die Anzeige lesen: Die Klappe links an der Griffmulde öffnen und den Drehknopf gegebenenfalls mehrmals drehen, um Meldung und Code in der letzten Displayzeile anzuzeigen (Seite 49, Seite 50).
  3. Den Sitz der Bedieneinheit prüfen: Kontrollieren, ob die Bedieneinheit korrekt im Wandhalter sitzt und ob die Kabel am Wandhalter angeschlossen sind (Seite 50).
  4. Die Grundfunktionen prüfen: Bei fehlender Anzeige die Heizungsanlage einschalten und kontrollieren, ob Anlagenschalter und Kesselbedieneinheit in Betrieb sind (Seite 50).
  5. Uhrzeit und Datum prüfen: Nach einem längeren Stromausfall fehlen Zeit und Datum, und das Schaltprogramm arbeitet nicht; dann Uhrzeit und Datum eingeben (Seite 50).
  6. Den Reset versuchen: Bei verriegelnden Störungen, erkennbar am blinkenden Display der Kesselbedieneinheit BC10 oder der UBA1.x, die Taste „Reset“ drücken (Seite 51).
  7. Den Frostschutz beachten: Ist die Anlage durch eine Störabschaltung außer Betrieb, kann sie bei Frost einfrieren; die Störung deshalb umgehend zurücksetzen oder den Fachbetrieb anrufen (Seite 5, Seite 49).
  8. Die Grenze der Selbsthilfe beachten: Von den Wartungsmeldungen lässt sich nur die Meldung H 7 durch Nachfüllen von Heizungswasser selbst beheben; alle übrigen Meldungen gehören in die Hände des Heizungsfachbetriebs (Seite 51).

Grundlage sind das Kapitel „7 Störungen beheben“ auf den Seiten 47 bis 51, die Sicherheitshinweise auf Seite 5 und die Angaben zum Anlagenfehler H 7 auf Seite 51. Die Reihenfolge der Schritte ist die Systematik dieser Seite; die Codes selbst stammen vom Hersteller.

Symptom-Assistent: Schritt für Schritt zur Lösung

Die folgenden fünf Schritte gehen von dem Symptom aus, das an der Bedieneinheit tatsächlich zu beobachten ist. Jeder Schritt nennt die möglichen Zweige und die Stelle im Dokument, an der die Maßnahme beschrieben ist.

Schritt 1: Bleibt das Display vollständig leer?

Ja, es ist keine Anzeige zu sehen: Prüfen, ob die Heizungsanlage ausgeschaltet ist, und sie gegebenenfalls einschalten. Anschließend kontrollieren, ob die Bedieneinheit korrekt im Wandhalter sitzt und ob die Kabel am Wandhalter angeschlossen sind (Seite 50).

Die Anzeige erscheint nur kurz als Verbindungsaufbau: Nach dem Einschalten werden Daten zwischen EMS oder UBA und der RC35 übertragen. Das ist ausdrücklich keine Störung; einige Sekunden warten (Seite 50).

Das Display zeigt eine Meldung, aber keinen Code: Die Klappe öffnen und den Drehknopf drehen, um die Meldung und den Code in der letzten Zeile anzuzeigen (Seite 49).

Schritt 2: Meldet die Anlage eine Störung im Betrieb?

Das Display zeigt „Ihre Anlage ist auf Störung“: Die Klappe der Bedieneinheit öffnen. Das Display kann den Namen und die Telefonnummer der Heizungsfirma anzeigen, wenn dies eingestellt wurde (Seite 49).

Es liegen mehrere Meldungen vor: Den Drehknopf gegebenenfalls mehrmals drehen, um die Meldung und den Code anzuzeigen (Seite 49).

Die Störung ist verriegelnd: Das erkennt man daran, dass das Display der Kesselbedieneinheit BC10 oder der UBA1.x blinkt. Dann die Taste „Reset“ drücken; das Display zeigt währenddessen „rE“ an (Seite 51).

Der Reset gelingt nicht: Bleibt das Display am Blinken, ist sofort die Heizungsfachfirma zu benachrichtigen. Bei Frost kann die Anlage sonst einfrieren (Seite 49, Seite 51).

Schritt 3: Liegt ein Anlagenfehler mit A-Code vor?

A01/816, keine Kommunikation mit UBA/MC10: Prüfen, ob die Bedieneinheit korrekt im Wandhalter sitzt und ob die Kabel am Wandhalter angeschlossen sind; als Ursache nennt das Dokument einen Wackelkontakt oder elektromagnetische Einstrahlungen (Seite 50).

A11/802, Uhrzeit noch nicht eingestellt: Die Uhrzeit eingeben, damit das Schaltprogramm und weitere Funktionen arbeiten können. Ursache ist häufig ein längerer Stromausfall (Seite 50).

A11/803, Datum noch nicht eingestellt: Das Datum eingeben; auch hier nennt das Dokument einen längeren Stromausfall als mögliche Ursache (Seite 50).

Die Eingabe wird nicht angenommen: Das Dokument nennt den Fall, dass die Warmwassertemperatur nur bei passender Stellung der Kesselbedieneinheit geändert werden kann. Dort ist der Drehknopf an der Kesselbedieneinheit BC10 auf „Aut“ zu stellen (Seite 39).

Schritt 4: Steht eine Wartung an?

Es erscheint eine Meldung Hxx oder „Bitte Klappe öffnen“: Die Anlage bleibt so weit wie möglich in Betrieb. Den Heizungsfachbetrieb benachrichtigen, um die Wartung durchführen zu lassen (Seite 50).

Die Meldung lautet H 7, Wasserdruck ist zu gering: Das ist die einzige Wartungsmeldung, die selbst behoben werden kann. Heizungswasser nachfüllen, wie in der Bedienungsanleitung des Heizkessels beschrieben. Der Wert erscheint nur, wenn die Anlage einen digitalen Drucksensor hat (Seite 51).

Die Anlage hat einen Kessel mit UBA1.x: Bei diesen Heizkesseln werden Wartungsmeldungen nicht angezeigt (Seite 51).

Schritt 5: Heizt die Anlage unerwartet, obwohl keine Meldung ansteht?

Die Heizkörper werden bei höheren Außentemperaturen warm: Bei einem Heizkreis ohne Mischventil ist das normal, weil die Umwälzpumpe erst bei einer bestimmten Vorlauftemperatur startet. Die Thermostatventile unverändert geöffnet lassen und abwarten (Seite 47, Seite 48).

Auch im Sommerbetrieb werden Heizkörper kurzzeitig warm: Die Umwälzpumpe wird in einem festen Intervall gestartet, damit sie sich nicht festsetzt. Fällt dieser Start mit der Warmwassererwärmung zusammen, wird die Restwärme über den Heizkreis abgeführt (Seite 48).

Die gemessene Raumtemperatur ist höher als die eingestellte, der Kessel läuft trotzdem: Der Kessel kann Warmwasser erwärmen. Bei Außentemperaturregelung oder Außentemperaturregelung mit Einfluss der Raumtemperatur kann der Kessel auch bei höherer gemessener Raumtemperatur arbeiten (Seite 48).

Wenn keine dieser Maßnahmen hilft: Das Dokument weist darauf hin, dass die Störungen vom verwendeten Heizkesseltyp abhängen und die zugehörigen Informationen in den Unterlagen des Heizkessels stehen (Seite 49). Ist die Anlage durch eine Störabschaltung nicht in Betrieb, kann sie bei Frost einfrieren; deshalb die Störung umgehend selbst zurücksetzen oder den Fachbetrieb anrufen (Seite 5, Seite 49). Für die Wartung empfiehlt das Dokument, die Heizungsanlage einmal jährlich vom Heizungsfachmann warten zu lassen (Seite 46). Eine Servicenummer nennt das Dokument nicht; auf der Rückseite stehen die Anschriften der Buderus-Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Seite 56).

Sicherheitshinweise

Die folgenden Hinweise fassen das Kapitel „1 Sicherheitshinweise und Symbole“ auf den Seiten 5 und 6 sowie die Warnhinweise und Hinweise im weiteren Verlauf des Dokuments zusammen, unter anderem auf den Seiten 10, 14, 15, 39, 43 und 49. Sie sind gekürzt und ersetzen nicht den vollständigen Text im Dokument.

Notfall, Frost und Fachbetrieb

  • Die Anleitung ist einzuhalten, damit die einwandfreie Funktion gewährleistet wird.
  • Das Gerät darf nur von einem zugelassenen Installateur montiert und in Betrieb genommen werden.
  • Wenn die Heizungsanlage nicht in Betrieb ist, kann sie bei Frost einfrieren. Lassen Sie die Heizungsanlage deshalb ständig eingeschaltet.
  • Bei einer Störung die Störung umgehend selbst zurücksetzen oder den Fachbetrieb anrufen.
  • Ist die Heizungsanlage durch eine Störabschaltung nicht in Betrieb, versuchen Sie die Störung zurückzusetzen; gelingt das nicht, benachrichtigen Sie sofort den Heizungsfachbetrieb.

Verbrühungsschutz am Warmwasser

  • Die werkseitig eingestellte Warmwassertemperatur beträgt 60 °C. Bei höheren Einstellungen besteht Verbrühungsgefahr an den Zapfstellen.
  • Wenn Warmwassertemperaturen über 60 °C eingestellt sind, nur gemischtes Warmwasser aufdrehen.
  • Auch während und nach der thermischen Desinfektion kann das Warmwasser über 60 °C erwärmt werden; drehen Sie in diesem Zeitraum nur gemischtes Warmwasser auf.

Betrieb, Temperaturen und Reinigung

  • Stellen Sie keine Raumtemperaturen unter 10 °C ein. Räume können sonst so weit auskühlen, dass Rohrleitungen in Außenwänden bei Frost einfrieren.
  • Wird als Nachtabsenkart „Abschaltbetrieb“ genutzt, wird die Heizung nachts abgeschaltet; eine Nacht-Raumtemperatur kann dann nicht eingestellt werden.
  • Die Bedieneinheit nur mit einem feuchten Tuch reinigen.
  • Kalibrieren Sie die Bedieneinheit nicht während der Absenk- oder Aufheizphasen Ihrer Heizungsanlage, weil ein Thermometer Temperaturänderungen langsamer oder schneller anzeigen kann.

Einstellung, Verantwortung und Entsorgung

  • Bei der Raumtemperaturregelung und bei der Außentemperaturregelung mit Einfluss der Raumtemperatur müssen die Heizkörper-Thermostatventile im Referenzraum ganz aufgedreht sein; die Vorlauftemperatur darf nicht durch zugedrehte Thermostatventile begrenzt werden.
  • Die Regelungsart und die Inbetriebnahme-Einstellungen wählt und hinterlegt der Heizungsfachmann; die zugehörigen Werte werden im Einstellprotokoll festgehalten.
  • Die Verpackung ist umweltgerecht zu entsorgen; beim Austausch einer Komponente ist das Altteil umweltgerecht zu entsorgen.
  • Bewahren Sie die Bedienungsanleitung auf; im Kapitel Sicherheitshinweise sind die Signalwörter Vorsicht und Warnung sowie die Hinweissymbole erläutert.

Hinweis: Diese Zusammenfassung gibt die Hinweise des Dokuments gekürzt wieder und ersetzt nicht den vollständigen Text auf den Seiten 5, 6, 10, 14, 15, 39, 43 und 49.

Passende Ersatzteile und Zubehör

Beim Buderus RC35 sind es die Bedieneinheit selbst, ihr Wandhalter und die ergänzenden Fernbedienungen, die im Alltag eine Rolle spielen. Das Dokument nennt den Wandhalter bei der Fehlersuche, die Fernbedienungen RC20 und RC20RF bei der Zuordnung der Heizkreise und das Einstellprotokoll als Unterlage für die hinterlegten Werte. Bestellnummern für Ersatzteile nennt das Dokument nicht; die folgenden Bezeichnungen sind unverändert aus dem Text übernommen.

Klappe mit Griffmulde Drehknopf Wandhalter Display Tastenreihen Ergänzende Komponenten und Unterlagen (Bezeichnungen wie im Dokument angegeben, Seiten 27, 50 und 52) Fernbedienung RC20 oder RC20RF Wandhalter Aufnahme der RC35 Einstellprotokoll Unterlage, Seite 52

Übersicht der Bauteile und Zubehörteile

Bauteil / Zubehör Funktion Worauf beim Kauf achten Seite
Bedieneinheit RC35Regelt die angeschlossenen Heizkreise, die Warmwasserbereitung, die Zirkulationspumpe und eine mögliche Solaranlage; trägt das Display, den Drehknopf und die TastenDas Dokument nennt keine Bestellnummer; der Heizkessel muss EMS oder UBA1.x besitzen2, 10
Wandhalter der BedieneinheitNimmt die Bedieneinheit auf und stellt die Verbindung zur Anlage her; sitzt sie nicht korrekt, bleibt das Display leer oder es tritt der Code A01/816 aufBeim Prüfen ist auf festen Sitz der Bedieneinheit und auf angeschlossene Kabel zu achten50
Fernbedienung RC20 oder RC20RFRegelt einen weiteren Heizkreis mit eigenem Temperaturniveau; sinnvoll, wenn im Haus unterschiedliche Heizsysteme betrieben werdenDie vorübergehende Raumtemperaturänderung an der RC20 funktioniert nur, wenn sie ab dem Jahr 2006 produziert wurde13, 26, 27
Kesselbedieneinheit BC10 oder UBA1.xSteuert den Heizkessel selbst; über ihre Reset-Taste werden verriegelnde Störungen zurückgesetzt, und ihr Display zeigt den Reset mit „rE“ anBei Heizkesseln mit UBA1.x entfallen einige Funktionen wie die thermische Desinfektion und die Anzeige von Wartungsmeldungen9, 43, 51
AußentemperaturfühlerLiefert die Außentemperatur für die außentemperaturgeführte Regelung und für die Umschaltschwelle zwischen Sommer- und WinterbetriebOhne Außentemperaturfühler wird der Menüpunkt So-/Wi-Schwelle nicht angezeigt38, 45
Digitaler DrucksensorErfasst den Wasserdruck der Heizungsanlage; nur mit ihm wird die Meldung H 7 angezeigtOhne digitalen Drucksensor erscheint der Wert „Wasserdruck ist zu gering“ nicht51
EinstellprotokollHält die Zuordnung der Heizkreise und die wichtigsten Einstellungen der Heizungsanlage festEs wird bei der Inbetriebnahme vom Heizungsfachmann ausgefüllt und dient dem Bediener zur Information52

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