Diese Seite fasst die deutschsprachige Bedienungsanleitung für den Endkunden zum Buderus Logamax plus GB172 zusammen, einem wandhängenden Gas-Brennwertgerät für Heizung und Warmwasserbereitung. Die eingebettete Datei trägt die Dokumentnummer 6 720 619 644 in der Ausgabe 2012/06 und die Sprachfassung DE/AT/CH/LU; sie deckt die vier Varianten GB172-14, GB172-20, GB172-24 und GB172-24K ab. Behandelt werden die Vorbereitung des Geräts, die Bedienelemente und Displayanzeigen, das Einstellen von Heizbetrieb, Warmwasser, Sommerbetrieb und Frostschutz sowie die Störungsbehebung und die Wartung. Jede Aussage auf dieser Seite trägt die Seitenzahl der Anleitung; das Dokument umfasst 12 PDF-Seiten, von denen die gedruckten Seiten 2 bis 11 den Text tragen.
Technische Daten
| Merkmal | Wert | Seite |
|---|---|---|
| Typenbezeichnung | Das Dokument gilt für die ganze Baureihe: Logamax plus GB172-14, GB172-20, GB172-24 und GB172-24K, Dokument 6 720 619 644 (2012/06), Sprachen DE/AT/CH/LU. Es ist damit kein Einzelgerätedokument; welche dieser vier Varianten vor Ihnen steht, steht ausschließlich auf dem Typschild oder dem Zusatztypschild in der Blende. | 1, 4, 9 |
| Ausführungen | GB172-14, GB172-20 und GB172-24 sind Gas-Brennwertgeräte mit integrierter Heizungspumpe und 3-Wege-Ventil für einen indirekt beheizten Speicher; GB172-24K hat zusätzlich einen Plattenwärmetauscher und bereitet Warmwasser im Durchlaufprinzip | 4 |
| Betriebsdruck der Heizung, Normalfall | 1 bis 2 bar; ist ein höherer Betriebsdruck nötig, nennt der Fachmann den Wert | 4 |
| Maximaler Anlagendruck | 3 bar bei höchster Temperatur des Heizwassers; darüber öffnet das Sicherheitsventil | 5 |
| Maximale Vorlauftemperatur | einstellbar zwischen 30 °C und 82 °C; der Maximalwert kann vom Servicetechniker herabgesetzt sein | 7 |
| Vorlauftemperatur je Heizfläche | ca. 50 °C Fußbodenheizung, ca. 75 °C Radiatorenheizung, ca. 82 °C Konvektorenheizung | 7 |
| Warmwassertemperatur | einstellbar zwischen 40 und 60 °C; im normalen Betrieb nicht höher als 60 °C einstellen | 8 |
| Empfehlung zur Legionellenvermeidung | Warmwassertemperatur auf mindestens 55 °C einstellen | 8 |
| Nachheizschwelle des Speichers | Warmwasserbetrieb: Nachheizen, wenn der Speicher mehr als 5 K unter den Sollwert fällt; eco-Betrieb: erst bei mehr als 10 K | 7 |
| Siphonfüllprogramm | nach jedem Einschalten ca. 15 Minuten Betrieb bei minimaler Wärmeleistung zum Füllen des Kondensatsiphons | 6 |
| Stickstoffoxide im Abgas | unter 60 mg/kWh, ermittelt nach § 6 der 1. BImSchV vom 26.1.2010 | 4 |
| Normen und Richtlinien | Einbau nur in geschlossenen Warmwasser-Heizungssystemen nach EN 12828; Gerät nach EN 677 geprüft; Sicherheitsvorgaben nach EN 60335-1; CE-Kennzeichnung | 3, 4 |
| Bedienelemente | Taste Warmwasser, Taste Heizung, Display, Taste Minus, Taste Plus, Taste ok, Taste Zurück, Manometer, Ein/Aus-Schalter, Taste Service, reset-Taste, Taste Sommer-/Winterbetrieb | 5 |
| Displayanzeigen | unter anderem kein Warmwasserbetrieb, Warmwasserbetrieb, Solarbetrieb, außentemperaturgeführter Betrieb, Schornsteinfegerbetrieb, Störung, Servicebetrieb, Wartungsbetrieb, Brennerbetrieb, kein Heizbetrieb, Heizbetrieb | 6 |
| Verwendbare Regelsysteme | Bedieneinheit RC35, im Gerät eingebaut oder extern montiert, oder Regelsystem Logamatic 4000; je nach Regelsystem unterscheidet sich die Bedienung | 5 |
| Angaben am Geräteschild | Typ, Seriennummer, Datum der Inbetriebnahme und Ersteller der Anlage sind für den Kundendienst bereitzuhalten; die Angaben stehen auf dem Typschild oder dem Zusatztypschild in der Blende | 9 |
| Kompatible Geräte | Jedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann. | – |
Alle Werte stammen aus den Kapiteln 2 bis 6 der Anleitung, vor allem aus „Angaben zum Gerät“ (Seiten 3 und 4), „Gerät für den Betrieb vorbereiten“ (Seiten 4 und 5), „Bedienung“ (Seiten 5 bis 9) sowie „Störungen beheben“ (Seite 9). Die Anleitung für den Endkunden nennt keine Nennwärmeleistung, keinen Gasverbrauch, kein Gewicht und keine Abmessungen; diese Angaben stehen in der Installations- und Wartungsanleitung für den Fachmann, auf die Seite 4 verweist. Die Temperaturwerte sind Einstellbereiche des Geräts und keine gemessenen Verbrauchswerte.
Hinweis zur Seitenzählung: Alle Seitenangaben auf dieser Seite folgen der im Dokument aufgedruckten Zählung. Bei dieser Datei stimmen gedruckte Zählung und PDF-Seiten überein: Die PDF-Seite 9 trägt die gedruckte Nummer 9, ebenso die Seiten 4, 5 und 11. Die Datei umfasst 12 Seiten; Seite 1 ist die Titelseite ohne gedruckte Nummer, die Seiten 2 bis 11 tragen den Text, Seite 12 ist die leere Rückseite. Die im Dokument selbst genannten Querverweise (etwa „Æ Seite 9“ im Kapitel 4.4.1) verwenden ebenfalls diese gedruckte Zählung.
Kompatible Geräte: Jedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann.
Häufige Fragen
Für welche Gerätevarianten gilt diese Anleitung?
Sie gilt für die komplette Baureihe Logamax plus GB172, also für die Gas-Brennwertgeräte GB172-14, GB172-20, GB172-24 und GB172-24K. Die ersten drei sind für den Anschluss eines indirekt beheizten Speichers ausgelegt, das K-Modell bereitet Warmwasser im Durchlaufprinzip über einen Plattenwärmetauscher. Die Titelseite listet alle vier Bezeichnungen nebeneinander auf, die Typenübersicht auf Seite 4 beschreibt den Unterschied (Seite 1, Seite 4).
Wie schalte ich das Gerät ein und aus?
Eingeschaltet wird am Ein/Aus-Schalter der Bedienblende. Das Display leuchtet und zeigt nach kurzer Zeit die Gerätetemperatur. Ausgeschaltet wird mit demselben Schalter; das Display erlischt. Wird das Gerät länger außer Betrieb genommen, ist der Frostschutz nach Kapitel 4.8 zu beachten (Seite 6).
Wie schalte ich den Heizbetrieb ein oder aus?
Die Taste Heizung so oft drücken, bis im Display das Symbol blinkt. Mit Taste Plus oder Taste Minus wird zwischen Heizbetrieb und kein Heizbetrieb gewählt, mit Taste ok wird die Einstellung gespeichert. Bei eingeschaltetem Brenner erscheint zusätzlich das Brennersymbol. Wenn kein Heizbetrieb eingestellt wurde, kann ein angeschlossenes Regelsystem den Heizbetrieb nicht aktivieren (Seite 6).
Welche maximale Vorlauftemperatur ist zulässig?
Die maximale Vorlauftemperatur lässt sich zwischen 30 °C und 82 °C einstellen. Bei eingeschaltetem Heizbetrieb die entsprechende Taste drücken, mit Plus oder Minus den Wert wählen und mit ok speichern. Der Maximalwert kann vom Servicetechniker herabgesetzt worden sein; bei Fußbodenheizungen ist zusätzlich die vom Hersteller zulässige Vorlauftemperatur zu beachten (Seite 7).
Welche Vorlauftemperatur passt zu welcher Heizfläche?
Die Anleitung nennt drei Anwendungsbeispiele: rund 50 °C für eine Fußbodenheizung, rund 75 °C für eine Radiatorenheizung und rund 82 °C für eine Konvektorenheizung. Diese Werte stehen als Tabelle 2 im Kapitel 4.4.2 (Seite 7).
Wie stelle ich die Warmwassertemperatur ein?
Zuerst den Warmwasser- oder eco-Betrieb einstellen. Danach die entsprechende Taste drücken; die eingestellte Warmwassertemperatur blinkt und wird mit Taste Plus oder Taste Minus zwischen 40 und 60 °C gewählt. Mit Taste ok wird der Wert gespeichert. Im normalen Betrieb soll die Temperatur nicht höher als 60 °C eingestellt werden, weil sonst Verbrühungsgefahr besteht (Seite 8).
Was unterscheidet Warmwasserbetrieb und eco-Betrieb?
Bei Geräten mit Warmwasserspeicher heizt der Warmwasserbetrieb nach, sobald die Speichertemperatur mehr als 5 K unter den Sollwert fällt; der eco-Betrieb lässt erst bei mehr als 10 K nachheizen und spart dadurch Energie. Beim GB172-24K wird im Warmwasserbetrieb die eingestellte Temperatur ständig gehalten, wodurch die Wartezeit bei der Entnahme kurz ist; der eco-Betrieb heizt erst auf, wenn warmes Wasser entnommen wird (Seite 7, Seite 8).
Wie kontrolliere ich den Betriebsdruck der Heizung?
Der Betriebsdruck beträgt im Normalfall 1 bis 2 bar und wird am Manometer der Bedienblende abgelesen. Ist ein höherer Betriebsdruck erforderlich, nennt der Fachmann den Wert. Beim Nachfüllen darf ein Druck von 3 bar bei höchster Heizwassertemperatur nicht überschritten werden, sonst öffnet das Sicherheitsventil (Seite 4, Seite 5).
Wie fülle ich Heizwasser nach?
Das Nachfüllen ist an jeder Heizungsanlage verschieden; die Anleitung lässt sich den Vorgang deshalb vom Fachmann zeigen. Wichtig ist, dass die Anlage nur im kalten Zustand befüllt wird, weil plötzliche Temperaturdifferenzen zu Spannungsrissen führen können (Seite 5).
Wie stelle ich den manuellen Sommerbetrieb ein?
Im manuellen Sommerbetrieb sind die Heizungspumpe und damit die Heizung abgeschaltet; Warmwasserversorgung und Spannungsversorgung des Regelsystems bleiben erhalten. Eingeschaltet wird über die Taste Sommer-/Winterbetrieb, bis das Symbol blinkt, danach mit Taste ok speichern. Zum Ausschalten dieselbe Taste erneut drücken. Im Sommerbetrieb besteht nur Gerätefrostschutz (Seite 8).
Wie ist die Anlage im Winter vor Frost geschützt?
Für die Heizungsanlage wird die maximale Vorlauftemperatur auf 30 °C eingestellt. Soll das Gerät ausgeschaltet bleiben, lässt der Fachmann Frostschutzmittel ins Heizwasser mischen und entleert den Warmwasserkreis. Für den Speicher ist der Frostschutz auch bei ausgeschalteter Warmwasserbereitung gewährleistet; dafür wird kein Warmwasserbetrieb eingestellt (Seite 9).
Was bedeutet das blinkende Symbol direkt nach dem Einschalten?
Nach jedem Einschalten startet das Siphonfüllprogramm. Etwa 15 Minuten läuft das Gerät bei minimaler Wärmeleistung, um den Kondensatsiphon zu füllen; solange blinkt das entsprechende Symbol. Das Gerät hat außerdem einen Blockierschutz für die Heizungspumpe, der ein Festsitzen nach längerer Betriebspause verhindert. Bei ausgeschaltetem Gerät gibt es keinen Blockierschutz (Seite 6).
Was mache ich, wenn ein Störungs-Code angezeigt wird?
Die Logamatic BC25 überwacht alle Sicherheits-, Regel- und Steuerbauteile und zeigt bei einer Störung einen Störungs-Code an. Blinkt der Code, wird das Gerät aus- und wieder eingeschaltet, oder die reset-Taste so lange gedrückt, bis die Textzeile Reset anzeigt. Danach geht das Gerät wieder in Betrieb und zeigt die Vorlauftemperatur. Lässt sich die Störung nicht beseitigen, ist der zugelassene Fachbetrieb oder der Kundendienst mit dem Störungs-Code und den Gerätedaten zu verständigen (Seite 9).
Was muss ich beim Lüften und an den Thermostatventilen beachten?
Zum Lüften sollen die Fenster nicht gekippt, sondern für kurze Zeit ganz geöffnet werden; währenddessen werden die Thermostatventile zugedreht. Damit die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird, werden die Thermostatventile ganz geöffnet. Erst wenn die Temperatur nach längerer Zeit nicht erreicht wird, sollte am Regler nachgestellt werden. Eine vorhandene Zirkulationspumpe für Warmwasser lässt sich über ein Zeitprogramm auf die eigenen Gewohnheiten einstellen (Seite 9).
Fehlercodetabelle
Das Gerät zeigt bei einer Störung einen Störungs-Code in der Textzeile des Displays an; die Überwachung übernimmt der Basiscontroller Logamatic BC25 (Seite 9). Buderus vergibt diese Codes selbst, die Anleitung für den Endkunden druckt dazu jedoch keine Codeliste ab, sondern beschreibt nur die Anzeige und die Quittierung über die reset-Taste. Die Kürzel F01 bis F14 in der folgenden Tabelle sind deshalb die eigene Diagnose-Nummerierung dieser Seite und keine Herstellernummern; sie stehen weder auf dem Display noch im Dokument. Die Spalte „Anzeige am Gerät“ gibt jeweils die im Dokument beschriebene Anzeige oder das dokumentierte Symptom wieder, die Spalte „Vorgehen“ die dort genannte Maßnahme.
| Code | Anzeige am Gerät | Mögliche Ursache | Vorgehen | Seite |
|---|---|---|---|---|
| F01 | Display bleibt dunkel, das Gerät reagiert nicht | Gerät ist am Ein/Aus-Schalter nicht eingeschaltet, oder die Spannungsversorgung fehlt | Am Ein/Aus-Schalter einschalten; bleibt das Display dunkel, den Fachbetrieb verständigen | 6 |
| F02 | Störungs-Code blinkt in der Textzeile | Die Logamatic BC25 hat eine Störung an einem Sicherheits-, Regel- oder Steuerbauteil erkannt | Gerät aus- und wieder einschalten oder die reset-Taste so lange drücken, bis die Textzeile Reset anzeigt | 9 |
| F03 | Störung lässt sich nicht quittieren, die Anzeige bleibt | Die Störung liegt außerhalb der Möglichkeiten der Selbsthilfe | Zugelassenen Fachbetrieb oder Kundendienst anrufen und Störungs-Code sowie Gerätedaten mitteilen | 9 |
| F04 | Im Display steht kein Heizbetrieb, die Heizkörper bleiben kalt | Der Heizbetrieb ist am Gerät ausgeschaltet; ein angeschlossenes Regelsystem kann ihn dann nicht aktivieren | Taste Heizung bis zum Blinken drücken, mit Plus oder Minus den Heizbetrieb wählen und mit ok speichern | 6 |
| F05 | Es steht kein warmes Wasser bereit | Der Warmwasserbetrieb ist ausgeschaltet; ein Regelsystem kann ihn dann nicht aktivieren | Taste Warmwasser bis zum Blinken drücken, Betriebsart wählen und mit ok speichern | 7 |
| F06 | Das Warmwasser wird nicht dauerhaft auf Temperatur gehalten | Der eco-Betrieb lässt erst bei mehr als 10 K unter dem Sollwert nachheizen, der Warmwasserbetrieb schon bei mehr als 5 K | Wenn kürzere Wartezeiten gewünscht sind, von eco-Betrieb auf Warmwasserbetrieb umstellen | 7 |
| F07 | Das warme Wasser ist zu kalt | Die Warmwassertemperatur ist zu niedrig eingestellt | Temperatur zwischen 40 und 60 °C einstellen; zur Legionellenvermeidung mindestens 55 °C wählen | 8 |
| F08 | Aus der Zapfstelle kommt sehr heißes Wasser | Die Warmwassertemperatur wurde über 60 °C eingestellt; es besteht Verbrühungsgefahr | Temperatur im normalen Betrieb nicht höher als 60 °C einstellen | 8 |
| F09 | Das Manometer zeigt weniger als 1 bar | Der Anlagendruck liegt unter dem normalen Betriebsdruck von 1 bis 2 bar | Betriebsdruck kontrollieren und Heizwasser nachfüllen lassen; die Anlage nur im kalten Zustand befüllen | 4, 5 |
| F10 | Das Sicherheitsventil öffnet und Wasser tritt aus | Der Druck hat bei höchster Heizwassertemperatur 3 bar erreicht | Den zugelassenen Fachbetrieb verständigen und den Anlagendruck prüfen lassen | 5 |
| F11 | Die Heizung bleibt im Sommerbetrieb kalt, obwohl geheizt werden soll | Heizungspumpe und Heizung sind im manuellen Sommerbetrieb abgeschaltet | Taste Sommer-/Winterbetrieb drücken und den manuellen Sommerbetrieb mit ok beenden | 8 |
| F12 | Die Räume werden nicht warm, der Regler steht auf einem hohen Wert | Die Thermostatventile sind nicht ganz geöffnet, oder es liegt eine Störung im Heizkreis vor | Thermostatventile ganz öffnen und erst nach längerer Zeit am Regler nachstellen; sonst den Fachbetrieb verständigen | 9 |
| F13 | Alle Anzeigen stehen auf kein Heizbetrieb, die Anlage droht einzufrieren | Bei ausgeschaltetem Heizbetrieb besteht nur Gerätefrostschutz, im Sommerbetrieb ebenfalls | Maximale Vorlauftemperatur auf 30 °C stellen oder Frostschutzmittel durch den Fachmann einmischen lassen und den Warmwasserkreis entleeren | 8, 9 |
| F14 | Das Gerät läuft nach dem Einschalten längere Zeit mit kleiner Flamme | Das Siphonfüllprogramm läuft; es ist kein Fehler | Etwa 15 Minuten abwarten, bis das Programm den Kondensatsiphon gefüllt hat | 6 |
Die Kürzel F01 bis F14 sind keine Herstellernummern. Buderus arbeitet am Basiscontroller Logamatic BC25 mit eigenen Störungs-Codes, die das Gerät in der Textzeile anzeigt; das Handbuch für den Endkunden nennt auf Seite 9 nur die Anzeige und die Quittierung über die reset-Taste, aber keine Codeliste. Grundlage der Zuordnung sind deshalb die Kapitel 3 bis 6 auf den Seiten 4 bis 9; die Spalten „Mögliche Ursache“ und „Vorgehen“ geben die dort dokumentierten Ursachen und Maßnahmen wieder. Die Seitenangaben folgen der gedruckten Zählung.
Fehlerbaum
Die Anleitung führt vier Wege, auf denen der Betrieb des Geräts auffällt: das Gerät reagiert überhaupt nicht, der Heizbetrieb fehlt, das Warmwasser fehlt, oder es wird ein Störungs-Code angezeigt. Der folgende Baum ordnet diesen vier Wegen die ersten Prüfschritte und die jeweilige Zielgröße zu.
Ablauf der Störungssuche
- Den Umfang eingrenzen: Bleibt das Display dunkel, fehlt die Spannungsversorgung oder das Gerät ist ausgeschaltet; ist nur der Heizbetrieb oder nur das Warmwasser betroffen, liegt die Ursache in der jeweiligen Betriebsart (Seite 6, Seite 7).
- Die Anzeige lesen: Das Display zeigt Betriebsarten, Brennerbetrieb und Störung als Symbole; ein Störungs-Code erscheint in der Textzeile (Seite 6, Seite 9).
- Den Heizbetrieb prüfen: Taste Heizung bis zum Blinken drücken, mit Plus oder Minus den Heizbetrieb wählen und mit ok speichern. Ein Regelsystem kann einen am Gerät ausgeschalteten Heizbetrieb nicht aktivieren (Seite 6).
- Den Warmwasserbetrieb prüfen: Zwischen Warmwasserbetrieb, eco-Betrieb und kein Warmwasserbetrieb wählen und die Temperatur zwischen 40 und 60 °C einstellen (Seite 7, Seite 8).
- Den Betriebsdruck prüfen: Am Manometer ablesen; normal sind 1 bis 2 bar, der Maximalwert liegt bei 3 bar, darüber öffnet das Sicherheitsventil (Seite 4, Seite 5).
- Die Anlage prüfen: Thermostatventile ganz öffnen und die Fenster nur kurz ganz zum Lüften öffnen; erst dann am Regler nachstellen (Seite 9).
- Die Störung quittieren: Gerät aus- und wieder einschalten oder die reset-Taste halten, bis die Textzeile Reset anzeigt (Seite 9).
- Die Grenze der Selbsthilfe beachten: Bleibt die Störung bestehen, den zugelassenen Fachbetrieb oder den Kundendienst mit Störungs-Code und Gerätedaten verständigen; Arbeiten am Gerät dürfen nur von einem zugelassenen Fachbetrieb ausgeführt werden (Seite 3, Seite 9).
Grundlage sind die Kapitel 3 bis 6 auf den Seiten 4 bis 9, insbesondere „Störungen beheben“ auf Seite 9 und „Energiesparhinweise“ auf Seite 9. Der Hersteller nennt in diesen Kapiteln keine Nummerncodes; die Reihenfolge der Schritte ist die Systematik dieser Seite.
Symptom-Assistent: Schritt für Schritt zur Lösung
Die folgenden fünf Schritte gehen von dem Symptom aus, das am Gerät tatsächlich zu beobachten ist. Jeder Schritt nennt die möglichen Zweige und die Stelle im Handbuch, an der die Maßnahme beschrieben ist. Arbeiten am Gasgerät und an der Elektrik dürfen Sie nicht selbst ausführen; die Schritte decken nur die Bedienung und die Kontrolle ab.
Schritt 1: Reagiert das Gerät überhaupt?
Nein, das Display bleibt dunkel: Am Ein/Aus-Schalter einschalten. Bleibt das Display danach dunkel, ist die Spannungsversorgung zu prüfen und der zugelassene Fachbetrieb zu verständigen (Seite 6).
Ja, aber das Gerät schaltet sich nach längerer Pause nicht wieder ein: Der Blockierschutz für die Heizungspumpe ist nur bei eingeschaltetem Gerät aktiv. Bei ausgeschaltetem Gerät gibt es keinen Blockierschutz, deshalb ist das Gerät im Winter nicht dauerhaft auszuschalten (Seite 6).
Schritt 2: Wird die Wohnung nicht warm?
Im Display steht kein Heizbetrieb: Taste Heizung so oft drücken, bis das Symbol blinkt, mit Plus oder Minus den Heizbetrieb wählen und mit ok speichern. Solange kein Heizbetrieb eingestellt ist, kann der Heizbetrieb durch das angeschlossene Regelsystem nicht aktiviert werden (Seite 6).
Der Heizbetrieb ist eingeschaltet, aber es bleibt kalt: Die maximale Vorlauftemperatur zwischen 30 °C und 82 °C einstellen; bei Fußbodenheizung gilt die vom Hersteller zulässige Vorlauftemperatur (Seite 7).
Im Sommer bleibt die Heizung kalt: Der manuelle Sommerbetrieb schaltet Heizungspumpe und Heizung ab. Über die Taste Sommer-/Winterbetrieb beenden und mit ok speichern (Seite 8).
Schritt 3: Kommt kein warmes Wasser?
Im Display steht kein Warmwasserbetrieb: Taste Warmwasser bis zum Blinken drücken, den gewünschten Betrieb wählen und mit ok speichern. Auch hier gilt: Ein Regelsystem kann den am Gerät abgeschalteten Warmwasserbetrieb nicht aktivieren (Seite 7).
Das Wasser ist zu kalt: Die Warmwassertemperatur zwischen 40 und 60 °C nachstellen; zur Legionellenvermeidung wird mindestens 55 °C empfohlen (Seite 8).
Bei Geräten mit Speicher kühlt das Wasser schnell aus: Der eco-Betrieb heizt erst nach, wenn die Speichertemperatur mehr als 10 K unter dem Sollwert liegt. Für kürzere Wartezeiten auf den Warmwasserbetrieb mit 5 K Nachheizschwelle umstellen (Seite 7).
Schritt 4: Stimmt der Druck oder die Temperatur nicht?
Das Manometer zeigt weniger als 1 bar: Der Betriebsdruck liegt unter dem normalen Bereich von 1 bis 2 bar. Heizwasser nachfüllen lassen; die Anlage ausschließlich im kalten Zustand befüllen, weil sonst Spannungsrisse drohen (Seite 4, Seite 5).
Das Sicherheitsventil öffnet: Bei höchster Heizwassertemperatur darf der Druck 3 bar nicht überschreiten. Tritt Wasser aus, den Fachbetrieb verständigen (Seite 5).
Das Wasser ist am Auslauf zu heiß: Die Warmwassertemperatur im normalen Betrieb nicht höher als 60 °C einstellen; darüber besteht Verbrühungsgefahr (Seite 8).
Schritt 5: Wird eine Störung angezeigt?
Der Störungs-Code blinkt: Das Gerät aus- und wieder einschalten, oder die reset-Taste so lange drücken, bis die Textzeile Reset anzeigt. Danach geht das Gerät wieder in Betrieb und zeigt die Vorlauftemperatur (Seite 9).
Nach dem Einschalten läuft das Gerät lange mit kleiner Flamme: Das ist das Siphonfüllprogramm; es läuft etwa 15 Minuten bei minimaler Wärmeleistung und ist kein Fehler (Seite 6).
Die Störung bleibt bestehen: Den zugelassenen Fachbetrieb oder den Kundendienst anrufen und den Störungs-Code sowie die Gerätedaten mitteilen. Diese stehen auf dem Typschild oder dem Zusatztypschild in der Blende; mitzuteilen sind Typ, Seriennummer, Datum der Inbetriebnahme und Ersteller der Anlage (Seite 9).
Wenn keine dieser Maßnahmen hilft: Das Gerät am Ein/Aus-Schalter ausschalten und den zugelassenen Fachbetrieb oder den Kundendienst verständigen. Unsachgemäße Veränderungen am Wärmeerzeuger oder an anderen Teilen der Heizungsanlage können zu Personenschäden führen; niemals die Verkleidung des Wärmeerzeugers entfernen und keine Änderungen vornehmen (Seite 3). Der Kundendienst ist nach dem Vorwort rund um die Uhr erreichbar und benötigt den Störungs-Code sowie die Gerätedaten vom Typschild (Seite 2, Seite 9).
Der Störungsteil des Handbuchs umfasst Kapitel 6 auf Seite 9; die Bedienung ist in Kapitel 4 auf den Seiten 5 bis 9 beschrieben. Die Datei selbst rufen Sie über Buderus Logamax plus GB172 Bedienungsanleitung (12 Seiten, ca. 1,72 MB) auf.
Sicherheitshinweise
Die folgenden Hinweise fassen das Kapitel „Symbolerklärung und Sicherheitshinweise“ auf Seite 3 sowie die Kapitel „Wartung“ und „Umweltschutz/Entsorgung“ auf Seite 9 zusammen. Sie sind gekürzt und ersetzen nicht den vollständigen Text im Dokument.
Verhalten bei Gasgeruch und Notfall
- Bei austretendem Gas besteht Explosionsgefahr. Flammen- und Funkenbildung vermeiden: nicht rauchen, kein Feuerzeug und keine Streichhölzer benutzen.
- Keine elektrischen Schalter betätigen und keinen Stecker ziehen; nicht telefonieren und nicht klingeln.
- Die Gaszufuhr an der Hauptabsperreinrichtung oder am Gaszähler sperren, Fenster und Türen öffnen und alle Bewohner warnen.
- Das Gebäude verlassen und das Betreten durch Dritte verhindern; außerhalb des Gebäudes Feuerwehr, Polizei und das Gasversorgungsunternehmen anrufen.
Stromversorgung und Betrieb
- Der Wärmeerzeuger darf nur in geschlossenen Warmwasser-Heizungssystemen nach EN 12828 und nur für den privaten Gebrauch verwendet werden; die gewerbliche und industrielle Erzeugung von Prozesswärme ist ausgeschlossen.
- Wird die Netzanschlussleitung beschädigt, muss sie durch den Hersteller, seinen Kundendienst oder eine ähnlich qualifizierte Person ersetzt werden (Seite 3).
- Das Gerät ist nicht dafür bestimmt, von Personen mit eingeschränkten physischen, sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels Erfahrung benutzt zu werden, es sei denn, sie werden beaufsichtigt oder angewiesen. Kinder sind zu beaufsichtigen.
- Die Warmwassertemperatur im normalen Betrieb nicht höher als 60 °C einstellen; darüber besteht Verbrühungsgefahr (Seite 8).
Aufstellung, Luft und Umgebung
- Der Aufstellraum muss ausreichend belüftet sein, wenn das Gerät die Verbrennungsluft aus dem Raum bezieht. Belüftungs- und Entlüftungsöffnungen in Türen, Fenstern und Wänden nicht verkleinern oder verschließen.
- Die Luft im Aufstellraum muss frei von entzündlichen oder chemisch aggressiven Stoffen sein. Keine leicht entflammbaren oder explosiven Materialien wie Papier, Benzin, Verdünnungen und Farben in der Nähe lagern.
- Keine korrosionsfördernden Stoffe wie Lösungsmittel, Klebstoffe oder chlorhaltige Reinigungsmittel in der Nähe des Wärmeerzeugers verwenden oder lagern.
Wartung, Defekt und Entsorgung
- Regelmäßige Inspektion und Wartung sind Voraussetzungen für den sicheren und umweltverträglichen Betrieb. Empfohlen wird ein Vertrag zur jährlichen Inspektion und bedarfsabhängigen Wartung mit einem zugelassenen Fachbetrieb.
- Der Betreiber ist für die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Heizungsanlage verantwortlich. Arbeiten am Gerät nur von einem zugelassenen Fachbetrieb ausführen lassen, festgestellte Mängel unverzüglich beheben lassen.
- Die Verkleidung mit einem feuchten Tuch abreiben; keine scharfen oder ätzenden Reinigungsmittel verwenden (Seite 9).
- Altgeräte enthalten Wertstoffe, die einer Wiederverwertung zuzuführen sind; die Baugruppen sind leicht zu trennen und die Kunststoffe gekennzeichnet (Seite 9).
Hinweis: Diese Zusammenfassung gibt die Hinweise des Handbuchs gekürzt wieder und ersetzt nicht den vollständigen Text auf den Seiten 3, 8 und 9.
Passende Ersatzteile und Zubehör
Am Logamax plus GB172 sind die Armaturen tauschbar, die das Handbuch ausdrücklich als Zubehör kennzeichnet: Gashahn, Heizungsvorlaufhahn, Heizungsrücklaufhahn, Speicherrücklaufhahn und Siphon. Beim GB172-24K stehen an den Speicheranschlüssen stattdessen Warmwasser und Kaltwasserhahn. Für das Regelsystem nennt das Dokument die Bedieneinheit RC35 und das Logamatic 4000; auch die Verkleidung ist ein Bauteil, für das die Anleitung eine Pflegeanweisung gibt.
Übersicht der Bauteile und Zubehörteile
| Bauteil / Zubehör | Funktion | Worauf beim Kauf achten | Seite |
|---|---|---|---|
| Gashahn (Zubehör) | Sperrt die Gaszufuhr zum Gerät ab | Griff drücken und nach links bis zum Anschlag drehen; Griff in Fließrichtung bedeutet offen. Das Dokument nennt keine Bestellnummer. | 4 |
| Heizungsvorlaufhahn (Zubehör) | Sperrt den Heizungsvorlauf ab | Vierkant mit dem Schlüssel drehen, bis die Markierung in Fließrichtung zeigt; Markierung quer zur Fließrichtung bedeutet geschlossen | 4 |
| Heizungsrücklaufhahn (Zubehör) | Sperrt den Heizungsrücklauf ab | Wie der Vorlaufhahn über den Vierkant zu bedienen; Markierung in Fließrichtung bedeutet offen | 4 |
| Speichervorlauf und Speicherrücklaufhahn (Zubehör) | Anschluss eines indirekt beheizten Warmwasserspeichers | Nur für GB172-14, GB172-20 und GB172-24. Beim GB172-24K heißen die Anschlüsse Warmwasser und Kaltwasserhahn (Zubehör). | 4 |
| Siphon (Zubehör) | Führt das Kondensat ab; nach jedem Einschalten füllt ihn das Gerät über das Siphonfüllprogramm | Der Füllvorgang dauert etwa 15 Minuten bei minimaler Wärmeleistung; in dieser Zeit blinkt das Symbol im Display | 4, 6 |
| Bedieneinheit RC35 (Zubehör) | Regelsystem, im Gerät eingebaut oder extern montiert; stellt Betriebsart und Heizkurve ein | Bei Anschluss eines Regelsystems ändern sich manche Funktionen; die Bedienungsanleitung des Regelsystems ist zu beachten | 5, 8 |
| Regelsystem Logamatic 4000 (Zubehör) | Übergeordnetes Regelsystem; verändert je nach Ausführung einzelne Bedienfunktionen | Die Anleitung beschreibt nur das Gerät; die Funktionen des Regelsystems stehen in dessen eigener Anleitung | 5 |
| Manometer | Zeigt den Betriebsdruck der Heizungsanlage an | Normalfall 1 bis 2 bar, Maximalwert 3 bar bei höchster Heizwassertemperatur | 4, 5 |
| Ein/Aus-Schalter, Taste Service und reset-Taste | Schalten das Gerät ein und aus und setzen eine Störung zurück | Die reset-Taste so lange halten, bis die Textzeile Reset anzeigt; danach zeigt das Display wieder die Vorlauftemperatur | 5, 9 |
| Geräteverkleidung | Abdeckung des Wärmeerzeugers; darf nicht entfernt werden | Nur mit einem feuchten Tuch abreiben; keine scharfen oder ätzenden Reinigungsmittel verwenden | 3, 9 |
