Becker Ready 70 LMU Bedienungsanleitung

Diese Seite begleitet die Bedienungsanleitung des Becker Ready 70 LMU, eines mobilen Navigationsgeräts (PND, Personal Navigation Device) für den Einsatz in Fahrzeugen, und ordnet die Angaben des Dokuments nach Themen: technische Daten, häufige Fragen, Störungsbilder, ein Diagnosebaum, ein schrittweiser Symptom-Assistent, die Sicherheitshinweise und die Bauteile des Lieferumfangs. Das Dokument beschreibt mehrere Modellvarianten in einem einzigen Dokument, deshalb sind einzelne der beschriebenen Funktionen je nach Gerät nicht verfügbar. Jede Aussage auf dieser Seite nennt die Seite der Anleitung, auf der sie steht, damit Sie die Angabe im Original nachlesen können.

Technische Daten

Merkmal Wert Seite
TypenbezeichnungReady 70 LMU, Modellcode BJE00; das Dokument beschreibt zusätzlich das Transit 70 LMU mit dem Code BJE10S. 147, 10
GerätetypPND (Personal Navigation Device) für den Einsatz in FahrzeugenS. 9
Gewicht311 gS. 147
Maße (B x H x T)184 x 115 x 15 mmS. 147
Prozessor800 MHzS. 147
Flash-Speicher4 GBS. 147
SD-RAM256 MBS. 147
AkkuLithium-Ionen, 1500 mAh, wartungsfreiS. 147, 19
BildschirmKapazitives Multitouch-Display, 12,8 cm, Auflösung 800 horizontal und 480 vertikalS. 147
Micro-SD-KartenleserUnterstützung class 6 SDHC max. 32 GB, Formatierung FAT32S. 147
USB-SchnittstelleUSB Client 2.0, Micro-USBS. 147
Interner Lautsprecher2,5 Watt max.S. 147
Versorgungsspannung5 Volt / 1 A über das LadekabelS. 147
Kfz-Ladekabel (Zigarettenanzünder)Gleichstrom 12/24 Volt, 0,3 AmpereS. 12
Netzteil Steckdose (optional)Wechselstrom 100-240 Volt, 0,3 Ampere, 50-60 HertzS. 13
TemperaturbereicheLagerung -20 °C bis 60 °C, Betrieb 0 °C bis 45 °CS. 8
PositionsbestimmungGPS, Signale von mindestens drei Satelliten erforderlich, Höhe ab dem viertenS. 38
HalterungKompatibel zu HR Haltern, serienmäßigS. 147
DokumentBedienungsanleitung, deutsch, 153 PDF-Seiten, United Navigation GmbH, Copyright 2013S. 5, 148
Kompatible GeräteJedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann.S. 5

Alle Werte stammen aus dem Kapitel „Modellübersicht und technische Daten“ auf Seite 147, ergänzt um die Anforderungen an die Spannungsversorgung auf den Seiten 12 und 13 sowie die Temperaturbereiche auf Seite 8. Das Dokument beschreibt mehrere Modellvarianten in einem einzigen Dokument, deshalb sind einzelne der beschriebenen Funktionen je nach Gerät nicht verfügbar (Seite 9). Eine Angabe zur Akkulaufzeit in Stunden nennt die Anleitung nicht; sie nennt nur die Restnutzungszeit nach der Akku-Warnung (Seite 19).

Hinweis zur Seitenzählung: Die gedruckte Zählung dieses Dokuments entspricht der PDF-Seitenzahl: Die Fußzeilen laufen von 2 auf PDF-Seite 2 bis 152 auf PDF-Seite 152, die Datei umfasst 153 Seiten, wobei Seite 1 das Titelblatt ohne sichtbare Seitenzahl und Seite 153 die Schlussseite des Merkblatts ohne Fließtext ist. Alle Seitenangaben auf dieser Seite folgen damit der gedruckten Zählung und der PDF-Seitenzahl gleichermaßen; das Inhaltsverzeichnis auf den Seiten 2 bis 5 verwendet dieselbe Zählung.

Kompatible Geräte: Jedes Gerät, das PDF-Dateien öffnen kann.

Häufige Fragen

Für welche Geräte gilt diese Bedienungsanleitung?

Sie beschreibt das Becker Ready 70 LMU mit dem Modellcode BJE00 sowie das Becker Transit 70 LMU mit dem Code BJE10 in einem gemeinsamen Dokument. Die Funktionsübersicht auf Seite 10 und die Modellübersicht auf Seite 147 stellen beide Varianten nebeneinander; weil verschiedene Modellvarianten in einem Dokument beschrieben sind, können einzelne Funktionen bei Ihrem Gerät nicht verfügbar sein (Seite 9).

Was gehört zum Lieferumfang?

Navigationsgerät, Gerätehalter mit Trägerplatte (Ausführung modellabhängig), USB-Verbindungskabel und Kfz-Adapternetzteil 12/24 V für den Zigarettenanzünder mit integrierter TMC-Antenne (modellabhängig). Die Übersicht dazu steht auf Seite 14, der Hinweis zur Prüfung der Lieferung auf Vollständigkeit und Zustand auf den Seiten 10 und 11.

Wie lange dauert die erste Positionsbestimmung?

Bei der Erstinbetriebnahme kann es bis zu 30 Minuten dauern, bis eine Position bestimmt werden kann (Seite 38). Zur Positionsbestimmung sind die Signale von mindestens drei Satelliten notwendig, ab dem vierten kann auch die Höhe über dem Meeresspiegel ermittelt werden (Seite 38).

Warum findet das Gerät im Fahrzeug keine GPS-Position?

Die GPS-Antenne ist in das Gehäuse integriert und eignet sich nicht für den Empfang in Fahrzeugen mit Sonnenschutz-Verglasung (Metallbedampfung oder Metallfolie, erkennbar am Scheibenaufdruck SIGLA SOL, SIGLA CHROM, SIGLA, KOOL-OF, SUNGATE oder ähnlich) und Fahrzeugen mit engmaschigen Heizdrähten in der Verglasung (Seite 20). Zusätzlich weist die Anleitung darauf hin, dass je nach Einbauposition des Navigationsgeräts kein ausreichender Empfang möglich ist und dass innerhalb von Gebäuden je nach Empfang keine Navigation möglich ist (Seite 9).

Wie wird das Navigationsgerät mit Strom versorgt?

Über den integrierten Akku, über das Kfz-Ladekabel am Zigarettenanzünder mit Gleichstrom 12/24 Volt und 0,3 Ampere (Seite 12, 19) oder über das optional erhältliche Netzteil für die Steckdose mit Wechselstrom 100-240 Volt, 0,3 Ampere, 50-60 Hertz (Seite 13, 20). Die Versorgungsspannung am Ladekabel beträgt 5 Volt bei 1 A (Seite 147). Über den USB-Anschluss eines Computers wird das Gerät mitversorgt und verbraucht keine Akkuleistung (Seite 18).

Wie lange bleibt das Gerät nach der Akku-Warnung nutzbar?

Sie werden durch eine Hinweismeldung gewarnt, wenn der Akku wieder aufgeladen werden sollte; nach der Warnung bleibt das Gerät noch ungefähr 10 Minuten nutzbar, bevor es automatisch abgeschaltet wird (Seite 19). Den aktuellen Ladezustand zeigt die Statusanzeige hinter der Taste Batterie (Seite 133).

Was tun, wenn sich das Gerät nach vollständiger Entladung nicht einschalten lässt?

Beachten Sie, dass bei vollständig entladenem Akku das Gerät bis zu einer Minute benötigt, bis es sich wieder einschalten lässt (Seite 19). Ein defekter Akku gehört zum Fachhändler; die Anleitung weist ausdrücklich darauf hin, den Akku nicht selbst auszubauen (Seite 19).

Wofür dient der Einschub für die Micro-SD-Karte?

Die Kartendaten liegen im internen Speicher, deshalb dient der Einschub für Update-Zwecke, zum Anschauen von Bildern und für eine Erweiterung der Kartendaten (Seite 21). Unterstützt werden class 6 SDHC mit maximal 32 GB in der Formatierung FAT32 (Seite 147); die Karte selbst gehört nicht zum Lieferumfang (Seite 37).

Wie werden Speicherkarte eingesetzt und ausgeworfen?

Zum Einsetzen greifen Sie die Karte so, dass die Kontaktleiste zum Gerät und in Richtung Geräterückseite zeigt, und schieben sie unter leichtem Druck ein, bis sie einrastet. Zum Auswerfen drücken Sie die Karte leicht gegen die Federkraft und lassen sie los, worauf das Fach die Karte herausschiebt (Seite 22). Berühren Sie die Kontaktleiste dabei nicht (Seite 22).

Was tun, wenn der Touchscreen ungenau reagiert?

Falls der Touchscreen ungenau auf die Berührung von Schaltflächen reagiert, ist eine Kalibrierung durchzuführen; sie wird über die Taste Kalibrierung gestartet und führt Sie mit Textanweisungen durch die Prozedur (Seite 26, 140). Zur Reinigung eignet sich ein Mikrofasertuch; aggressive oder scheuernde Mittel und Wischlappen sind ungeeignet (Seite 17).

Wie setze ich das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück, und was wird gelöscht?

Über die Taste Werkseinstellung und die Bestätigung mit Ja wird das Gerät zurückgesetzt (Seite 139, 140). Gelöscht werden dabei gespeicherte Ziele, gespeicherte Routen, die Heimatadresse, die Telefon-Daten sowie im internen Speicher gespeicherte Bilder und Videos (Seite 140).

Was sagt die Anleitung zum Verhalten bei Störungen?

Störungen im Betriebssystem oder im Gerät werden angezeigt; kann die gewünschte Funktion daraufhin nicht ausgeführt werden, soll das Navigationsgerät über den I/O-Schalter neu gestartet werden (Seite 37). Kehren die Meldungen wieder, nennt das Dokument den Fachhändler sowie den Support-Bereich auf der Becker-Homepage www.mybecker.com mit einer FAQ (Seite 37).

Darf das Gerät geöffnet werden?

Nein. Aus Sicherheitsgründen darf das Gerät nur von einem Fachmann geöffnet werden (Seite 7), im Schadensfall darf es nicht geöffnet werden und gehört zum Fachhändler (Seite 13). Das Basisgerät und die Zubehörteile dürfen nicht geöffnet und in keiner Weise verändert werden (Seite 11), und der Akku darf nicht selbst ausgebaut werden (Seite 19).

Wie wird die Gerätehalterung an der Windschutzscheibe befestigt?

Über den Saugmechanismus: Trägerplatte auf die vier Haltnasen des Gerätehalters schieben, Arretierschraube leicht lösen, den Fuß mit seiner Saugfläche gegen die Windschutzscheibe pressen und den Hebel nach unten drücken (Seite 23). Die Befestigungsfläche muss fettfrei und sauber sein (Seite 22), die Halterung darf Ihre Sicht nicht einschränken und sich nicht im Wirkungsbereich des Airbags befinden (Seite 22).

Wie wird der Akku vor der Entsorgung ausgebaut?

Vor der Entsorgung muss der Akku entfernt werden: Akku vollständig entladen, die Gehäuseschrauben (modellabhängig) mit einem kleinen TX5-Schraubendreher herausschrauben, die Gehäuse-Rückseite mit einem Schlitz-Schraubendreher abhebeln, den Stecker des Akku-Anschlusskabels herausziehen und den Akku entnehmen (Seite 150, 151). Die Anleitung weist darauf hin, dass das Gerät dabei eventuell zerstört wird und danach nicht mehr an die Spannungsversorgung angeschlossen werden darf (Seite 150, 151).

Fehlercodetabelle

Die Anleitung des Becker Ready 70 LMU enthält keine nummerierte Fehlerliste und keine Hersteller-Fehlercodes. Sie sagt im Abschnitt „Bei Störungen“ nur, dass Störungen im Betriebssystem oder im Gerät entsprechend angezeigt werden, und nennt als erste Maßnahme den Neustart über den I/O-Schalter (Seite 37). Die Bezeichnungen F01 bis F14 in der folgenden Tabelle sind deshalb keine Herstellercodes und erscheinen nicht auf dem Display: Es handelt sich um Diagnose-Nummern dieser Seite, die ein im Dokument beschriebenes Symptom oder eine dort beschriebene Bildschirmanzeige bündeln. Die Spalte „Anzeige am Gerät“ gibt wieder, was das Dokument an der jeweiligen Seite beschreibt.

Code Anzeige am Gerät Mögliche Ursache Vorgehen Seite
F01Keine Position auf der Kartenanzeige, Fahrzeugposition fehltErstinbetriebnahme; weniger als drei Satelliten im EmpfangBis zu 30 Minuten warten, bis eine Position bestimmt werden kann; Signale von mindestens drei Satelliten abwartenS. 38
F02Kein GPS-Empfang im Fahrzeug trotz freier Sicht zum HimmelSonnenschutz-Verglasung (SIGLA SOL, SIGLA CHROM, SIGLA, KOOL-OF, SUNGATE oder ähnlich) oder engmaschige Heizdrähte in der Verglasung; ungünstige EinbaupositionScheibenaufdruck prüfen, Einbauort des Geräts und der Halterung verändern, Hinweise zur integrierten GPS-Antenne beachtenS. 20, 9
F03Hinweismeldung zum Akku, danach automatische AbschaltungAkku muss wieder aufgeladen werdenSpannungsversorgung herstellen; nach der Warnung bleibt das Gerät rund 10 Minuten nutzbarS. 19
F04Gerät reagiert nach vollständiger Entladung nicht auf das EinschaltenVollständig entladener AkkuSpannungsversorgung anschließen und bis zu einer Minute warten, bis sich das Gerät wieder einschalten lässtS. 19
F05Display bleibt dunkel, kein Hersteller-Logo beim EinschaltenSpannungsversorgung nicht oder nicht mit den geforderten Werten hergestelltKfz-Ladekabel mit Gleichstrom 12/24 Volt und 0,3 Ampere prüfen, Netzteil mit Wechselstrom 100-240 Volt prüfen, Versorgungsspannung 5 Volt / 1 A am Ladekabel beachtenS. 12, 13, 147
F06Keine Verkehrsmeldungen, Meldungsliste bleibt leerTMC-Antenne verläuft im Auslieferungszustand parallel zum Kabel für den Zigarettenanzünder; bei einem Gerät mit Aktivhalter ist die Spannungsversorgung nicht an der Trägerplatte angeschlossenKabel der TMC-Antenne vom Kabel für den Zigarettenanzünder abziehen und so verlegen, dass es nicht beim Fahren behindert; bei Aktivhalter die Versorgung an der Trägerplatte anschließenS. 20, 19
F07Touchscreen reagiert fehlerhaft auf die Berührung von Schaltflächen, Auswahl trifft nicht die angetippte TasteKalibrierung erforderlich; verschmutzte oder feuchte DisplayoberflächeKalibrierung über die Taste Kalibrierung starten und den Textanweisungen folgen; Display mit einem Mikrofasertuch reinigenS. 26, 140, 17
F08Wiederkehrende Störungsanzeige im Betriebssystem oder im GerätSoftwarezustand, der die gewünschte Funktion blockiertGerät über den I/O-Schalter neu starten; als letzter Schritt die Werkseinstellungen, dabei werden Ziele, Routen, Heimatadresse, Telefon-Daten sowie Bilder und Videos gelöschtS. 37, 139, 140
F09Gerät lässt sich nicht mehr ausschalten oder arbeitet nicht mehr zuverlässigBedienzustand lässt sich nicht mehr über die übliche Taste beendenBei Geräten ohne I/O-Schalter die Taste an der Oberseite länger als 7 Sekunden drücken; im Schlafmodus wird eine aktive Zielführung innerhalb von circa 4 Stunden fortgesetztS. 25
F10Eingesetzte Micro-SD-Karte wird nicht erkannt oder lässt sich nicht einschiebenKarte außerhalb der unterstützten Spezifikation oder falsch formatiert; Kontaktleiste verschmutzt; Karte gegen die Rastmechanik eingesetztKarte mit class 6 SDHC bis maximal 32 GB in FAT32 verwenden, Kontaktleiste nicht berühren, Karte mit der Kontaktleiste in Richtung Geräterückseite bis zum Einrasten einschiebenS. 147, 22
F11Am Computer erscheint kein Wechseldatenträger, obwohl das USB-Kabel stecktGerät vor dem Verbinden nicht komplett ausgeschaltet; USB-Kabel nicht direkt mit einem USB-Anschluss des Computers verbundenGerät komplett ausschalten, USB-Kabel direkt mit einem USB-Anschluss des Computers verbinden, Gerät erst dann einschalten; beim ersten Anschluss installiert der PC die Treiber und meldet „Ihr Gerät kann jetzt verwendet werden“S. 36, 24
F12Fenster mit den detaillierten Angaben zu einer Verkehrsmeldung während der ZielführungEine Verkehrsmeldung betrifft die berechnete Route; die automatische Neuberechnung prüft eine UmfahrungMeldung in der Liste antippen, um den betroffenen Streckenabschnitt und Zusatzinformationen zu sehen; Ausweichroute prüfen oder manuelle Neuberechnung nutzenS. 86
F13Einzelne andersfarbige, hellere oder dunklere Bildpunkte im DisplayTechnologiebedingt, in Ausnahmefällen möglichNach der Display-Qualitätserklärung der Anleitung besteht in diesen Fällen kein Mangel; keine Maßnahme erforderlichS. 18
F14Betriebszeit trotz voller Akkuladung deutlich kürzer als zuvorKapazitätsverlust mit jedem Lade- und Entladezyklus sowie durch Lagerung bei zu hoher oder zu niedriger TemperaturLagerung innerhalb der erlaubten Temperaturbereiche; bei defektem Akku den Fachhändler aufsuchen und den Akku nicht selbst ausbauenS. 18, 19

Die Bezeichnungen F01 bis F14 sind Diagnose-Nummern dieser Seite, keine Hersteller-Fehlercodes: Die Anleitung veröffentlicht keine Fehlercode-Liste und zeigt keine Nummern auf dem Display an. Grundlage der Zuordnung sind der Abschnitt „Bei Störungen“ (Seite 37), die Kapitel zu Spannungsversorgung und Akku (Seiten 18 bis 20), die Hinweise zu Antennen und Verglasung (Seiten 9 und 20), die Abschnitte zu Touchscreen und Kalibrierung (Seiten 26 und 140), die Angaben zu Speicherkarte und USB (Seiten 21, 22, 36, 147), die Meldungsanzeige im Navigationsbetrieb (Seite 86) sowie die Qualitätserklärungen zu Akku und Display (Seite 18). Alle Seitenangaben folgen der gedruckten Zählung des Dokuments.

Fehlerbaum

Der Baum ordnet die vier häufigsten Meldebilder des Becker Ready 70 LMU: keine Funktion des Geräts, fehlende Positionsbestimmung, ungenaue Eingabe über den Touchscreen sowie Abweichungen bei Karte, Route und Verkehrsmeldungen. Jeder Zweig nennt die Prüfschritte, die das Dokument an der angegebenen Seite beschreibt.

Störung am Ready 70 LMU Keine Funktion Keine Position Display / Eingabe Karte und Route • Ladekabel 12/24 V • Akku-Ladezustand • I/O-Schalter • 30 Minuten warten • Sicht zum Himmel • Verglasung prüfen • Kalibrierung • Mikrofasertuch • Pixel laut S. 18 • Meldung lesen • Neuberechnung • TMC-Antenne Neustart S. 37 GPS S. 38 Touch S. 140 TMC S. 86

Ablauf der Störungssuche

  1. Umfang eingrenzen: Betrifft die Störung die Spannungsversorgung, den Empfang, die Eingabe über den Touchscreen oder die Zielführung? Die Schritte der Inbetriebnahme stehen auf Seite 18.
  2. Anzeige am Display lesen: Störungen im Betriebssystem oder im Gerät werden angezeigt; kann die gewünschte Funktion daraufhin nicht ausgeführt werden, ist ein Neustart über den I/O-Schalter vorgesehen (Seite 37).
  3. Spannungsversorgung prüfen: Kfz-Ladekabel mit Gleichstrom 12/24 Volt und 0,3 Ampere (Seite 12) beziehungsweise Netzteil mit Wechselstrom 100-240 Volt (Seite 13), Versorgungsspannung 5 Volt bei 1 A über das Ladekabel (Seite 147).
  4. Ladezustand prüfen: Die Statusanzeige hinter der Taste Batterie zeigt die Energieversorgung (Seite 133); nach der Akku-Warnung bleibt das Gerät rund 10 Minuten nutzbar (Seite 19).
  5. Empfang prüfen: mindestens drei Satelliten für die Positionsbestimmung (Seite 38), Verglasung und Heizdrähte beachten (Seite 20), TMC-Antenne vom Anschlusskabel abziehen (Seite 20).
  6. Eingabe prüfen: Bei ungenauer Reaktion die Kalibrierung starten (Seite 140), das Display nur mit einem Mikrofasertuch reinigen (Seite 17) und die Oberfläche nur mit den Fingern oder einem stumpfen Gegenstand berühren (Seite 26).
  7. Speicherkarte und PC-Verbindung prüfen: Micro-SD class 6 SDHC bis 32 GB in FAT32 (Seite 147), Gerät vor der USB-Verbindung komplett ausschalten und das Kabel direkt an einen USB-Anschluss des Computers stecken (Seite 36).
  8. Neustart und Rücksetzen: Neustart über den I/O-Schalter (Seite 37); das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen löscht gespeicherte Ziele, Routen, Heimatadresse, Telefon-Daten sowie Bilder und Videos (Seite 140).
  9. Grenze der Selbsthilfe: Das Gerät darf nicht geöffnet werden (Seite 7, 13); bei Anfragen an den Service nennt die Anleitung die Angaben aus den Service Informationen mit der Software-Versionsnummer (Seite 139).

Quellen der Schritte: Kapitel „Bei Störungen“ (Seite 37), Inbetriebnahme und Spannungsversorgung (Seiten 18 bis 20), Einstellungen zu Batterie und Kalibrierung (Seiten 133 und 140), Speicherkarte und USB (Seiten 22, 36, 147). Sonderfall Sonnenschutz-Verglasung: Dort hilft keine Einstellung am Gerät, sondern nur ein anderer Einbauort oder eine andere Antennenposition (Seite 20).

Symptom-Assistent: Schritt für Schritt zur Lösung

Die fünf Schritte fragen nacheinander ab, was das Gerät anzeigt, und nennen die Maßnahme, die das Dokument an der jeweiligen Seite beschreibt. Arbeiten Sie die Schritte in der angegebenen Reihenfolge ab.

Schritt 1: Zeigt das Gerät nach dem Einschalten eine Anzeige?

Ja, das Hersteller-Logo erscheint: Fahren Sie mit Schritt 2 fort. Beim ersten Starten wird automatisch die Sprachauswahl angezeigt; wählen Sie Sprache und Sprecher und bestätigen Sie jeweils mit OK (Seite 24, 25).

Nein, das Display bleibt dunkel: Stellen Sie die Spannungsversorgung her, entweder über das Kfz-Ladekabel mit Gleichstrom 12/24 Volt (Seite 12, 19) oder über das Netzteil mit Wechselstrom 100-240 Volt (Seite 13, 20). Bei vollständig entladenem Akku benötigt das Gerät bis zu einer Minute, bis es sich wieder einschalten lässt (Seite 19).

Schritt 2: Wird Ihre aktuelle Position auf der Karte angezeigt?

Ja: Der GPS-Empfang steht, fahren Sie mit Schritt 3 fort.

Nein: Bei der Erstinbetriebnahme kann es bis zu 30 Minuten dauern, bis eine Position bestimmt werden kann; für die Positionsbestimmung sind die Signale von mindestens drei Satelliten notwendig (Seite 38). Prüfen Sie außerdem die Verglasung des Fahrzeugs und die Einbauposition der Halterung (Seite 20, 9).

Schritt 3: Reagiert der Touchscreen auf jede Berührung genau?

Ja: Fahren Sie mit Schritt 4 fort.

Nein: Starten Sie die Kalibrierung über die Taste Kalibrierung und folgen Sie den Textanweisungen der Prozedur (Seite 140, 26). Reinigen Sie das Display mit einem Mikrofasertuch, verwenden Sie keine aggressiven oder scheuernden Mittel und benetzen Sie das Gerät nicht mit Wasser (Seite 17).

Schritt 4: Kommen Verkehrsmeldungen an und läuft die Zielführung wie erwartet?

Ja: Fahren Sie mit Schritt 5 fort.

Nein: Wenn der TMC-Empfang nicht ausreicht, ziehen Sie das Kabel der TMC-Antenne vom Kabel für den Zigarettenanzünder ab und verlegen Sie es so, dass es nicht beim Fahren behindert (Seite 20); bei einem Gerät mit Aktivhalter muss die Spannungsversorgung an der Trägerplatte angeschlossen sein (Seite 19). Meldungen auf der Route lesen Sie über die Meldungsliste, die Neuberechnung erfolgt automatisch oder manuell (Seite 86).

Schritt 5: Besteht die Störung nach einem Neustart fort?

Nach dem Neustart behoben: Starten Sie das Gerät über den I/O-Schalter neu, wenn eine Meldung die Ausführung der Funktion blockiert (Seite 37).

Meldung kehrt wieder: Das Dokument nennt in diesem Fall den Fachhändler sowie den Support-Bereich auf der Becker-Homepage www.mybecker.com mit einer FAQ (Seite 37). Als eigener letzter Schritt bleibt das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen, das gespeicherte Ziele, Routen, Heimatadresse, Telefon-Daten sowie Bilder und Videos löscht (Seite 140). Versuchen Sie nie, das Gerät selbst zu öffnen (Seite 7, 13, 37).

Wenn keine dieser Maßnahmen hilft: Schalten Sie das Navigationsgerät über den I/O-Schalter komplett aus und wieder ein (Seite 24, 37) und notieren Sie für eine Anfrage die Software-Versionsnummer aus den Service Informationen (Seite 139). Die Anleitung verweist dann auf Ihren Fachhändler (Seite 13, 37); eine Hotline-Nummer oder eine E-Mail-Adresse nennt das Dokument an diesen Stellen nicht.

Sicherheitshinweise

Die folgenden vier Gruppen fassen die Sicherheitshinweise des Dokuments zusammen; die vollständigen Hinweise stehen auf den Seiten 7 und 8, ergänzt um die Hinweise zur Aufstellung im Fahrzeug (Seite 22), zur Pflege (Seite 17), zum Verhalten im Schadensfall (Seite 13) und zur Entsorgung (Seiten 149 bis 151).

Fahrt, Verkehr und Bedienung

  • Die Bedienung des Gerätes ist nur dann gestattet, wenn die Verkehrslage dies zulässt und Sie sicher sind, dass Sie selbst, Ihre Mitfahrer oder sonstige Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet, behindert oder belästigt werden; Zielortseingaben dürfen nur bei stehendem Fahrzeug vorgenommen werden (Seite 7, 38).
  • Das Navigationssystem ist nur ein Hilfsmittel, die Daten und Angaben können im Einzelfall falsch sein; Verkehrsschilder und örtliche Verkehrsvorschriften sind immer vorrangig zu beachten (Seite 7, 38).
  • Die Lautstärke ist so einzustellen, dass Außengeräusche noch gut wahrgenommen werden können (Seite 7).
  • Die Verkehrsführung ist ausschließlich auf Personenkraftwagen bezogen; spezielle Empfehlungen und Vorschriften für andere Fahrzeuge sind nicht berücksichtigt (Seite 38).
  • Bei Störungen im Betrieb, zum Beispiel Rauch- oder Geruchsentwicklung, ist das Gerät sofort abzuschalten (Seite 7).

Stromversorgung, Akku und Netzanschluss

  • Die auf dem Steckernetzteil, dem Kfz-Ladeadapter und dem Gerät angegebenen Netzspannungen dürfen nicht überschritten werden; bei Nichtbeachtung kann es zur Zerstörung des Gerätes, des Ladegerätes und zur Explosion des Akkus kommen (Seite 8).
  • Das Gerät und den Akku dürfen Sie unter keinen Umständen öffnen; jede Änderung am Gerät ist unzulässig und führt zum Verlust der Betriebserlaubnis (Seite 8).
  • Schließen Sie das Netzteil nur mit trockenen Händen und nur an ein dafür zugelassenes Stromnetz an; entfernen Sie das Netzteil, wenn Sie das Gerät längere Zeit nicht benutzen (Seite 20).
  • Schalten Sie das Gerät vor der Pflege und vor dem Verbinden mit dem Computer stets aus und entfernen Sie das Netzteil; Lebensgefahr durch Stromschlag (Seite 17, 36).
  • War das Gerät Feuchtigkeit ausgesetzt, schalten Sie es aus, trennen Sie es von der Stromversorgung und lassen Sie es bei Zimmertemperatur trocknen (Seite 17).
  • Die Stromversorgung über den Zigarettenanzünder entlädt bei abgeschaltetem Motor langsam die Fahrzeugbatterie (Seite 19).

Aufstellung im Fahrzeug, Temperatur und Umgebung

  • Befestigen Sie die Gerätehalterung so, dass sie mit montiertem Navigationsgerät Ihre Sicht nicht einschränkt und sich nicht im Wirkungsbereich des Airbags befindet; achten Sie darauf, dass die Anschlusskabel nicht den Zugriff auf die Bedienelemente des Fahrzeugs stören (Seite 22).
  • Das Gerät und die Halterung dürfen keiner längeren direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden; Innentemperaturen von +70 °C und höher können Teile der Halterung beschädigen (Seite 22).
  • Erlaubte Temperaturbereiche: -20 °C bis 60 °C Lagerung und 0 °C bis 45 °C Betrieb (Seite 8).
  • Schützen Sie Gerät und Zubehör vor Nässe, Feuchtigkeit, Schmutz und Staub, setzen Sie das Gerät keinen Stößen aus und verwenden Sie keine ätzenden Chemikalien oder scharfen Reinigungsmittel (Seite 17, 9).
  • Verwenden Sie nur BECKER Original-Zubehör, damit alle relevanten Bestimmungen eingehalten werden (Seite 8).

Defekt, Öffnen des Geräts und Entsorgung

  • Aus Sicherheitsgründen darf das Gerät nur von einem Fachmann geöffnet werden; im Schadensfall darf das Gerät nicht geöffnet werden und gehört zum Fachhändler (Seite 7, 13).
  • Versuchen Sie nie, das Gerät selbst zu öffnen; sollten Sie den aufgetretenen Fehler nicht selbst beheben können, wenden Sie sich an Ihren Fachhändler (Seite 37).
  • Bei defektem Akku wenden Sie sich an Ihren Fachhändler und versuchen Sie nicht, den Akku selbst auszubauen (Seite 19).
  • Elektrische und elektronische Produkte müssen am Ende ihrer Lebensdauer vom Hausmüll getrennt entsorgt werden; die kommunalen Sammelstellen nehmen die Geräte kostenlos entgegen (Seite 149).
  • Batterien und Akkus gehören nicht in den Hausmüll; der Verbraucher ist verpflichtet, verbrauchte Batterien und Akkus über den Fachhandel oder Batteriesammelstellen zurückzugeben (Seite 150).
  • Vor der Entsorgung ist der Akku aus dem Gerät zu entfernen; das Gerät kann dabei zerstört werden und darf danach nicht mehr an die Spannungsversorgung angeschlossen werden (Seite 150, 151).

Hinweis: Diese Zusammenfassung gibt die Sicherheitshinweise der Anleitung gekürzt und thematisch geordnet wieder. Sie ersetzt nicht den vollständigen Wortlaut auf den Seiten 7 und 8 sowie die Hinweise in den jeweiligen Kapiteln.

Passende Ersatzteile und Zubehör

Die Anleitung teilt das Gerät in das Basisgerät mit der gesamten Elektronik und die Zubehörteile des Lieferumfangs (Seite 11). Real getauscht oder ergänzt werden vor allem die Teile der Spannungsversorgung, die Halterung, die Speicherkarte und die Verbindungskabel; der Akku wird nach den Angaben des Dokuments nur im Rahmen der Entsorgung entnommen (Seite 150).

Touchscreen (S. 147) Display 12,8 cm (S. 147) Zurück-Taste (S. 15) Micro-SD-Einschub (S. 16) Ein-/Aus-Schalter (S. 16) GPS-Antenne im Gehäuse (S. 20) Interner Lautsprecher (S. 12) Micro-USB / Spannungsversorgung (S. 16) Optionales Zubehör (Bezeichnungen wie im Dokument angegeben, Seite 12 und 21) Netzteil Steckdose 100-240 Volt, Seite 13 Kabel Fahrzeugintegration 3,5 mm Klinke, Seite 21 Kabel Rückfahrkamera 2,5 mm AV, Seite 21

Übersicht der Bauteile und Zubehörteile

Bauteil / Zubehör Funktion Worauf beim Kauf achten Seite
Basisgerät (PND)Gesamte Elektronik mit integrierter Antenne, TMC-Empfänger, Touchscreen, integriertem Lautsprecher und Mikrofon (modellabhängig)Modellcode BJE00 auf dem Gerät prüfen, das Dokument beschreibt auch das Transit 70 LMU mit BJE10S. 12, 147
Gerätehalter mit TrägerplatteBefestigung an der Windschutzscheibe über den Saugmechanismus, Aufnahme des Geräts über die TrägerplatteAusführung modellabhängig; das Gerät ist kompatibel zu HR HalternS. 14, 22, 147
Kfz-Adapternetzteil mit TMC-AntenneSpannungsversorgung über den Zigarettenanzünder und Empfang von VerkehrsmeldungenGleichstrom 12/24 Volt, 0,3 Ampere; bei einem Aktivhalter die Versorgung an der Trägerplatte anschließenS. 12, 14, 20
USB-VerbindungskabelVerbindung mit einem PC, Zugriff auf den internen Flash-Speicher und eine eingelegte Micro-SD-Karte als WechseldatenträgerMicro-USB, USB Client 2.0; das Gerät ist vor dem Verbinden komplett auszuschaltenS. 12, 36, 147
Micro-SD-SpeicherkarteUpdate-Zwecke, Anschauen von Bildern, Erweiterung der KartendatenNicht im Lieferumfang; class 6 SDHC maximal 32 GB, Formatierung FAT32S. 21, 37, 147
Netzteil für die Steckdose (optional)Anschluss des Navigationsgeräts an das öffentliche StromnetzWechselstrom 100-240 Volt, 0,3 Ampere, 50-60 Hertz; die angegebene Netzspannung darf nicht überschritten werdenS. 13, 20, 8
Akku Lithium-Ionen 1500 mAhInterne Stromversorgung, wartungsfrei, aufladbar über Kfz-Ladekabel oder NetzteilBei defektem Akku den Fachhändler aufsuchen, nicht selbst ausbauen; der Ausbau ist nur zur Entsorgung mit einem TX5-Schraubendreher beschriebenS. 19, 147, 150
Kabel für Fahrzeugintegration, vierpolig 3,5 mm (optional)Anschluss an die Telefonstummschaltung und Ausgabe des Audiosignals über das AudiosystemLaut Funktionsübersicht für das Ready 70 LMU nicht verfügbar; mit dem Anschluss ist der Lautsprecher des Basisgeräts abgeschaltetS. 21, 10
Kabel für die Rückfahrkamera, vierpolig 2,5 mm AV (optional)Anschluss einer Rückfahrkamera an die Buchse an der Unterseite des BasisgerätsLaut Funktionsübersicht für das Ready 70 LMU nicht verfügbar; Einstellungen dazu im Kapitel Rückfahrkamera auf Seite 124S. 21, 10

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