Der TechniStar S2 ist laut Deckblatt ein digitaler HD-Receiver für freie und verschlüsselte Satellitenprogramme, bestückt mit einem CONAX-Kartenleser, einer PCMCIA-Schnittstelle für CI- und CI+-Module sowie einer DVR-Aufnahmefunktion über die USB-Buchse.
Für Supportanfragen relevant sind die Störungstabelle am Ende des Handbuchs, die Kurztexte des LED-Displays, die Update-Anleitung mit FAT32-Vorbereitung und die technischen Daten der Tuner-, CI- und Speicherspalten auf den Seiten 184 bis 186.
Merkmale laut Handbuch
| Merkmal | Angabe | Seite |
|---|---|---|
| Empfang | Freie und verschlüsselte HD-Satellitenprogramme (z. B. VIACCESS, CONAX, IRDETO, SECA) | S. 1 |
| DVB-S-Tuner | Eingangsfrequenzbereich 950 bis 2150 MHz, Demodulation QPSK | S. 184 |
| DVB-S2 | Zusätzliche Demodulationsart 8PSK neben QPSK | S. 184 |
| Common Interface | Ein Steckplatz für CI- und CI+-Module, max. 0,3 A bei 5 V | S. 184 |
| USB-Schnittstelle | Host-Buchse für Software-Update, Musik, Bilder und Filme | S. 186 |
| Frontanzeige | Vierstelliges 7-Segment-LED-Display für Statusmeldungen | S. 186 |
| Programmspeicher | Je drei Hauptlisten TV und Radio mit bis zu 4000 Programmen | S. 186 |
| Netzwerk | 10/100baseTx über RJ45-Buchse für Mediaport und Netzlaufwerke | S. 186 |
Meldungen und Fehlercodes
Das Handbuch führt keine Fehlercodes mit Nummer oder Code-Buchstaben auf. Was prüfbar bleibt, sind die Anzeigetexte des LED-Displays und die Symptome der Tabelle Fehlersuchhilfen ab Seite 188. Die Übersicht unten nennt deshalb ausschließlich Anzeigen, die in dieser Datei wirklich belegt sind – ohne Übernahme von Codes anderer Receiver.
| Anzeige im Display oder Bildschirm | Bedeutung laut Handbuch | Seite |
|---|---|---|
| „rEc“ | Der Receiver wurde durch den DVR-Timer eingeschaltet und zeichnet auf; einige Funktionen der Fernbedienung sind dann außer Betrieb | S. 79 |
| „SFIL“ | Steht kurz nach dem Ausschalten; über die Taste SFI lässt sich der Einlesevorgang der Programmzeitschrift manuell starten | S. 69 |
| „LoAd“ dann „USbL“ | Der Stick wird erkannt und die Betriebssoftware umgearbeitet; das Update endet mit dem normalen Betriebsmodus | S. 179 |
| „SEt“ | Erscheint nach dem Flash-Reset, wenn Standby- und Pfeiltaste gemeinsam losgelassen wurden; dabei gehen alle persönlichen Einstellungen verloren | S. 190 |
| Einblendung „kein Signal“ | Der Bildschirm wird zeitweise schwarz, meist wegen zu kleinem Spiegel, Hindernis oder verstellter Antenne | S. 189 |
| Rote LED leuchtet | Der Receiver hat Standby erreicht; erst dann darf er laut Handbuch vom Netz getrennt werden | S. 14 |
Häufige Fragen
Der Bildschirm wird zeitweise schwarz und zeigt „kein Signal“ – liegt es am Receiver?
Meist nicht: Das Handbuch nennt Wetter, eine verstellte oder zu kleine Antenne sowie Hindernisse zwischen Spiegel und Satellit.
- Spiegel von Schnee befreien und die Antenne neu ausrichten.
- Ist der Spiegel am Empfangsort zu klein, eine größere Antenne verwenden.
- Den Spiegel mit freier Sicht zum Satelliten montieren und erneut ausrichten.
Quelle im Handbuch: S. 189
Wie spiele ich ein Software-Update über einen USB-Stick ein?
Über die USB-Buchse lässt sich die Betriebssoftware unabhängig vom Satelliten-Update einspielen; nötig ist ein handelsüblicher Stick mit FAT32.
- Aktuelle Software von der TechniSat-Homepage herunterladen.
- Den USB-Flash-Stick mit dem Dateisystem FAT32 formatieren.
- Die Softwaredatei mit der Endung .tpad auf den Stick kopieren.
- Zusätzlich singleupdate für ein einzelnes Update oder autoupdate für mehrere Updates kopieren; beide Dateien dürfen keine Dateiendung tragen.
- Receiver in Standby schalten, Stick einstecken, einschalten und die Displaymeldungen bis zum normalen Betriebsmodus abwarten.
Quelle im Handbuch: S. 179
Der Receiver reagiert nicht mehr, lässt sich nicht ein- oder ausschalten. Was kann ich tun?
Das Handbuch sieht drei aufeinanderfolgende Notmaßnahmen vor, zuletzt einen Flash-Reset, der alle persönlichen Einstellungen löscht.
- Ein/Standby-Taste am Gerät oder auf der Fernbedienung circa fünf Sekunden gedrückt halten.
- Netzstecker für circa fünf Sekunden ziehen und das Gerät wieder einschalten.
- Letzter Ausweg Flash-Reset: DC-Stecker abziehen, Standby und Pfeiltaste gemeinsam drücken, DC-Stecker wieder stecken, Tasten circa fünf Sekunden halten; das Display zeigt danach SEt.
Quelle im Handbuch: S. 190
Kann ich mit dem TechniStar S2 ohne eingebaute Festplatte aufnehmen?
Nur über USB: Die DVR-Funktion schreibt auf ein eingestecktes USB-Gerät, die Kapazität hängt von dessen Größe und dem Datenvolumen ab.
- Ein USB-Gerät als Aufnahmemedium an die USB-Buchse stecken; ohne Medium ist keine Aufzeichnung möglich.
- Beachten: Bei Sendern der HD+-Plattform kann es senderseitige Einschränkungen bei Aufnahme und Wiedergabe geben.
Quelle im Handbuch: S. 99
Eine Sendung hat begonnen, ich muss aber kurz weg – geht zeitversetztes Fernsehen trotzdem?
Dafür ist die Timeshift-Aufnahme da: Läuft die Aufnahme im Hintergrund weiter, kann dieselbe Sendung mit Versatz geschaut werden.
- Sendung einschalten und mit der Aufnahmetaste die Aufzeichnung starten.
- Mit Pause/Wiedergabe anhalten; die Aufnahme läuft im Hintergrund weiter, das Bild steht.
- Erneut Pause/Wiedergabe drücken, um mit zeitlichem Versatz zur Liveausstrahlung weiterzuschauen.
Quelle im Handbuch: S. 104
Ein Sender fehlt in der Programmliste, obwohl er früher zu empfangen war.
Das Handbuch prüft zuerst die Listenauswahl am Gerät und danach eine geänderte Ausstrahlung auf einem anderen Transponder.
- Andere Programmliste anwählen – möglicherweise ist gar nicht der gesuchte Listensatz aktiv.
- Sendersuchlauf nach Punkt 9.4 durchführen, falls das Programm auf einem anderen Transponder liegt.
- Bei Bedarf die Gesamtliste nach Auswahlkriterien wie freien oder neuen Sendern durchsehen.
Wie rüste ich den Receiver für verschlüsselte Programme nach?
Der TechniStar S2 bietet zwei Wege: den integrierten CONAX-Kartenleser für die Smartcard oder den CI-Schacht für ein Modul samt Karte.
- CONAX-Smartcard mit dem goldenen Chip nach unten in den Kartenschlitz schieben.
- Alternativ CI- oder CI+-Modul in den Steckplatz einschieben und die zugehörige Smartcard mit dem Chip in Einschubrichtung einlegen.
- Programm einschalten; der Receiver wählt automatisch Kartenleser oder CI-Steckplatz und stellt das Programm dar, sofern Karte oder Modul dafür gültig sind.
Störungsbaum: Symptom, Prüfung, Maßnahme
Der Baum folgt der Tabelle Fehlersuchhilfen aus Kapitel 15 (Seiten 188 bis 190); Ursachen und Abhilfe sind wörtlich den Zeilen dieser Datei entnommen.
Fernbedienung funktioniert nicht
- Fernbediencode: Prüfen, ob ein falscher Fernbediencode eingestellt ist, und den korrekten Code setzen. (S. 188)
- Batterien: Sind die Batterien leer, müssen sie nach Punkt 3.5 ausgetauscht werden. (S. 188)
Ton in Ordnung, aber kein TV-Bild
- Radiobetrieb: Möglicherweise ist der Radiobetrieb aufgerufen und das Radiohintergrundbild abgeschaltet. (S. 188)
- Scartverbindung: Der Scartstecker sitzt oft nicht richtig; korrekt einstecken und Bild prüfen. (S. 188)
Kein Bild, kein Ton, das Display leuchtet nicht
- Netzspannung: Netzgerät und Stecker prüfen; ohne Netzspannung bleibt alles dunkel. (S. 188)
- LNB-Zuleitung: Ein Kurzschluss in der Zuleitung kann das Gerät blockieren; Gerät ausschalten und Kurzschluss beseitigen. (S. 189)
Kein Empfang bei Programmen, die vorher in Ordnung waren
- Antenne: Antenne auf Verstellung oder Defekt prüfen. (S. 189)
- Transponder: Liegt das Programm auf einem anderen Transponder, einen neuen Suchlauf durchführen. (S. 189)
Im Bild entstehen zeitweise viereckige Klötzchen
- Wetter: Starker Regen oder Schnee dämpft den Empfang; bei Schnee den Spiegel von Schnee befreien. (S. 189)
- Ausrichtung: Antenne neu ausrichten; zur Feinausrichtung Signalstärke und Signalqualität des Test-Transponders beobachten. (S. 189, S. 171)
Kein Bild über HDMI
- HDMI-Auflösung: Die eingestellte HDMI-Auflösung wird vom Fernsehgerät möglicherweise nicht unterstützt; Auflösung korrigieren, notfalls über Scartkabel anschließen. (S. 188)
USB-Gerät wird nicht erkannt
- Dateisystem: Steckt das Gerät in einem falschen Dateisystem, muss es im Dateisystem FAT32 formatiert werden. (S. 190)
Standby-Uhr zeigt keine Zeit
- Uhrzeit einlesen: Das Gerät etwa 30 Sekunden auf einem Sender laufen lassen, damit die Uhrzeit eingelesen wird. (S. 189)
- Standby-Uhr: Prüfen, ob die Standby-Uhr in Punkt 6.2.4 abgeschaltet wurde; dann wieder einschalten. (S. 189, S. 27)
Sicherheitshinweise aus dem Handbuch
Die Sicherheitsvorkehrungen stehen im Kapitel „Bitte zuerst lesen“ auf den Seiten 13 bis 15. Sie regeln Aufstellung, Belüftung, Feuchtigkeits- und Netzschutz sowie die Entsorgung und sind bei Reklamationen die erste Gegenprüfung.
- Belüftung: Das Gerät nur auf glattem, ebenem Untergrund stellen und keine Gegenstände auf die Lüftungsschlitze am Deckel legen. (S. 13)
- Betriebsklima: Der Receiver darf nur in gemäßigtem Klima betrieben werden; keine Heizquellen in der Nähe aufstellen. (S. 13)
- Feuchtigkeit: Nicht Tropf- oder Spritzwasser aussetzen; dringt Wasser ein, sofort den Netzstecker ziehen und den Service verständigen. (S. 13)
- Geräteöffnung: Das Gehäuse niemals öffnen – Elektroschockgefahr; Eingriffe nur durch geschultes Personal. (S. 14)
- Trennen vom Netz: Das Gerät vom Netz trennen und einen Fachmann holen, wenn das Stromkabel bzw. der Netzstecker beschädigt ist. (S. 14)
- Gewitter: Bei Gewitter oder längeren Betriebspausen das Gerät vom Netz trennen und auch das Antennenkabel entfernen. (S. 14)
- Daten vor Wartung sichern: Vor Abgabe zu Wartungszwecken alle Speichermedien entfernen; Datenwiederherstellung ist nicht Teil der Reparatur. (S. 14)
- Entsorgung: Das Altgerät nicht in den Hausmüll geben, sondern an einer Sammelstelle für elektrische und elektronische Geräte abgeben. (S. 15)
Verwandte Teile und Zubehör
| Teil | Bezeichnung im Handbuch | Bemerkung | Seite |
|---|---|---|---|
| Lieferumfang | Digital-Receiver, Steckernetzgerät, Fernbedienung, Bedienungsanleitung, Garantiekarte, 2 Batterien, HDMI-Kabel | Vor dem ersten Anschluss auf Vollständigkeit prüfen | S. 13 |
| USB-Flash-Stick | handelsüblicher USB Flash Stick | für Software-Update und Medienwiedergabe; FAT32 erforderlich | S. 179 |
| CI-/CI+-Modul | Modul für den Common Interface Steckplatz | Stromaufnahme max. 0,3 A bei 5 V laut Datentabelle | S. 62 |
| CONAX-Smartcard | Karte für den integrierten Kartenleser | Chip zeigt nach unten und in Einschubrichtung | S. 62 |
| LNB (Außeneinheit) | Single, Quatro, Multytenne, SatCR, DisiCon, C-Band, Circular oder Benutzer-LNB | im Menü unter Punkt 6.5.4.1 einzeln auszuwählen | S. 38 |
| Motorantenne | DiSEqC-1.2-tauglicher Antrieb | Ursache laut Störungstabelle „Motor nicht DiSEqC 1.2“; dann geeigneten Motor verwenden | S. 189 |
| Fernbedienung | RC-5-System mit Subsystemadresse 8 oder 10 | zwei 1,5-V-Microzellen gehören zum Lieferumfang | S. 186 |
Was dieses Dokument nicht enthält
- Keine nummerierten Fehlercodes: Die Diagnose arbeitet mit Symptomen und Displaytexten; die Tabelle heißt wörtlich Fehlersuchhilfen. (S. 188)
- Kein Zubehörkatalog: Ersatzteilnummern, Preislisten oder bestellbares Sonderzubehör fehlen; benannt sind nur Lieferumfang und Funktionsteile. (S. 13)
- Keine Garantiebedingungen: Zur Garantie stehen nur Garantiekarte, Technische Hotline und Service-Anschrift; Bedingungen sind nicht im Text. (S. 194)
- Keine Reparatur-Anleitungen: Eingriffe ins Innere sind Fachleuten vorbehalten; Schaltpläne oder Selbst-Reparaturwege gibt es nicht. (S. 14)
- Keine Transponder- und Frequenzlisten: Aktuelle Senderdaten soll der Nutzer selbst aus Fachzeitschriften oder dem Internet entnehmen. (S. 40)
- Keine Dokumentation späterer Funktionen: Durch Software-Updates können Bedienschritte hinzukommen, die in genau dieser Anleitung nicht erklärt sind. (S. 12)
